„Isle Of Dogs“ zeigt, wie man mit Tieren im Film umgehen sollte

Wes Anderson macht richtig, was Filme wie „A Dog’s Purpose“ und „Crazy Alien“ komplett falsch gemacht haben.

© Twentieth Century Fox
27.Mrz 2018

Die Geschichte ist schon ziemlich ergreifend: In einer 20 Jahre entfernten Zukunft leben alle Hunde auf einer Müllinsel, zu der sich der junge Atari aufmacht, um seinen Hund Spots wiederzufinden. Dabei muss nicht nur Atari gegen viele Widerstände ankämpfen, sondern auch die Hunde auf der Insel müssen beweisen, dass sie es nicht verdient haben, auf eine einsame Insel verbannt zu werden. Klingt schon ziemlich tierfreundlich, aber Regisseur Wes Anderson macht mit „Isle Of Dogs – Ataris Reise“ außerdem noch richtig, was viele vermeintlich tierliebe Filme falsch machen: Er setzt keine echten Tiere ein.

Zuletzt haben Filme wie „A Dog’s Purpose“ und „Crazy Alien“ damit Schlagzeilen gemacht, dass die tierischen Hauptdarsteller gequält wurden, indem die Filmemacher sie einsperrten oder gewaltsam zwangen, ins Wasser zu springen. Auch andere Produktionen fallen immer wieder dadurch auf, dass Tiere unter schlimmen Bedingungen gehalten und zu bestimmten Verhaltensweisen vor der Kamera gezwungen werden.

Für „Isle Of Dogs“ setzt Wes Anderson stattdessen per Stop-Motion-Animation kreierte Hunde ein, die in der englischsprachigen Version von Stars wie Tilda Swinton gesprochen werden. Die hat schon mit „Okja“ gezeigt, dass ihr Tiere am Herzen liegen – und dass man keine echten Tiere braucht, um eine Geschichte über Tierrechte zu erzählen.

Eher Lust auf Heimkino? Hier sind unsere Netflix-Tipps.

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Die neuseeländische Regierung will Millionen Kaninchen per Virus töten

Nicht nur ein grausamer Plan, sondern auch ein ziemlich idiotischer.

27.Mrz 2018

In Neuseeland leben relativ wenige Menschen und relativ viele Kaninchen – und weil Letztere laut einer Statistik jedes Jahr Schäden in Höhe von rund 60 Millionen Euro in der Landwirtschaft anrichten, sollen sie jetzt getötet werden, wie der Spiegel berichtet. Der Plan der Regierung: Ein Virus namens RHDV1 K5 in Futter mischen und als Köder auslegen. Das Virus sorgt dafür, dass die Tiere an der Hämorrhagischen Kaninchenkrankheit (RHDV) erkranken, die mit inneren Blutungen einhergeht, und daran qualvoll sterben.

Das ist nicht nur brutal, sondern auch eine ziemlich idiotische Idee. Denn das Virus befällt nicht nur frei lebende Kaninchen, sondern kann leicht auf Tiere in Ställen oder Häusern übertragen werden. Deshalb empfehlen Tierärzte auch jetzt schon, als Haustiere gehaltene Kaninchen per Impfung zu schützen. Ein ganz schön wirrer Plan, um eines Problems Herr zu werden, an dem die Menschen selbst schuld sind: Dass es überhaupt so viele Kaninchen in Neuseeland gibt, liegt daran, dass Siedler sie einst mit ins Land brachten, um sie dann jagen zu können. Seitdem ist die Regierung schon einmal mit einer Virus-Aktion gescheitert, gegen den die überlebenden Tiere nach einiger Zeit immun wurden. Wird höchste Zeit, solche sinnlosen Aktionen zu beenden.

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