Kenia führt die Todesstrafe für Elefantenjäger ein

Laut der Regierung reichen Geldstrafen und lebenslängliche Haft nicht aus, um Wilderer abzuschrecken.

04.Jul 2018

Das Wildern hört einfach nicht auf. Allein in Kenia sind im letzten Jahr 69 Elefanten und neun Nashörner von Jägern illegal getötet worden. Das sind hohe Zahlen für ein Land, in dem es nur noch rum 34.000 Elefanten und weniger als 1.000 Nashörner gibt. Weil auch hohe Geldstrafen und lebenslängliche Haftstrafen bisher nicht dagegen geholfen haben, will Kenia jetzt noch härter gegen Wilderer vorgehen: mit der Todesstrafe.

Laut Medienberichten sieht sich die Regierung dazu gezwungen, um die Tiere zu schützen. Deshalb soll der Plan schnellstmöglich zum Gesetz werden. Menschenrechtler kritisieren das und fordern, die Todesstrafe grundsätzlich abzuschaffen.

Elefantenquälerei passiert nicht nur in Kenia: So würde es euch gehen, wenn ihr ein Elefant im Zirkus wärt.

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Weil es gar nicht so lustig ist.
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Warum IS-Terroristen erst mal an Tieren üben

Bevor sie Menschen töten, töten die Anhänger des Islamischen Staats erst mal Tiere. Das hat System.

04.Jul 2018

Bei der Berichterstattung über den Islamischen Staat fällt immer wieder ein Detail auf: Die Menschen, die sich für den IS zu Terroristen ausbilden lassen, üben das Töten erst mal an Tieren. Berichten nach trainieren sie dabei bestimmte Praktiken wie das Köpfen. Aussteiger erzählen auch, dass Neuankömmlinge zunächst zum Arbeiten in die Küche geschickt werden, um dort Tiere fürs Essen zu töten, bevor sie lernen, Menschen umzubringen.

Dahinter steckt eine Logik, die viel über uns Menschen aussagt: Tiere sind vermeintlich weniger wert als Menschen, deshalb fällt es uns leichter, sie zu töten. Wenn sie aber wirklich so wenig wert wären, würde es ja keine große Überwindung kosten, sie zu töten, und die „Übung“ wäre nutzlos. Tatsächlich empfinden Tiere genau wie wir Angst und Schmerzen und hängen an ihrem Leben. Dass es einfacher erscheint, ein Tier zu töten, liegt nur daran, dass wir an getötete Tiere gewöhnt sind – aber weil wir das Töten normalerweise nicht selbst übernehmen, ist es eben doch schwierig. Und wenn man einmal abgestumpft genug ist, um einem Tier den Kopf abzuschlagen, fällt es leichter, das bei einem Menschen zu tun. 

Und warum machen wir Unterschiede zwischen verschiedenen Tieren wie Schweinen und Hunden? Das liegt am Karnismus.