In Berlin hat jemand einen Dackel erhängt

Der Hund wurde direkt vor einem Edeka gestohlen. Am nächsten Morgen fand man ihn stranguliert an einem Baum.

22.Aug 2018

Am Samstagabend haben Unbekannte einen zehnjährigen Dackel vor dem Edeka am Britzer Damm in Berlin gestohlen. Am nächsten Morgen fand ein Spaziergänger das strangulierte Tier an einem Baum in der Nähe der Rungiusbrücke. Der Hund war dort an seiner Leine aufgehängt worden. Für Hinweise, die den Täter überführen, haben Tierfreunde eine Belohnung von 2.000 Euro ausgesetzt. PETA hat die Belohnung um weitere 1.000 Euro aufgestockt. Zeugen können sich direkt bei der Polizei oder auch anonym bei PETA melden.

Tierquälerei ist eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Außerdem ist belegt, dass Menschen, die sich an Menschen vergreifen, oft vorher mit Tieren „geübt“ haben. Umso wichtiger, sie so schnell wie möglich zu stoppen.

Euch geht nahe, was dem Hund angetan wurde, aber für Schweine könnt ihr noch nicht dieselbe Empathie aufbringen? Nicht eure Schuld, sondern die des Karnismus.

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Warum „Dieses Produkt wurde nicht an Tieren getestet“ nicht viel heißt

Nicht alle Kosmetikprodukte, die tierversuchsfrei tun, sind es auch wirklich. So erkennt ihr, was hinter den vagen Aussagen steckt.

© PETA USA
22.Aug 2018

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass alles klar ist. Seit März 2013 gilt in der EU ein generelles Verkaufsverbot für Kosmetikprodukte, für deren Inhaltsstoffe nach diesem Datum Tierversuche durchgeführt wurden. Und wenn dann noch „nicht an Tieren getestet“ auf dem Duschgel, dem Lidschatten oder dem Deo steht, sollte doch wirklich alles safe sein. Ist es aber leider nicht.

Denn erstens kann das Produkt von einer Firma hergestellt sein, die beispielsweise auch Produkte nach China exportiert, wo Tierversuche vorgeschrieben sind – solche Firmen sind also nicht tierversuchsfrei. Und zweitens werden Inhaltsstoffe, die nicht ausschließlich für Kosmetika verwendet werden, unter dem Deckmantel der europäischen Chemikalienverordnung REACH immer noch an Tieren getestet. Deshalb kann es zwar stimmen, dass die fertige Bodylotion nicht an Tieren getestet wurde, aber einzelne Inhaltsstoffe davon, oder dass die Firma trotzdem noch an Tieren getestete Produkte nach China verkauft – und es heißt sowieso nicht automatisch, dass die Produkte auch vegan sind.

Deshalb sind unabhängige Logos und klare Kriterien so wichtig. Auf der Kosmtikliste von PETA findet ihr beispielsweise nur Firmen, die auch für Inhaltsstoffe keine Tierversuche durchführen und nicht in Länder exportieren, in denen Tierversuche vorgeschrieben sind.

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