Sollte man Igel füttern?

Ihr habt Igel im Garten und überlegt, sie zu füttern? Diese Punkte solltet ihr beachten.

27.Nov 2018

Nicht jeder Igel braucht eure Hilfe

Ein Igel, der in eurem Garten herumstreunt, braucht nicht automatisch Hilfe. Im Gegenteil: Oft stellen Menschen gutgemeinte Schälchen mit Futter heraus und schaden den Igeln damit eher. Denn die gehen normalerweise in den Winterschlaf, wenn das Futter knapp wird, weshalb gefütterte Igel den richtigen Zeitpunkt verpassen können. Außerdem müssen junge Igel das Futtersuchen selbst erlernen, damit sie auf Dauer überleben können. Und nicht zuletzt ist nicht jedes Futter geeignet; manche sind sogar gefährlich für die Tiere. Deshalb solltet ihr nicht grundsätzlich füttern, sobald ihr einen Igel seht.

Hilfsbedürftige Igel erkennt man bei genauem Hinsehen

Igel beginnen gegen Anfang November, je nach Witterung aber auch schon Anfang Oktober, mit dem Winterschlaf. Alttiere sollten dann ungefähr 1.000 Gramm wiegen, Jungtiere 500 bis 700 Gramm. Ob ein Tier das passende Gewicht hat, um durchzukommen, erkennt man nicht ohne Weiteres, deshalb achtet auf Anzeichen wie eine Einbuchtung hinter dem Kopf, eine birnenförmige Statur, eingefallene Augen und darauf, ob der Igel tagsüber nach Futter sucht. Treffen diese Punkte zu, braucht der Igel Zufütterung – im Herbst im Garten, im Winter in menschlicher Obhut. Kontaktiert dazu unbedingt die Igelhilfe unter der Hotline von Pro-Igel.de.

Igel

Igel essen anders als Menschen

Obst und Gemüse wie Äpfel oder Nüsse können Igel nicht verdauen, deshalb solltet ihr sie damit nicht füttern. Außerdem sind sie laktoseintolerant, deshalb ist auch Milch keine gute Idee. Und obwohl Igel Insektenfresser sind, gebt ihnen auf keinen Fall Schnecken oder Regenwürmer, da diese Tiere häufig Innenparasiten übertragen. Deshalb ist es so wichtig, euch bei Pro-Igel.de zu informieren, welche Ernährung und Pflege die richtige für den Igel ist, den ihr aufgenommen habt.

Ihr könnt Igeln auch anders helfen

Füttern solltet ihr zwar nur in den oben genannten Ausnahmefällen, aber gegen einen igelfreundlichen Garten ist nie etwas einzuwenden. Lasst zum Beispiel einen großen Laubhaufen liegen oder stellt ein Igelhaus an einer geschützten Stelle auf. Insgesamt freuen sich Igel, wenn ihr einfach nichts tut und der Garten so naturbelassen wie möglich bleibt, damit sie reichlich Unterschlupf finden.

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Hat euer Weihnachtsmarkt eine lebende Krippe?

Echte Schafe, Esel und andere Tiere, die auf dem Weihnachtsmarkt die Krippe darstellen sollen: Das könnt ihr gegen diese Tierquälerei in eurer Stadt tun.

27.Nov 2018

Auf vielen Weihnachtsmärkten gibt es sogenannte lebende Krippen. Schafe, Esel und teilweise auch Lamas, Kamele, Kühe oder Ziegen müssen dort oft über mehrere Wochen in kleinen Verschlägen ausharren und sind dabei täglich völlig schutzlos der stressigen Atmosphäre des Marktes ausgesetzt.

Dabei schreibt das Tierschutzgesetz bestimmte Bedingungen vor, um Tiere so ausstellen zu dürfen. So darf so eine Veranstaltung nur in Ausnahmefällen mehr als einen Tag dauern bzw. nur dann als längerfristige Haltungsform gelten, wenn die Tiere genug Platz bekommen und ihren Bedürfnissen entsprechend gepflegt und ernährt werden. Dass viele Weihnachtsmärkte sich nicht an diese Regeln halten, ist deutlich.

Sollten in eurer Stadt lebende Tiere auf dem Weihnachtsmarkt ausgestellt sein, schreibt bitte an den Bürgermeister und den Veranstalter sowie das Ordnungsamt und das Veterinäramt und fordert sie auf, künftig keine Tiere zuzulassen. Dieser Protest auf lokaler Ebene ist sehr wichtig.

Ihr wollt noch mehr tun und euch gemeinsam mit anderen Leuten für die Tiere einsetzen? Dann kommt ins Streetteam!