6 Gründe, vegan zu leben

Vegetarisch zu essen, ist schon mal ein guter erster Schritt, aber leider nicht genug. Tiere auszubeuten schadet nämlich Tieren, Menschen und Umwelt.

08.Jul 2020

1. Intensivtierhaltung

Für Milch werden Kühe meist in enge Ställe gesperrt, und die Kälber werden ihnen direkt nach der Geburt weggenommen. Für Eier müssen qualgezüchtete Hühner meist dicht gedrängt auf ihren eigenen Exkrementen leben. Genau wie in der Fleischindustrie werden auch Rinder und Hühner, die nicht mehr „wirtschaftlich“ sind, im Schlachthaus getötet.

2. Tiertransporte

Spätestens auf dem Weg zum Schlachthaus werden auch Kühe und Hühner nicht selten zu Hunderten oder Tausenden auf LKWs gequetscht, wo sie bis zum Zielort oft tagelang ohne Futter oder Wasser ausharren müssen. Einige überleben diese Extrembedingungen nicht und kollabieren schon unterwegs in Hitze oder Kälte, sterben an Stress oder verletzen sich in der Enge tödlich.

3. Eintagsküken

Auch die Eierindustrie bringt täglich Tiere um. Direkt nach der Geburt werden die Küken gesext, also nach Geschlecht sortiert. Weil männliche Hühner keine Eier legen können, werden sie direkt vergast. So sterben allein in Deutschland jedes Jahr etwa 50 Millionen Küken.

4. Umweltschutz

Die landwirtschaftliche Tierhaltung ist eine Katastrophe für unsere Umwelt. Sie führt dazu, dass Wälder gerodet werden, Pestizide und Gülle ins Trinkwasser sickern und mehr Treibhausgasemissionen verursacht werden, als der gesamte globale Verkehr hervorbringt. Dazu kommt, dass nicht nur Wasser und Getreide verbraucht werden, sondern auch eine riesige Menge an fossilen Energien. Das gilt für die Milch- und Eierindustrie genauso wie für die Fleischindustrie.

5. Welthunger

Je mehr tierische Produkte wir konsumieren, desto weniger Menschen können wir weltweit ernähren. Statt angebautes Soja und Getreide direkt für die menschliche Ernährung zu verwenden, wird ein Großteil der Feldfrüchte an Tiere verfüttert, die für Fleisch, Milch oder Eier gehalten werden. Das ist nicht nur ineffizient, sondern sorgt ganz direkt dafür, dass Menschen hungern.

6. Gesundheit

Fleisch vom Teller zu streichen, ist schon eine gute Idee, aber auch Milch und Eier sind für eine gesunde Ernährung absolut nicht notwendig. Eine pflanzliche Ernährung enthält meist nicht nur mehr Vitamine und Ballaststoffe, sondern kann auch das Risiko für viele Zivilisationskrankheiten senken.

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So ernährt ihr eure Kaninchen richtig

Kaninchen gesund zu ernähren ist nicht schwer – solange ihr ein paar wichtige Punkte beachtet.

08.Jul 2020

Kaninchen müssen ständig essen

Kaninchen haben von Natur aus ein sehr empfindliches Verdauungssystem. Es ist auf rohfaserreiche Gräser und andere Pflanzenteile spezialisiert, die die Tiere ständig zu sich nehmen müssen – so wird der notwendige permanente Zahnabrieb unterstützt und Verdauungsstörungen vorgebeugt. Wenn euer Kaninchen über mehrere Stunden keine Nahrung zu sich nimmt, solltet ihr es sofort zum Tierarzt bringen.

Blättriges Grün

Hauptbestandteil der Nahrung sollte immer frisches, vielfältiges Grünfutter sein. Pflanzen, Zweige und Blätter gibt es von Frühjahr bis Herbst frisch in der Natur, manchmal findet ihr auch im Winter noch Wildpflanzen. Wer keine Möglichkeit hat, Grünfutter für seine Kaninchen in der Natur zu pflücken, der weicht man am besten auf Blattgemüse wie Bittersalate, Kohl, Spinat und auf Gemüsegrün von Karotten, Kohlrabi und Stangensellerie sowie Küchenkräuter aus. Ergänzend zum Grünfutter ist es wichtig, durchgängig ein hochwertiges Heu anzubieten.[1] Auch frisches Gemüse, Blattsalate und gelegentlich etwas Obst passen auf den Kaninchen-Speiseplan – informiert euch bitte mithilfe von Büchern oder auf seriösen Websites darüber, welche Sorten Gemüse und Obst geeignet sind. Außerdem ist es wichtig, welke Reste sofort zu entfernen, damit eure Kaninchen nicht die sogenannte Trommelsucht bekommen, eine Aufgasung des Darms. Nicht zur Ernährung empfohlen ist handelsübliches Trockenfutter, denn es enthält sehr viele Kohlenhydrate, die zu einer Verfettung der Tiere führen können. Außerdem beinhalten die Futtermischungen oft künstliche Aromen, die den Geschmackssinn der Kaninchen beeinflussen. Trockenfutter schädigt den gesamten Organismus der Kaninchen, was in der Folge oft zu Erkrankungen wie Durchfall und Blähungen führt. Der wichtige permanente Zahnabrieb wird durch gekaufte Futtermischungen zudem nicht sichergestellt. Bei Kaninchen, die bisher Futtermischungen aus Tierhandlungen erhalten haben, muss eine Futterumstellung aufgrund des sensiblen Magen-Darm-Trakts der Tiere langsam erfolgen.

Manche Lebensmittel sind giftig für Kaninchen

Stark kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Brot, Nudeln oder Getreide solltet ihr euren Kaninchen nicht geben, weil sie davon Verdauungsstörungen bekommen können. Auch einige Kohlarten sind ungeeignet, weil sie zu Aufblähungen führen können. Avocados sollten gemieden werden, weil sie vor allem im unreifen Stadium giftig sein können, und auch Rhabarber wird wegen der enthaltenen Oxalsäure als schwach giftig eingestuft – informiert euch also, welche Lebensmittel für Kaninchen okay sind.

Kaninchen müssen ihren Kot essen

Das mag für uns merkwürdig klingen, aber für Kaninchen ist es wichtig, den sogenannten Blinddarmkot zu essen, den sie direkt vom After aufnehmen. Nur so können sie bestimmte Vitamine synthetisieren. Stört sie also auf keinen Fall dabei.

Frisches Wasser ist wichtig

Kaninchen müssen permanent Zugang zu ausreichend frischem Wasser haben. Empfehlenswert ist ein fester und schwerer Wassernapf, zum Beispiel aus Keramik, den ihr aus hygienischen Gründen täglich reinigen solltet.

Ihr habt noch kein Kaninchen, denkt aber darüber nach? Dann überlegt euch das wirklich gut, denn Kaninchen landen extrem oft im Tierheim.