Warum es eine schlechte Idee ist, einem Hund das Fell zu färben

Und jetzt noch mal für alle: Hunde sind kein Spielzeug.

13.Dez 2021

Eines der überflüssigsten Dinge überhaupt: Menschen, die Hunden die Haare färben. Es reicht anscheinend nicht mehr, den Tieren akkurate Frisuren schneiden zu lassen und ihnen Schleifchen über die Ohren zu binden. Jetzt muss das Fell auch noch rosa, babyblau oder regenbogenfarben sein und der Hund aussehen wie eine Giraffe oder ein Zebra. Es ist jedoch niemals eine gute Idee, einem Hund oder einem anderen Tier das Fell oder auch die Federn zu färben.

Kann ich meinen Hund färben?

Was bei Menschen super sein kann, ist für Hunde keine gute Idee. Denn man weiß nie, wie ein Hund die Farbe verträgt. Klar verkaufen Anbieter ihre Färbemittel gerne als ungiftig und sicher, aber allergische Reaktionen kann es genau wie bei Menschen immer geben. Es kann also zu Juckreiz, Ekzemen und regelrechten Vergiftungen kommen. Wer sich selbst die Haare färbt, kann entscheiden, ob er dieses Risiko eingehen möchte. Hunde können das nicht. Und als verantwortungsvolle und liebevolle Hundehalter:innen sollten wir das akzeptieren und unseren tierischen Mitbewohner so annehmen wie er ist. Da Hunde ihr Fell gerne mit der Zunge pflegen, kann die künstlich aufgetragene Farbe schnell in ihren Magen gelangen und zu Erbrechen und Durchfall führen.

Außerdem bedeuten solche Aktionen für Hunde immer Stress. Selbst wenn ihre Haut die Farbe verträgt, hat es absolut nichts mit ihren Bedürfnissen zu tun, sie zu Schönheitsprozeduren zu zwingen, bei denen sie stillhalten müssen, mit Farbe zugekleistert werden und ungewohnten Gerüchen ausgesetzt sein können. Wer das für eine gute Idee hält, sieht Hunde als Spielzeuge statt als fühlende Lebewesen. Auch kann es passieren, dass eine Fellveränderung das Verhalten des Hundes ändert. So kann das Fell struppiger werden und den Hund irritieren, sodass er sich unwohl fühlt und nicht mal mehr Gassi gehen will. Auch Artgenossen können durch die Fellfarbe irritiert werden, was zu sozialen Problemen in der Kommunikation untereinander führen kann.

Und jetzt noch mal für alle: Hunde sind kein Spielzeug

Hunden ist es komplett egal, wie sie aussehen – sie wollen sich einfach nur wohlfühlen, spannende Ausflüge unternehmen, leckeres Essen bekommen und eben alles machen, was Hunde gern tun. Sie wollen genauso wenig gefärbt wie in angeblich lustige Kostüme gesteckt werden. Einzige Ausnahme für Kleidung bei Hunden: um sie im Winter vor Kälte zu schützen.

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Giftige Lebensmittel: Was dürfen Hunde und Katzen nicht essen?

Manche unserer Lebensmittel dürfen Hunde und Katzen nicht essen. Hier erfahrt ihr, warum Schokolade & Co. giftig sind!

13.Dez 2021

Wer mit einem tierischen Mitbewohner zusammenlebt, kennt das: Man sitzt auf der Couch und gönnt sich etwas Schokolade oder greift genüsslich in die Nusstüte, während ein Paar Augen jeden Handgriff aufmerksam mitverfolgt. Teilen ist in diesem Fall aber nicht in Ordnung, denn diese Lebensmittel dürfen Hunde und Katzen nicht essen. Sollte euer Vierbeiner trotzdem eines der folgenden Dinge gegessen haben, solltet ihr unbedingt eine Tierarztpraxis aufsuchen.

1. Auberginen, Paprika und Tomaten

Diese drei Gemüsesorten gehören zu den Nachtschattengewächsen und deshalb nicht auf den Speiseplan von Hunden oder Katzen. Sie enthalten teilweise Solanin, das Brechdurchfall oder sogar eine Beeinträchtigung der Hirnfunktion hervorrufen kann.

Tomaten, Aubergine und Paprika

2. Avocados

So lecker Guacamole auch ist: Avocados enthalten Persin, das für Menschen zwar in Ordnung ist, bei Tieren aber zu massiven Herzmuskelschäden führen kann.

3. Trauben und Rosinen

Hiervon reichen schon kleine Mengen, um bei Hunden und Katzen Erbrechen, Durchfall und sogar akutes Nierenversagen hervorzurufen. Auch Pressrückstände, sogenannte Trester, die häufig in Weinbergen zu finden sind, sollten die Vierbeiner nicht zu essen bekommen. Apfelstücke oder Möhren sind dagegen absolut okay.

Rosinen

4. Schokolade

Kakao enthält Theobromin, das bei Hunden und Katzen zu Brechdurchfällen, Krampfanfällen und sogar zum Tod führen kann. Für einen zehn Kilo schweren Hund kann schon eine einzige Tafel Schokolade tödlich sein. Aber auch kleinere Stückchen sind gefährlich, weil Theobromin sich im Tierkörper immer weiter einlagert.

5. Brotteig

Wenn ihr gerne Brot backt, passt gut auf, dass eure tierischen Mitbewohner nicht vom Teig naschen – die enthaltene Hefe kann dazu führen, dass sich ihr Magen lebensbedrohlich aufbläht. Auch frisch gebackenes Brot ist kein guter Snack für eure Vierbeiner – wartet lieber, bis es ein paar Tage alt ist.

Brotlaib

6. Macadamianüsse

Schon kleine Mengen Macadamianüsse können bei Hunden zu Zittern und Schwäche in den Beinen führen.

7. Knoblauch und Zwiebeln

Beide enthalten Schwefelverbindungen, die in größeren Mengen sogar für Menschen gefährlich sind. Wenn man bedenkt, wie viel weniger Katzen und Hunde vergleichsweise wiegen, ist klar, dass die kritische Menge für sie viel schneller erreicht ist. Schon kleine Mengen können Schäden wie blutigen Urin, Blutarmut oder Entzündungen im Magen-Darm-Bereich hervorrufen. Erste Symptome einer Vergiftung durch Zwiebelgewächse sind Erbrechen und Durchfall, Appetitlosigkeit und schnelles Atmen bzw. ein schnellerer Herzschlag. Im schlimmsten Fall kann die Vergiftung zum Tod führen.

Zwiebel und Knoblauch

8. Xylitol

Xylitol ist ein Zuckeraustauschstoff, der vor allem in Light-Getränken, Kaugummis, in einigen Erdnussbuttern und anderen zuckerfreien, süßen Lebensmitteln verwendet wird. Er ist äußerst gefährlich, weil schon kleine Mengen bei Hunden und Katzen Unterzucker-Symptome hervorrufen können – im schlimmsten Fall kommt es zu einem akuten Leberversagen und das Tier stirbt.

9. Alkohol

Dass ihr euren tierischen Mitbewohnern keinen Alkohol geben solltet, ist eigentlich klar. Doch ihr solltet alkoholische Getränke auch besonders vorsichtig aufbewahren, damit eure Vierbeiner sich nicht heimlich bedienen können, denn bereits kleine Mengen können zu einer Vergiftung führen. Symptome sind Erbrechen, Anfälle, Abfallen der Körpertemperatur, Atemstillstand, Koma und in schweren Fällen Tod.

Personen stossen mit Glaesern an

Ihr wollt eure tierischen Mitbewohner nicht immer nur drinnen halten? Mit diesen Tipps bleiben sie draußen sicher.