Ist euer Hund deprimiert?

Klar habt ihr euren Hund lieb und wollt nicht, dass es ihm schlecht geht. Aber tut ihr auch genug dafür?

09.Aug 2018

Stellt euch vor, ihr wohnt mit eurem Lieblingsmenschen zusammen, versteht euch super und freut euch darüber, Zeit miteinander zu verbringen – und dann geht der Mensch morgens aus dem Haus und tätschelt euch abends nur kurz den Kopf, bevor er sich aufs Sofa verzieht. Klingt deprimierend? Ist für viele Hunde aber Realität.

Darum könnte euer Hund depremiert sein

Die meisten Leute wollen nur das Beste für ein Tier, das sie bei sich aufnehmen. Oft gehen die Bedürfnisse des Tieres und das, was ins Leben des Menschen passt, dann aber doch auseinander. Viele Hunde, die den ganzen Tag alleingelassen werden, leiden unter Trennungsangst. Manchmal legt sich die nach einer halben Stunde wieder, manchmal dauert sie aber auch an, bis ihr Mensch wiederkommt.

Die Hunde jaulen oder bellen dann beispielsweise, laufen nervös herum oder liegen deprimiert herum und haben nachweislich einen erhöhten Spiegel des Stresshormons Cortisol im Blut. Wenn euer Hund euch abends überschwänglich begrüßt, liegt das also vielleicht nicht nur daran, dass er euch so gerne mag – sondern auch daran, dass er den Tag über gestresst oder verängstigt war.

Hund liegt hinter einer Tuer

Das könnt ihr für euren Vierbeiner tun

Die beste Lösung wäre natürlich, euren Hund mit in die Schule, an die Uni oder zur Arbeit zu nehmen, aber das geht leider oft nicht. Aber das hier könnt ihr tun:

  • Plant jeden Tag mindestens einen langen Spaziergang ein. Wenn das tagsüber nicht passt, steht eben früher auf und fangt den Morgen so direkt gemeinsam mit eurem Hund an.
  • Lasst eurem Hund interessantes Spielzeug da. Das kann ein Geschicklichkeitsspiel sein oder ein Gummispielzeug, das ihr mit Erdnussbutter füllt und einfriert.
  • Wenn ihr länger als vier Stunden weg seid, sorgt dafür, dass jemand anderes nach eurem Hund sieht. Das können Nachbarn oder Freunde sein, die mittags zum Spazierengehen und Spielen vorbeikommen – gerne natürlich auch mit eigenen Hunden, die sich mit eurem gut verstehen.
  • Verbringt abends noch mal ausführlich Zeit mit eurem Hund. Geht nicht nur bis an die nächste Ecke, sondern macht einen schönen Spaziergang oder trefft euch mit anderen Hunden und Menschen zum Spielen.
  • Ganz wichtig: Wenn ihr noch keinen Hund habt, überlegt euch vorher gut, ob ihr den Bedürfnissen eines Tieres gerecht werden könnt. Und geht nie zum Züchter, sondern immer ins Tierheim.

In diesem Video erklärt Emma Kenney noch mal das Problem an Hundezüchtern.

Emma Kenney erklärt das Problem an Hundezüchtern

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Dieser Zoo soll Esel angemalt haben, damit sie wie Zebras aussehen

Und das ist nicht der erste Fall, in dem Tiere als andere Tiere verkleidet wurden, um Profit zu machen. Eine bizarre Meldung aus Ägypten: Ein Zoo in Kairo soll

09.Aug 2018

Eine bizarre Meldung aus Ägypten: Ein Zoo in Kairo soll einem Esel Streifen aufgemalt und ihn als Zebra ausgestellt haben. Medien wurden skeptisch, weil sich im selben Gehege auch unbemalte Esel befanden und die Streifen des angeblichen Zebras ziemlich verschmiert aussahen.

© WSVN 7 News / Twitter

Es wäre nicht das erste Mal, dass Zoos versuchen, ihre Besucher zu täuschen. Aus Gaza ist ein Fall bekannt, bei dem ebenfalls Esel als Zebras angemalt wurden. Und im chinesischen Luohe entpuppte sich vor einigen Jahren ein angeblicher Löwe als Hund.

Solche Fälle zeigen, dass viele Zoos vor nichts zurückschrecken, um Profit zu machen. Einen Esel mit möglicherweise toxischer Farbe anzumalen, kann nicht nur gesundheitsschädlich für das Tier sein, sondern bedeutet auch Stress. Und die Gehege eines Zoos sind weder für Zebras, noch für Esel oder andere Tiere artgerecht – das wäre nur die Freiheit.

Noch mal zur Erklärung: Darum geht es Tieren im Zoo nicht besser als in der Wildnis.