Ist es okay, Hunde aus dem Ausland mitzubringen?

Wer im Urlaub ein hilfsbedürftiges Tier sieht, möchte oft eingreifen. Diese Punkte solltet ihr aber bedenken, bevor ihr einen Hund mit nach Deutschland nehmt.

30.Jan 2019

Es ist nicht einfach so erlaubt

Und das aus gutem Grund: Die Einfuhrregelungen für Tiere sind ziemlich streng, weil viele Erkrankungen bei uns nicht mehr vorkommen und nicht eingeschleppt werden sollen. Es trotzdem illegal zu machen, bringt nicht nur euch in Gefahr, sondern auch den Hund: Immer wieder werden Tiere beispielsweise aus Angst vor Tollwut eingeschläfert, nachdem sie nach Deutschland oder in die Schweiz mitgebracht wurden.

Informiert euch also über die aktuellen Bestimmungen und arbeitet mit einem zugelassenen Tierarzt zusammen, wenn ihr euch sicher seid, dass ihr ein Tier mit nach Deutschland bringen wollt. Der Hund braucht dann einen EU-Heimtierausweis und eine gültige Tollwutimpfung, muss mit einem Microchip gekennzeichnet und darf nicht unter 15 Wochen alt sein. Außerdem dürfen bestimmte Rassen wie Pitbull-Terrier oder American Staffordshire Terrier gar nicht nach Deutschland eingeführt werden.

Hund liegt am Gitterzaun

Es löst nicht das Problem vor Ort

Hinter einzelnen heimatlosen Tieren steckt in vielen Ländern ein viel grundsätzlicheres Problem: Die Tiere vermehren sich unkontrolliert, und Tierschutzorganisationen und -programmen fehlen die Mittel, um ihnen zu helfen. Deshalb kann es sinnvoller sein, ein aufgefundenes Tier vor Ort in einem Tierheim abzugeben, die Impfung und Versorgung zu bezahlen oder auch Kastrationsprojekte vor Ort zu unterstützen.Wer einen Hund mit nach Deutschland nimmt, hilft vielleicht diesem einen Tier, aber dafür geht es unzählig vielen weiter schlecht.

Es löst nicht die Probleme hier

Wenn man sich sicher ist, dass man bereit ist, ein Tier bei sich aufzunehmen, muss man dafür keins aus einem anderen Land holen. Die Tierheime in Deutschland sind übervoll mit Hunden, Katzen und anderen Tieren, die auf ein neues Zuhause warten. Statt überstürzt einen Hund aus dem Urlaub mitzubringen, kann man in einem lokalen Tierheim hier in Ruhe einen Hund kennenlernen und ihm ohne lange Transportwege oder Quarantäne ein tolles Leben ermöglichen.

Und das könnt ihr tun, wenn ihr in Deutschland einen ausgesetzten Hund findet.

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Helft uns, die Pinguine aus dem Schwimmbad Spreewelten zu befreien!

Das Wellnessbad Spreewelten in Lübbenau hält rund 20 Pinguine hinter Glas gefangen. Die Tiere fühlen sich dabei alles andere als wohl.

30.Jan 2019

Die Spreewelten im brandenburgischen Lübbenau könnten eigentlich ein normales Wellnessbad sein, mit Rutschen, Sauna und verschiedenen Becken. Was allerdings nicht ins Bild passt: die Pinguine, die man beim Schwimmen durch eine Glasscheibe sieht.

Die Betreiber der Spreewelten preisen das „Schwimmen mit Pinguinen“ als besondere Attraktion an. Was sie verschweigen: dass es den rund 20 Humboldt-Pinguinen in Gefangenschaft alles andere als gut geht. In freier Natur jagen die Tiere in Gruppen und sind hervorragende Schwimmer, die bis zu 20 Meter tief tauchen. In den Spreewelten dürfen sie das alles nicht und sind stattdessen jeder Menge Stress ausgesetzt, weil sie in einer unnatürlichen Umgebung und in nächster Nähe zu Menschen leben müssen.

Dabei schweben sie trotz Abschottung von der Natur in Lebensgefahr. Erst im letzten Jahr sind vier der Tiere von einem Fuchs getötet worden. Aber statt auf den Appell von PETA zu hören und die Pinguinhaltung einzustellen, machen die Spreewelten weiter. Sie züchten sogar immer weiter und geben regelmäßig Pinguine an weltweite Zoos und Vergnügungsparks ab. Dass die Zustände dort und auch schon während der teilweise sehr langen Transporte alles andere als tierfreundlich sind, kann man sich vorstellen.

Helft uns deshalb jetzt, das Leiden der Pinguine in den Spreewelten zu beenden. Unterschreibt unsere Petition, damit das Schwimmbad mit der Pinguinhaltung aufhört und die Tiere in eine naturähnliche Auffangstation überführt werden.

Mulesing: Tierquälerei für Wolle