So ernährt ihr eure Kaninchen richtig

Kaninchen gesund zu ernähren ist nicht schwer – solange ihr ein paar wichtige Punkte beachtet.

03.Jun 2020

Kaninchen müssen ständig essen

Kaninchen haben von Natur aus ein sehr empfindliches Verdauungssystem. Es ist auf rohfaserreiche Gräser und andere Pflanzenteile spezialisiert, die die Tiere ständig zu sich nehmen müssen – so wird der notwendige permanente Zahnabrieb unterstützt und Verdauungsstörungen vorgebeugt. Wenn euer Kaninchen über mehrere Stunden keine Nahrung zu sich nimmt, solltet ihr es sofort zum Tierarzt bringen.

Blättriges Grün

Hauptbestandteil der Nahrung sollte immer frisches, vielfältiges Grünfutter sein. Pflanzen, Zweige und Blätter gibt es von Frühjahr bis Herbst frisch in der Natur, manchmal findet ihr auch im Winter noch Wildpflanzen. Wer keine Möglichkeit hat, Grünfutter für seine Kaninchen in der Natur zu pflücken, der weicht man am besten auf Blattgemüse wie Bittersalate, Kohl, Spinat und auf Gemüsegrün von Karotten, Kohlrabi und Stangensellerie sowie Küchenkräuter aus. Ergänzend zum Grünfutter ist es wichtig, durchgängig ein hochwertiges Heu anzubieten.[1] Auch frisches Gemüse, Blattsalate und gelegentlich etwas Obst passen auf den Kaninchen-Speiseplan – informiert euch bitte mithilfe von Büchern oder auf seriösen Websites darüber, welche Sorten Gemüse und Obst geeignet sind.

Außerdem ist es wichtig, welke Reste sofort zu entfernen, damit eure Kaninchen nicht die sogenannte Trommelsucht bekommen, eine Aufgasung des Darms. Nicht zur Ernährung empfohlen ist handelsübliches Trockenfutter, denn es enthält sehr viele Kohlenhydrate, die zu einer Verfettung der Tiere führen können. Außerdem beinhalten die Futtermischungen oft künstliche Aromen, die den Geschmackssinn der Kaninchen beeinflussen. Trockenfutter schädigt den gesamten Organismus der Kaninchen, was in der Folge oft zu Erkrankungen wie Durchfall und Blähungen führt.

Der wichtige permanente Zahnabrieb wird durch gekaufte Futtermischungen zudem nicht sichergestellt. Bei Kaninchen, die bisher Futtermischungen aus Tierhandlungen erhalten haben, muss eine Futterumstellung aufgrund des sensiblen Magen-Darm-Trakts der Tiere langsam erfolgen.

Kaninchen frisst

Manche Lebensmittel sind giftig für Kaninchen

Stark kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Brot, Nudeln oder Getreide solltet ihr euren Kaninchen nicht geben, weil sie davon Verdauungsstörungen bekommen können. Auch einige Kohlarten sind ungeeignet, weil sie zu Aufblähungen führen können. Avocados sollten gemieden werden, weil sie vor allem im unreifen Stadium giftig sein können, und auch Rhabarber wird wegen der enthaltenen Oxalsäure als schwach giftig eingestuft – informiert euch also, welche Lebensmittel für Kaninchen okay sind.

Kaninchen müssen ihren Kot essen

Das mag für uns merkwürdig klingen, aber für Kaninchen ist es wichtig, den sogenannten Blinddarmkot zu essen, den sie direkt vom After aufnehmen. Nur so können sie bestimmte Vitamine synthetisieren. Stört sie also auf keinen Fall dabei.

Frisches Wasser ist wichtig

Kaninchen müssen permanent Zugang zu ausreichend frischem Wasser haben. Empfehlenswert ist ein fester und schwerer Wassernapf, zum Beispiel aus Keramik, den ihr aus hygienischen Gründen täglich reinigen solltet.

Ihr habt noch kein Kaninchen, denkt aber darüber nach? Dann überlegt euch das wirklich gut, denn Kaninchen landen extrem oft im Tierheim.

Ernährung

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Was hat Angeln mit Naturschutz zu tun?

Angler behaupten gerne mal, Naturschützer zu sein. Was ist da dran?

03.Jun 2020

Es gibt viele gute Möglichkeiten, die Natur zu schützen: regionales Bio-Obst essen, Flugreisen sein lassen, mit Fridays for Future auf die Straße gehen und für politischen Wandel demonstrieren. Was der Natur nicht hilft: Angeln.

Angler behaupten zwar gerne mal, dass sie Naturschützer sein, weil sie angeblich ähnlich wie Förster die Umwelt im Blick behalten und außerdem dafür sorgen, dass heimische Arten nicht von anderen Tieren bedroht werden. In Wahrheit sind sie leider nur ganz klassische Jäger: Sie fangen und töten Tiere und schaden der Natur dabei oft auch noch.

Logisch: Fische sind Teil der Natur, und wer Fische tötet, schadet der Natur automatisch. Schlimmer noch: Oft setzen Angler neue Fische in Gewässer, um sie anschließend wieder herauszuangeln und stören damit das natürliche Gleichgewicht extrem – wer Gewässer schützen will, kann das besser komplett ohne zu angeln. Dazu kommt zurückgelassener Angelmüll wie Haken, an denen sich zum Beispiel Vögel schwer verletzen können.

Wenn Angler sich als Naturschützer bezeichnen, dann ist das also eine ziemlich durchsichtige Schutzbehauptung, die sich leicht widerlegen lässt. Lasst euch also keinen Quatsch einreden und setzt lieber auf echten Umweltschutz.

Hier findet ihr 5 Dinge, die jeder gegen den Klimawandel tun kann.