Haustier essen oder vegetarisch werden: Diese Fernsehsendung zwingt Leute zur Entscheidung

Das Prinzip von „Meat The Family“ ist einfach: Eine Familie zieht ein Tier groß und steht dann vor der Wahl: essen oder retten?

16.Okt 2019

Natürlich geht es bei „Meat The Family“, das nächstes Jahr beim britischen Sender Channel 4 laufen soll, um den Schockeffekt. Aber es steckt auch eine tiefere Frage dahinter, wenn die teilnehmenden Familien verschiedene Tiere erst großziehen und dann essen sollen: Können wir ein Tier essen, das wir kennen?

Vier fleischessende Familien leben in den ersten vier Folgen drei Wochen lang mit einem Kalb, einem Schwein, einem Huhn oder einem Lamm zusammen und werden anschließend vor die Wahl gestellt: das Tier ins Schlachthaus schicken und anschließend essen – oder vegetarisch werden und das Tier auf einen Lebenshof entlassen? Das soll ihnen nach der gemeinsamen Zeit bewusst schwerfallen, so der Sender, der „großartige Forschungsergebnisse über tierische Intelligenz und herzerwärmende Momente“ verspricht. Mit „Meat The Family“ will Channel 4 eine größere Diskussion über Speziesismus anstoßen, also über die Frage, warum wir beispielsweise Hunde als Haustiere halten, aber Schweine essen. [1]

Spruch Speziesismus raus aus den Koepfen

Noch mehr Stoff zum Nachdenken gibt es bei Netflix: 7 Filme und Dokus, die jeder Tierfreund sehen sollte.

Ernährung

Warum ihr euch bewusst machen solltet, was ihr esst.
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Go Vegan!

Warum alle über den neuen Werbespot von Katjes reden

Von Katjes gibt es jetzt die vegane Schokolade Chocjes. Im Werbespot wird klargestellt, dass Kühe keine Milchmaschinen sind.

© Katjes
16.Okt 2019

Wir feiern es, wenn große Unternehmen vegane Produkte anbieten. So bekommen sie auch unsere fleischessenden Freunde in die Finger und probieren sie womöglich aus. Und vielleicht schmecken sie dem Einen oder Anderen sogar. 

Auch Katjes hat nun zwei Sorten vegane Schokolade in die Supermärkte gebracht. „Chocjes Original“ und „Chocjes Haselnuss“ überzeugen durch eine gekonnte Mischung aus Bio-Hafermilch und nachhaltigem Kakao. 

Richtig begeistert hat uns der Chocjes-Werbespot. Mal ganz davon abgesehen, dass die Illustrationen von niemand Geringerem als Gerald Scarfe stammen, der schon für das Pink-Floyd-Cover von „The Wall“ verantwortlich war, enthält das Video eine klare Vegan-Message. Man sieht eine ganze Armee mechanisch wirkender Kühe. Sie zeigen keine Gefühlsregung und laufen im Gleichschritt, um sich schließlich literweise Milch aus den Eutern pumpen zu lassen. In Wirklichkeit lässt es Kühe natürlich nicht kalt, wie emotionslose Gegenstände behandelt zu werden. Kühe sind sensible und intelligente Wesen, die ihre eigene Vorstellung vom Leben haben. So stellt auch die Sprecherin im Video klar: „Jedes Leben ist wertvoll. Und Kühe sind keine Milchmaschinen.“  

Die Message ist unmissverständlich und wird viele zum Nachdenken anregen. Auf der Webseite von Katjes heißt es: „Kuhmilch ist ursprünglich nicht für uns Menschen gedacht, sondern als erste Nahrung für junge Kälber. […] Mit Haferdrink geht es vielen Menschen besser. Und den Kühen auch. Ist doch cool!“ – Sehen wir ganz genauso. 

Hey Katjes, vielen Dank für dieses großartige Video! Bestimmt bleibt vielen Zuschauern ihre Milchschokolade quer im Hals stecken. Ach, übrigens, Katjes, wenn ihr jetzt auch noch eure Fruchtgummis veganisiert, seid ihr für uns wahre Helden. ❤️