„Harry Potter“-Kostümhersteller streicht Kaschmir aus dem Sortiment

Für Kaschmir werden Ziegen die Haare ausgerissen. Deshalb setzt Lochaven of Scotland jetzt auf vegane Alternativen.

17.Jul 2019

Was wären die „Harry Potter“-Verfilmungen ohne die klassisch britischen Schuluniformen mit magischem Touch? In den ersten Filmen stammten die Pullover, Pullunder und Cardigans, die Harry, Hermine, Ron und die anderen Hogwarts-Schüler trugen, von der schottischen Firma Lochaven of Scotland. Und die hat jetzt einen wichtigen Schritt gegen Tierquälerei unternommen: ab sofort gibt es bei ihnen kein Kaschmir mehr im Sortiment.

Um Kaschmirkleidung herzustellen, werden Ziegen die Haare ausgerissen, man schlägt mit Hämmern auf sie ein und schneidet ihnen den Hals durch. Damit ist bei Lochaven jetzt Schluss. Die Firma, die neben den Original-Hogwarts-Uniformen auch die Schals der verschiedenen Häuser und offizielle Quidditch-Pullis verkauft, will in Zukunft außerdem verstärkt auf vegane Materialien statt auf Wolle setzen – denn die ist nie tierfreundlich.

Und so brutal geht es in den Wollbetrieben hinter Firmen wie Forever 21 zu.

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Was ihr beim Adoptieren von Tieren beachten solltet

Ihr wollt gerne einem Tier ein Zuhause schenken? Wir geben Tipps und stellen die wirklich wichtigen Fragen, dir ihr euch vorher ehrlich beantworten solltet.

17.Jul 2019

Habt ihr wirklich die Zeit?

Jedes Tier benötigt unterschiedlich viel Aufmerksamkeit: Pflege, Gassi gehen, Gehege sauber machen, Kuscheleinheiten und und und. Daher solltet ihr euch diese Fragen stellen: Wie oft seid ihr zuhause? Wie oft könntet ihr euch um das Tier kümmern? Greift euch jemand bei der Pflege unter die Arme? Könnt ihr euch auch langfristig um ein Tier zu kümmern?

Seid ihr euch eurer Verantwortung bewusst?

Vergesst bitte niemals: Einmal bei euch Zuhause, ist das Tier komplett auf euch angewiesen. Diese Verantwortung solltet ihr ernst nehmen. Einige Tiere werden 10, 15 oder sogar 80 Jahre alt! Das ist eine ganz schön lange Zeit. Um zu testen, ob ihr euch dieser Verantwortung gewachsen fühlt, könnt ihr euch mit Freunden austauschen und vielleicht auch mal ein Tier für zwei bis vier Wochen in Pflege nehmen. So bekommt ihr einen ganz guten Überblick und könnt abschätzen, ob ihr wirklich die notwendige Zeit und Energie aufwenden könnt und möchtet.

Bitte denkt dabei auch immer daran, dass euch das Tier nicht gehört, es euch nicht unterlegen ist und keinerlei Verpflichtung hat, mit euch zu kuscheln oder zu spielen. Ihr bietet ihm lediglich ein liebevolles Zuhause, auf das es angewiesen ist.

Habt ihr wirklich genügend Platz?

Tiere benötigen unterschiedlich viel Auslauf. Der Bedarf unterscheidet sich aber von Tier zu Tier. Hunde müssen beispielsweise mehrmals am Tag raus und das auch nicht nur für fünf Minuten. Kaninchen sollte man nicht in einem kleinen Käfig halten. Fachliteratur oder Internetforen und Websites geben euch einen guten Einblick in die Pflege und Bedürfnisse der Tiere. Dabei solltet ihr alle Quellen kritisch betrachten – immer noch werden teilweise absolute Mindeststandards kommuniziert oder auch unzutreffende Angaben gemacht.

Habt ihr wirklich das Geld?

Auf den Punkt: Tiere kosten Geld. Und damit sind nicht nur die Anschaffungskosten gemeint, sondern auch Tierarztrechnungen, Futter und Pflege. Wird ein Tier älter, fallen auch meistens mehr Tierarztrechnungen an.

Kann das Tier wirklich (ohne einen Artgenossen) bei euch leben?

Manche Tiere vereinsamen, wenn sie einzeln gehalten werden. Andere eigenen sich auch überhaupt gar nicht dazu, in Wohnungen zu leben. Und dass das Tier traurig ist, ist schließlich das Letzte, was ihr wollt, richtig? Informiert euch vorher also unbedingt, ob das Tier wirklich (alleine) bei euch leben kann. Tipps dazu findet ihr auf unserer Webseite und auf PETA.de.

Woher soll das Tier kommen?

Wir möchten euch darum bitten, immer ins Tierheim zu gehen. Denn egal ob Kaninchen, Meerschweinchen, Hund, Katze oder Vogel: All diese Tiere – und viele andere – warten in Tierheimen oder Pflegestellen auf ein neues Zuhause. Jedes Jahr landen über 300.000 Hunde, Katzen, Kaninchen, Reptilien und andere Tiere in deutschen Tierheimen – und sie müssen immer länger auf eine zweite Chance warten. Manche von ihnen finden gar kein neues Zuhause und bleiben ihr Leben lang im Tierheim. Trotzdem züchten unverantwortliche Menschen ständig neue Tiere und kurbeln das Problem weiter an – für ihren Profit oder den Rassenwahn. Jeder Kauf von einem Züchter nimmt damit einem Tier im Tierheim die Chance auf ein liebevolles Zuhause.