Kanada wirft Milch aus der Ernährungspyramide

Die kanadische Regierung entwickelt neue Ernährungsrichtlinien. Ganz oben stehen Obst, Gemüse und pflanzliches Protein.

26.Feb 2018

Update: In der finalen Version der kanadischen Ernährungsrichtlinien für 2019 tauchen Milch und Milchprodukte wieder auf, spielen allerdings nur noch eine untergeordnete Rolle. [1]

Noch befinden sich die neuen Ernährungsrichtlinien der kanadischen Regierung im Entwurfsstadium, aber es sieht gut aus. [2] Schon bald sollen dann Empfehlungen veröffentlicht werden, die ganz schön vegan klingen: Viel Gemüse, Obst, Vollkorn und pflanzliches Protein als Grundlage. Regelmäßig Wasser trinken. Ungesättigte statt gesättigten Fettsäuren zu sich nehmen. Möglichst unverarbeitete Lebensmittel essen, am besten selbstgekocht und zusammen mit Freunden oder der Familie.

Damit geht Kanada mit ziemlich gutem Beispiel voran. Das alte Modell der Ernährungspyramide haben viele Länder schon zugunsten solcher Tipps aufgegeben, aber immer noch kommen darin viel zu viele Tierprodukte vor – und das obwohl Fleisch, Milch und Eier alles andere als gesund sind. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt beispielsweise immer noch, täglich Milchprodukte zu essen, obwohl längst bekannt ist, dass Milch dem Körper eher Kalzium entzieht als ihn damit zu versorgen. [3] Wird also auch hierzulande mal Zeit für einen neuen Entwurf.

Wir machen schon mal den Anfang: Hier sind die 11 besten veganen Kalziumquellen.

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Forscher haben ein Mischwesen aus Schaf und Mensch gezüchtet

Mit diesem Tierversuch arbeiten sie darauf hin, Tiere zu Organspendern für Menschen zu machen.

26.Feb 2018

Schon lange hat sich in manchen Laboren die fixe Idee festgesetzt, Tiere als Organspender für Menschen zu züchten. Dafür wird die DNA von Tierembryonen so manipuliert, dass sich ihre Organe auf Menschen übertragen lassen. Laut Medienberichten haben Forscher so nun einen Schaf-Mensch-Hybriden geschaffen, ein Mischwesen aus beiden also.

Allerdings gibt es dabei eine ganze Reihe von Haken: Die so geschaffenen Schafembryos sind nur zu 0,01 Prozent menschlich, also noch weit davon entfernt, brauchbare Organe für Menschen zu liefern. Außerdem werden sie allein für diese Tierversuche gezüchtet – und nach 28 Tagen wieder getötet. Und solche Experimente sorgen dafür, dass andere Ideen für mehr verfügbare Organe in den Hintergrund rücken. Denn längst wird parallel an Organen aus dem 3D-Drucker und an künstlichen, mechanischen Organen geforscht, für die keine Tiere gezüchtet werden. Die naheliegendste Lösung für Menschen, die auf Organe warten, bleibt aber: Mehr Menschen müssen vom Organspenden überzeugt werden. Solange es medienwirksame Tierversuche gibt, gerät das leicht in Vergessenheit.

Ihr wollt selbst Wissenschaftler werden? So kommt ihr ohne Tierversuche durchs Studium.