Was wir beim Hype um Gucci nicht vergessen sollten

Es ist völlig egal, ob man Gucci schön findet oder nicht. Krokodilen und Kängurus die Haut abzuziehen ist immer hässlich.

Foto: PETA USA
20.Jun 2016

Schon vor Jahren hat PETA der italienischen Firma erklärt, warum es gar nicht klargeht, Kleidung und Accessoires aus Exotenleder zu verkaufen. Und trotzdem schickt Gucci Anfang immer noch Models in exotischen Tierhäuten über den Laufsteg.

Obwohl Gucci seit 2018 keinen Pelz mehr in seinen Kollektionen verwendet, verarbeiten Chefdesigner Alessandro Michele und sein weiterhin die Häute von Kühen, Sträußen, Schlangen und andere Tieren. Dass die dafür unter miesesten Bedingungen gehalten und getötet werden, scheint Gucci egal zu sein.

Viele Stars halten weiter zur Marke und ignorieren dabei die Berge abgeschlachteter Tiere hinter den Kulissen. Dass man bei Gucci nicht einmal Parfüm kaufen kann, ohne Tierquälerei zu unterstützen (Gucci Fragrances gehört nämlich zu Procter & Gamble, die nicht tierversuchsfrei sind), stört auch die Blogger und Fashionistas nicht, die fleißig Selfies mit Gucci-Produkten hochladen.

Vielleicht müssen Gucci einfach noch mehr Leute sagen, was das Problem ist: www.gucci.com/de/de/st/contact-us

Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht
Mehr Erfahren

Go Vegan!

Tote Tiere an Klamotten – so entdeckt ihr, was Hersteller gerne verstecken

Wer Kleidung aus Pflanzenfasern oder Synthetik kauft, müsste eigentlich sichergehen können, dass sich daran keine Tierbestandteile befinden.

20.Jun 2016

Leider gilt das aber nicht immer. Mit unseren Tipps stellt ihr sicher, dass eure Klamotten frei von toten Tieren sind.

Der kurze Blick aufs Label ist längst selbstverständlich geworden. Pflanzliche oder synthetische Fasern wie Baumwolle, Viskose, Polyester, Elasthan: alles super. Materialien wie Seide, Wolle, Pelz, für die Tiere leiden und sterben: lieber nicht.

Leider reicht der schnelle Check nicht immer, um sicherzugehen, dass ein Kleidungsstück wirklich frei von totem Tier ist. Das Etikett zeichnet nämlich nur aus, aus welchem Stoff die Klamotten zusammengenäht sind. Knöpfe, Patches und Deko fallen nicht darunter. Selbst wenn ein Label also 100 Prozent vegane Materialien ausweist, können Hersteller immer noch billige Tierprodukte am Kleidungsstück verstecken.

Achtet also auf:

Patches

Vor allem Backpatches an Jeans sind oft aus Leder.

Knöpfe

Was wie Horn, Knochen oder Perlmutt aussieht, kann aus Kunststoff oder aus totem Tier sein.

Accessoires

Angenähte Federn, Muschelketten, Perlendeko: Auch was wie billiges Plastik wirkt, ist in Wahrheit oft billiger Abfall aus der Tierindustrie.

Vor allem in diesen Fällen gilt also: hinter dem eingenähten Etikett oder zwischen den Preisschildern nach dem Zusatzlabel suchen, das diese Materialien ausweist.

Diese Labels sind oft ziemlich versteckt und umständlich formuliert. Ein Satz wie „Enthält nicht-textile Bestandteile tierischen Ursprungs, Detail/Details aus Leder, Perlen, Muscheln, Knochen oder Federn“ heißt aber nichts anderes als: Hier steckt totes Tier drin.

Ganz sicher vegane Alternativen gibt es im Einkaufsguide.