Kaschmir: So werden Ziegen für Kaschmirwolle gequält

Damit wir Pullis aus Kaschmir tragen können, erfrieren Ziegen im Winter. Hier lesen, warum Kaschmir Tierquälerei ist!

07.Okt 2021

China und die Mongolei produzieren zusammen 90 Prozent der weltweit vermarkteten Kaschmirwolle. Eine Enthüllung von PETA Asien zeigt, wie grausam Ziegen für Kaschmirprodukte wie Pullover, Jacken und Decken gequält werden. Wolle ist immer Tierquälerei – egal, von welchem Tier sie stammt. Tiere sind schlichtweg nicht dazu da, für unsere Kleidung missbraucht zu werden.

Wie wird Kaschmir produziert?

Bei der Kaschmirproduktion reißen Arbeiter:innen gefesselten Kaschmirziegen die Haare von Hand aus oder schneiden sie mit Messern ab. Die Tiere schreien dabei vor Angst und Schmerzen. Wie Augenzeug:innen berichten, werden die Tiere zu Boden gedrückt, und Arbeiter:innen stellen sich auf sie – oft verbiegen sie dabei die Beine der Ziegen unnatürlich und schmerzhaft.

Dann schneiden oder reißen sie den panischen Tieren die Haare mit scharfen Messern oder spitzen Metallkämmen vom Körper. Weil das meist unter Zeitdruck geschieht, fügen sie den Tieren regelmäßig schmerzhafte Schnittwunden und andere Verletzungen zu. Die Wunden werden nicht behandelt; bestenfalls wird Wein darüber gegossen.

Ziege wird brutal gekaemmt fuer Kaschmirwolle

Kaschmirziegen erfrieren im Winter nach der Schur

China und die Mongolei züchten Millionen von Kaschmirziegen, denn sie wollen das warme Haarkleid, das die Tiere vor eisigen Temperaturen schützt, zu Kleidung für den Menschen verarbeiten. Um die weltweite Marktnachfrage, darunter auch Deutschland, zu stillen, raubt die Industrie den Ziegen innerhalb eines Tages das komplette schützende Fell.

Bei unerwarteten Kälteeinbrüchen nach der Schur sterben viele Ziegen an Unterkühlung, denn ihre wärmende Wolle tragen nun Menschen, die diese eigentlich nicht brauchen. Da Modetrends in jeder Saison wechseln, landen die Kleidungsstücke meist schnell im Müll.

Für unsere Eitelkeit sterben Millionen Ziegen in der Wollindustrie einen unnötigen und grausamen Tod.

Qualvoller Tod im Schlachthaus

Sobald die Tiere nicht mehr als profitabel gelten, werden sie gewaltsam getötet. In China konnten Augenzeug:innen Mitarbeitende eines Schlachthauses dabei beobachten, wie sie Ziegen mit brutalen Hammerschlägen auf den Kopf betäubten.

In der Mongolei zerrten Arbeiter:innen die Tiere an einem Bein in den Schlachthof und schnitten ihnen vor den Augen ihrer Artgenossen die Kehle durch. Danach ließen sie die Ziegen auf dem verdreckten Fußboden ausbluten. Das Fleisch der gequälten Tiere wird anschließend billig weiterverkauft.

Zerstört Kaschmirwolle die Umwelt?

Die Gier des Menschen nach Kaschmir verursacht nicht nur blutige Tierquälerei, sondern zerstört auch die Umwelt. Ziegen nehmen am Tag etwa zehn Prozent ihres Körpergewichts zu sich und reißen dabei Gräser und Kräuter zusammen mit den Wurzeln aus. Die Haltung von Kaschmirziegen hat verheerende Auswirkungen auf die Bodenbeschaffenheit: Bereits heute sind 90 Prozent der Mongolei von Wüstenbildung bedroht. [1]

Als Folge ziehen immer stärkere Sandstürme auf, die über das Land fegen und es unbewohnbar machen. Wildtiere, die Kaschmirziegen erjagen oder mit ihnen um das schwindende Grün konkurrieren, werden erschossen oder anderweitig getötet, darunter auch bedrohte Arten wie der Schneeleopard.

Demonstranten gegen Wolle

Unterstützt die Tierquälerei für Kaschmirwolle nicht!

Solange wir hierzulande Kaschmir kaufen, werden in Ländern wie China und der Mongolei weiter Ziegen gequält und getötet. Wer das nicht unterstützen will, sollte bei Pullovern, Schals, Mützen, Decken, Sofabezügen und anderen Produkten auf synthetische oder pflanzliche Stoffe setzen.

Unterschreibt jetzt unsere Petition und fordert die Modemarke Reserved auf, Kaschmir aus dem Sortiment zu nehmen!

Fordert Reserved dazu auf, Kaschmir aus dem Sortiment zu verbannen!

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Tierisches Eiweiß – darum können pflanzliche Proteine mehr

Tierische Eiweißlieferanten in Fleisch-, Fisch- & Milchprodukten können der Gesundheit schaden. Lest hier, warum vegane Proteine besser sind!

© nahopelon
07.Okt 2021

Proteine haben viele wichtige Funktionen im menschlichen Körper. Neben Kohlenhydraten und Fetten sind Proteine – oder auch Eiweiße genannt – einer der drei Makronährstoffe einer gesunden Ernährung. Sie sind wichtig für unsere Körperzellen, zum Beispiel in Muskeln und Organen, für unser Immunsystem und unseren Hormonhaushalt. Immer wieder wird fälschlicherweise behauptet, dass der Proteinbedarf pflanzlich nicht gedeckt werden könne. Dabei ist es sogar so, dass tierische Eiweißquellen der Gesundheit schaden können.

Was sind Proteine eigentlich?

Proteine sind wichtig für den Aufbau von Körpergewebe, also beispielsweise Muskeln und Knochen. Sie sind aber auch wichtig für viele Stoffwechselprozesse und transportieren lebenswichtige Stoffe im Körper. Proteine bestehen aus einzelnen Aminosäuren, die in unzähligen verschiedenen Kombinationen zu Proteinen verkettet werden. Acht dieser Aminosäuren kann unser Körper nicht selbst herstellen, daher müssen wir sie mit der Nahrung aufnehmen. Man nennt sie essentiell. Allein im menschlichen Körper wurden bisher rund 20.000 Proteine entdeckt. Proteine haben im Körper viele verschiedene Aufgaben:

  • Fett- und Sauerstofftransport (Das Hämoglobin in den roten Blutkörperchen ist z. B. ein Protein)
  • Muskelfunktion
  • Hormonhaushalt (Hormone sind Proteine)
  • Immunabwehr (Antikörper sind Proteine)
  • Zellbildung
  • Herstellung von Bindegewebe und Knorpeln

Brauchen wir tierisches Eiweiß?

Das mit der Nahrung aufgenommene Protein wird bei der Verdauung in die einzelnen Aminosäuren zerlegt. Aus diesen Aminosäuren werden dann körpereigene Proteine gebildet. Wir müssen also alle essentiellen Aminosäuren mit der Nahrung aufnehmen, damit bei der Bildung neuer körpereigener Proteine keine Bausteine fehlen. Viele pflanzliche Proteine enthalten im Gegensatz zum tierischen Pendant nicht alle acht essentiellen Aminosäuren in ausreichender Menge. Deshalb wird oft behauptet, pflanzliche Proteine seien schlechter. Es spielt jedoch keine Rolle, welche Aminosäuren ein einzelnes Lebensmittel oder eine Mahlzeit enthält – wichtig ist das Aminosäurespektrum eines ganzen Tages. Durch die Kombination verschiedener pflanzlicher Proteinquellen kann man leicht alle essentiellen Aminosäuren zu sich nehmen. Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide enthalten jede Menge Proteine und ergänzen sich super. Nüsse und Samen sind echte Protein-Bomben und eine gute Ergänzung.

pflanzliche proteinquellen

Sind tierische Eiweißlieferanten krebserregend?

Milch- und Magermilchprodukte werden in vielen (Sport-)Diäten als Haupteiweißquelle verwendet. Doch Kuhmilch ist die Muttermilch für Kälber und daher an deren Ernährungsbedürfnisse angepasst – nicht an unsere. Kuhmilch hat etwa dreimal so viel Eiweiß wie menschliche Muttermilch, fast doppelt so viel Fett und enthält wachstumsfördernde Stoffe – aus dem Grund wiegen Kälber schon nach zwei Jahren zwischen 500 und 550 Kilogramm. Die aktuelle Studienlage weist darauf hin, dass dieser Wachstumsreiz auch die Entstehung von Krebszellen begünstigt. [1, 2] Es konnte bereits gezeigt werden, dass durch den Konsum von Kuhmilch das Risiko für Brustkrebs [3] und Prostatakrebs [4] erhöht wird.

Auch Fisch- und Fleischprodukte stehen bei einer eiweißreichen Ernährung oft auf dem Speiseplan. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bereits 2015 verarbeitetes Fleisch wie Wurst und Schinken als krebserregend eingestuft. [5] Es ist auch bekannt, dass Fische oft mit Schwermetallen belastet sind, die im menschlichen Körper schwere Schäden anrichten können, [6] zum Beispiel beschleunigen sie Alterungsprozesse, blockieren Zellfunktionen und können in den betroffenen Zellen bösartige Mutationen, also Krebs, hervorrufen.

Sind tierische Proteinquellen entzündungsfördernd?

Die Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure kommt ausschließlich in tierischen Eiweißquellen vor, also in Fleisch, Milchprodukten und Eiern. Omega-6-Fettsäuren sind nicht grundsätzlich schlecht und Arachidonsäure entsteht in unserem Körper auch aus Linolsäure, die beispielsweise in manchen Pflanzenölen vorkommt. Es kommt auf das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 an. Leider verzehren die meisten Menschen viel zu viel Omega-6-Fettsäuren. Fachleute raten deshalb, den Konsum von tierischen Produkten massiv zu reduzieren, weil bereits mit geringen Mengen Fleisch die maximal empfohlene Menge Arachidonsäure pro Woche erreicht wird. Zu viele Omega-6-Fettsäuren wirken entzündungsfördernd und können daher langfristig unserer Gesundheit schaden.

Wie schädlich sind tierische Eiweißquellen?

Eine Langzeitstudie hat gezeigt, dass übermäßiger Verzehr von tierischem Eiweiß die Lebenserwartung verkürzen kann – anders als pflanzliches Eiweiß. Es wird vermutet, dass der Grund dafür ist, dass tierische Proteine meist in Nahrungsmitteln mit ungesunden Zusatzstoffen enthalten sind, während man beim Verzehr pflanzlicher Proteine gleichzeitig gesunde Mikronährstoffe aufnimmt. [7]

Aufgrund der schlechten Haltungsbedingungen in der Tierwirtschaft wird den Tieren massenhaft Antibiotika verabreicht, damit sie so lange überleben, bis sie im Schlachthaus getötet werden. Daher verwundert es nicht, dass viele tierische Produkte wie Geflügelfleisch aus dem Supermarkt mit antibiotikaresistenten Keimen belastet sind, wie erst kürzlich eine Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe erneut bestätigt hat. [8] Laut Robert Koch-Institut sterben jährlich über 30.000 Menschen in Europa an Infektionen, die wegen antibiotikaresistenten Keimen nicht behandelt werden konnten. [9]

Wie ersetzt man tierisches Eiweiß?

Gesunde, günstige und vor allem pflanzliche Proteinquellen sind Hülsenfrüchte wie Lupinen, Kichererbsen, Linsen und Bohnen und daraus hergestellte Produkte wie Tofu, Tempeh und Hummus. Aber auch Vollkorngetreide, Nüsse, Samen und viele Gemüsesorten wie Spinat, Champignons und Brokkoli enthalten jede Menge Protein. Wer genügend Kalorien zu sich nimmt, sich ausgewogen ernährt und vegane Proteinquellen über den Tag verteilt kombiniert, ist bestens versorgt.

Darum ist pflanzliches Protein besser

Pflanzen enthalten Proteine – und zusätzlich wichtige Ballaststoffe, die in tierischen Produkten nicht enthalten sind. Ballaststoffe sind wichtig für die Verdauung und ernähren die guten Darmbakterien – so sorgen sie für eine gesunde Darmflora. Zusätzlich sind in Pflanzen viele verschiedene gesundheitsförderliche Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Antioxidantien enthalten. 

Wer sich für pflanzliches Eiweiß entscheidet, unterstützt die eigene Gesundheit und hilft unzähligen Tieren, die in der Fleisch-, Milch– und Eierindustrie ausgebeutet werden.

Vegan leben: für die Tiere, die Umwelt und die Gesundheit

Auch für Erfolge im Sport ist kein tierisches Eiweiß notwendig – das beweisen viele vegane Athlet:innen beispielsweise in der Netflix-Doku „The Game Changers“. Wer sich für eine vegane Ernährung – somit für pflanzliche Proteine – entscheidet, trifft aus gesundheitlicher und moralischer Sicht die richtige Entscheidung. Auch geschmacklich hat eine tierfreie Ernährungsweise viel zu bieten, das beweisen unzählige Rezepte und zahlreiche Alternativen zu Fleisch, Milch und Co.

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