Hund oder Katze einschläfern: So übersteht ihr den Abschied

Das Schlimmste am Zusammenleben mit einem Hund oder einer Katze ist, wenn man Abschied nehmen muss. So kommt ihr da durch.

15.Dez 2021

Wenn ihr mit einem Hund, einer Katze oder einem Kaninchen zusammenlebt, kommt irgendwann der Moment, in dem ihr von eurem tierischen Begleiter Abschied nehmen müsst. Es kann sein, dass dieser friedlich einschläft und auf natürliche Weise von euch geht. Allerdings werden viele Tiere auch in der Tierarztpraxis eingeschläfert, wenn sie zu alt oder krank sind. Hier erfahrt ihr, was beim Einschläfern mit eurem Vierbeiner genau passiert und wie ihr mit der Situation am besten zurechtkommt.

Wann sollte ein Tier eingeschläfert werden?

Hunde, Katzen und andere tierische Mitbewohner werden meist dann eingeschläfert, wenn sie an einer unheilbaren Krankheit leiden, durch die sie beispielsweise dauerhaft starke Schmerzen haben. Auch schwere Verletzungen durch einen Unfall oder Altersschwäche können Gründe sein.

Es ist nie leicht, gesagt zu bekommen, dass ihr darüber nachdenken solltet, euer Tier einschläfern zu lassen. Wahrscheinlich würdet ihr diesen Gedanken am liebsten so weit wie möglich wegschieben, weil ihr euren tierischen Begleiter bei euch behalten wollt. Aber in dieser Situation solltet ihr eure eigenen Interessen zurückstellen und ehrlich überlegen, was das Beste für euer Tier ist und wann der Zeitpunkt zum Abschiednehmen gekommen ist.

Mann haelt Katze im Arm

Schafft einen schönen Abschied

So traurig es auch ist: Wenn ihr einen Termin zum Einschläfern habt, gibt euch das die Möglichkeit, die Zeit davor möglichst schön für euer Tier zu gestalten. Ladet noch mal die Menschen ein, die sich von eurem Hund verabschieden wollen oder gebt eurer Katze noch mal ihr Lieblingsessen – sie haben zu jeder Zeit das Beste verdient.

Wer sollte beim Einschläfern dabei sein?

Auch wenn es für dich vielleicht kaum zu ertragen ist – es ist für deinen tierischen Freund besser, wenn du beim Einschläfern dabei bist, denn so ist er entspannter und hat keine Angst, weil er nicht weiß, was passiert. Noch besser ist es, wenn dein Tierarzt oder deine Tierärztin einen Hausbesuch macht, damit das Einschläfern selbst nicht in der Praxis stattfinden muss. Je nach Tierart wird eurem Tier dann vor dem überdosierten Narkosemittel zur Einschläferung zunächst ein Beruhigungsmittel verabreicht, damit es leicht und schmerzlos ohne zu Leiden in euren Armen einschläft.

Was passiert nach dem Einschläfern?

Wenn euer tierischer Begleiter friedlich eingeschlafen ist, könnt ihr ihn eventuell auch in eurem Garten begraben. Dafür müsst ihr euch an verschiedene Regeln halten – beispielsweise muss es euer eigener Garten sein und das Grab eine Tiefe von mindestens 50 Zentimetern haben. Liegt euer Garten in einem Wasserschutzgebiet, darf euer Tier dort nicht begraben werden. Einige Gemeinden verbieten generell das Begraben von Tieren im Garten. Informiert euch daher ausreichend über die örtlichen Gegebenheiten und Möglichkeiten.

In manchen Städten gibt es aber sogar einen Tierfriedhof, auf dem ihr euren Liebling beerdigen könnt. Auch eine Einäscherung in einem Tierkrematorium ist möglich. Die Asche könnt ihr in einer Urne aufbewahren, an einem besonderen Ort verstreuen oder sogar zu einem Diamanten pressen lassen. Wenn ihr möchtet, kann euer tierischer Mitbewohner nach dem Einschläfern auch in der Tierarztpraxis bleiben. Von dort werden die Tiere dann in Tierkörperbeseitigungsanlagen gebracht.

Grabstein eines Hundes

Nehmt euch Zeit zum Trauern

Nicht jeder versteht, dass man um ein Tier so trauern kann wie um einen Menschen, aber das ist okay. Nehmt euch Zeit für euch und findet heraus, was euch jetzt guttut. Vielleicht hilft es euch, das Hundekissen oder das Katzenspielzeug in gute Hände zu verschenken, vielleicht wollt ihr es lieber erst mal im Schrank aufheben. Vielleicht umgebt ihr euch jetzt lieber erst mal mit Freund:innen, die euch mit anderen Themen ablenken, oder vielleicht trefft ihr euch sogar gerne zum Spaziergang mit Freund:innen, die gerade einen neuen Hund bei sich aufgenommen haben. Vielleicht ist euch in einem Monat danach, mal wieder im Tierheim vorbeizuschauen, aber vielleicht möchtet ihr auch nie wieder einen tierischen Mitbewohner bei euch aufnehmen. Niemand kann euch vorschreiben, wie ihr zu trauern habt. Hört in euch hinein und gebt euch die Zeit, die ihr braucht.

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Warum es eine schlechte Idee ist, einem Hund das Fell zu färben

Und jetzt noch mal für alle: Hunde sind kein Spielzeug.

15.Dez 2021

Eines der überflüssigsten Dinge überhaupt: Menschen, die Hunden die Haare färben. Es reicht anscheinend nicht mehr, den Tieren akkurate Frisuren schneiden zu lassen und ihnen Schleifchen über die Ohren zu binden. Jetzt muss das Fell auch noch rosa, babyblau oder regenbogenfarben sein und der Hund aussehen wie eine Giraffe oder ein Zebra. Es ist jedoch niemals eine gute Idee, einem Hund oder einem anderen Tier das Fell oder auch die Federn zu färben.

Kann ich meinen Hund färben?

Was bei Menschen super sein kann, ist für Hunde keine gute Idee. Denn man weiß nie, wie ein Hund die Farbe verträgt. Klar verkaufen Anbieter ihre Färbemittel gerne als ungiftig und sicher, aber allergische Reaktionen kann es genau wie bei Menschen immer geben. Es kann also zu Juckreiz, Ekzemen und regelrechten Vergiftungen kommen. Wer sich selbst die Haare färbt, kann entscheiden, ob er dieses Risiko eingehen möchte. Hunde können das nicht. Und als verantwortungsvolle und liebevolle Hundehalter:innen sollten wir das akzeptieren und unseren tierischen Mitbewohner so annehmen wie er ist. Da Hunde ihr Fell gerne mit der Zunge pflegen, kann die künstlich aufgetragene Farbe schnell in ihren Magen gelangen und zu Erbrechen und Durchfall führen.

Außerdem bedeuten solche Aktionen für Hunde immer Stress. Selbst wenn ihre Haut die Farbe verträgt, hat es absolut nichts mit ihren Bedürfnissen zu tun, sie zu Schönheitsprozeduren zu zwingen, bei denen sie stillhalten müssen, mit Farbe zugekleistert werden und ungewohnten Gerüchen ausgesetzt sein können. Wer das für eine gute Idee hält, sieht Hunde als Spielzeuge statt als fühlende Lebewesen. Auch kann es passieren, dass eine Fellveränderung das Verhalten des Hundes ändert. So kann das Fell struppiger werden und den Hund irritieren, sodass er sich unwohl fühlt und nicht mal mehr Gassi gehen will. Auch Artgenossen können durch die Fellfarbe irritiert werden, was zu sozialen Problemen in der Kommunikation untereinander führen kann.

Und jetzt noch mal für alle: Hunde sind kein Spielzeug

Hunden ist es komplett egal, wie sie aussehen – sie wollen sich einfach nur wohlfühlen, spannende Ausflüge unternehmen, leckeres Essen bekommen und eben alles machen, was Hunde gern tun. Sie wollen genauso wenig gefärbt wie in angeblich lustige Kostüme gesteckt werden. Einzige Ausnahme für Kleidung bei Hunden: um sie im Winter vor Kälte zu schützen.