Krokodilleder-Tasche: Krokodile für Luxushandtaschen gehäutet

Luxushersteller lassen Krokodile aufschneiden und ausbluten. Videoenthüllungen zeigen, was hinter Krokodilleder-Handtaschen steckt. Jetzt lesen!

18.Mrz 2021

Krokodilleder-Tasche: Krokodile für Luxushandtaschen gehäutet

Wenn die Kardashian-Jenners ihre Louis-Vuitton-Koffersets über die Flughäfen schieben oder Leute auf Instagram die Taschen mit den vielen kleinen Markenlogos drauf in die Kameras halten, denkt man nicht unbedingt direkt an Krokodile, die noch zucken, während sie aus Halswunden ausbluten. Aber die unangenehme Wahrheit ist: Das Leder für Luxushandtaschen stammt nicht von Tieren, die am Ende eines langen Lebens einfach eingeschlafen sind, sondern von solchen, die dafür unter brutalen Bedingungen gehalten und getötet werden.

Foto: PETA Asia

Recherchen von PETA und ihren internationalen Partnerorganisationen zeigen, wie es auf Krokodilfarmen in Vietnam zugeht. Laut Aussage eines Farmbesitzers lieferte eine davon Krokodilhäute an LVMH und andere Hersteller teurer Handtaschen. Zu LVMH gehören neben Louis Vuitton auch Marken wie Céline, Marc Jacobs und Fendi. Augenzeugen vor Ort berichteten von einer Farm auf der Zehntausende Krokodile lebten, von denen alle drei Monate 1.500 getötet werden.

Krokodile in kleine Betongruben gepfercht

Die Tiere auf den Farmen leben in viel zu kleinen Betongruben, in denen es leicht zu Aggressionen und gegenseitigen Verletzungen kommen kann. Auch Krankheiten stehen an der Tagesordnung. Einem Krokodil fehlte der Schwanz. Auf einer Farm wurden knapp 5.000 Tiere 15 Monate lang auf engstem Raum zusammen eingesperrt, bevor sie getötet werden.

Genick aufgeschnitten – bei lebendigem Leib

Eine neue Veröffentlichung aus dem Jahr 2021 zeigt, wie Arbeiter versuchen, Krokodile mit Elektroschocks zu betäuben, und ihnen anschließend das Genick aufschneiden, um das Rückenmark zu durchtrennen. Da Krokodile nach Anwendung dieser Methode noch über eineinhalb Stunden am Leben bei und Bewusstsein sein können, erleben viele der Krokodile wahrscheinlich unter enormen Schmerzen, wie sie aufgepumpt, gehäutet und ausgeweidet werden. Andere Aufnahmen aus Vietnam zeigen, wie sich ein Krokodil noch bewegte, nachdem die Arbeiter ihm bereits die Haut abgeschnitten hatten.

Bitte kauft niemals Handtaschen, Geldbörsen oder andere Accessoires aus Krokodilleder. Es gibt zahlreiche vegane Alternativen, sodass niemand eine zweite Haut braucht.

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Axolotl-Haltung: Diese Dinge solltet ihr unbedingt wissen

Ihr wollt einen Axolotl als Haustier halten? Dann solltet ihr euch diesen Beitrag unbedingt durchlesen!

18.Mrz 2021

In freier Natur sind Axolotl durch die Verschmutzung der Umwelt fast ausgestorben – einige Quellen gehen sogar davon aus, dass es gar keine wild lebenden Axolotl mehr gibt. Dafür scheinen heutzutage immer mehr Menschen einen oder mehrere Vertreter dieser Amphibienart als exotisches Haustier kaufen zu wollen. Warum ist das so? Und noch viel wichtiger: Können anspruchsvolle Exoten wie Axolotl wirklich artgerecht in deutschen Wohnzimmern gehalten werden?

Wir von PETA ZWEI erklären, warum ihr euch niemals exotische Tiere wie Axolotl kaufen solltet!

Axolotl

„Trendtier“ Axolotl – warum manche einen Schwanzlurch als „Haustier“ wollen

Eigentlich kommen Axolotl nur an einem einzigen Ort auf der ganzen Welt vor (in Fachsprache heißt das, sie leben endemisch): in einem Seensystem innerhalb eines Vulkanbeckens bei Mexiko-Stadt. Klingt nach sehr spezifischen Lebensbedingungen, nicht wahr? In Gefangenschaft blüht das Geschäft mit der Axolotl-Zucht dagegen regelrecht – für die Tiere eine Katastrophe.

Unter „Exoten-Liebhabern“ gelten Axolotl als pflegeleicht – was nicht stimmt. Trotzdem kaufen sich Menschen gedankenlos Aquarien, um sie dann mit in Gefangenschaft nachgezüchteten Amphibien zu füllen. Axolotl sprechen uns dabei mit ihren großen Gesichtern, dem immer lächelnden Mund und den Knopfaugen durch das Kindchenschema an. So, wie es beispielsweise auch extreme Qualzuchten bei Katzen und Hunden wie Möpse oder Perserkatzen tun. Bei Axolotln liegt das daran, dass sie meist im Larvenstadium bleiben. Sie entwickeln sich einfach nicht weiter und behalten so ihr Aussehen.

Axolotl

Für manche Menschen scheint das als Grund vollkommen zu reichen, um sich online auf die Suche zu machen und in einem der vielen Portale meist ohne Vorwissen einen oder mehrere Axolotl zu kaufen. Züchter machen es Suchenden leicht: Höchstens dreißig Euro kostet ein Tier, abhängig von Farbe, Alter und Geschlecht. Im Vordergrund steht in allen Fällen die „Ware“ und der damit verbundene Profit. Das Lebewesen und seine anspruchsvollen Bedürfnisse sind für die Züchter unwichtig.

Aber vor allem die Käufer leisten hier ihren Beitrag: Indem sie das Geschäft mit ihrem Geld befeuern, tragen sie zu massivem Tierleid bei. Denn exotische Tiere wie Axolotl sind keine Haustiere – sie zu 100 Prozent artgerecht daheim in einem Aquarium zu halten, ist ganz einfach nicht möglich.

Gründe gegen die Haltung von Axolotln als Haustiere: Artenschutz

Viele Tierhalter brüsten sich damit, durch ihre Axolotl-Haltung etwas für den Artenschutz zu tun – schließlich gibt es die Tiere in Freiheit kaum noch oder gar nicht mehr. Doch das ist Quatsch – kein in einem deutschen Aquarium gehaltener Axolotl wird je wieder ausgewildert. Die Tiere dienen allein ihren Haltern als Kuriosität. Dass das Argument „Artenschutz“ nicht greift, trifft auch auf andere „exotische“ Tiere zu (also Tiere, die von Natur aus in unseren Breitengraden nicht vorkommen): Hier befeuert die Nachfrage häufig auch den illegalen Wildtierhandel. Somit sind die bereits unter Druck stehenden Tierbestände in Freiheit noch stärker bedroht – ein gigantisches Problem für den Artenschutz weltweit.

Schwarzer Axolotl

Axolotl leiden still

Für die Haltung von Axolotln zuhause bedeutet das auch: Selbst nach Jahren gewöhnen sich Axolotl, wie andere Amphibien und Reptilien, nicht an uns Menschen. Diese von Natur aus ungewohnte Nähe löst Stress bei den Tieren aus – darum sollte man sie auch auf keinen Fall anfassen oder auf die Hand nehmen. Weil sie nicht schreien oder über Laute auf sich aufmerksam machen können, merken wir ihnen Schmerzen, Leiden und Beschwerden nicht oder erst viel zu spät an. Als Folge sterben viele Tiere früh an haltungsbedingten Krankheiten [1] oder quälen sich unerkannt bis in den Tod, weil es viel zu wenige fachkundige Tierärzte für Exoten gibt.

Viele Exoten enden in Tierheimen oder werden ausgesetzt

Axolotl essen Fische, Krebse und sogar ihre eigenen Artgenossen. Unwissende Halter enden so vor einem leergefegten Aquarium und sind für den vermeidbaren Tod der Fische verantwortlich. Dazu kommt, dass Axolotl eine ganz bestimmte Wassertemperatur und -qualität brauchen. Werden diese Voraussetzungen nicht erfüllt, wird das Immunsystem der Tiere nachhaltig geschwächt, was zu Krankheiten oder zum Tod führen kann.

Aquarien mit der nötigen Ausstattung über lange Zeit zu unterhalten, ist teuer – ein Punkt, den Interessenten beim Kauf gern unterschätzen oder „vergessen“. Eine „einfache“ oder „pflegeleichte“ Haltung von Axolotl gibt es also nicht. Als Folge landet eine große Zahl der Exoten in Tierheimen oder wird direkt ausgesetzt. Tiere wie der Axolotl, die auf ganz bestimmte Lebensumstände angewiesen sind, haben dann keine Chance.

Axolotl

Niemals beim Züchter kaufen – wenn, dann in Tierheimen nachfragen!

Kauft niemals exotische Tiere bei Züchtern! Ein solcher Kauf unterstützt bloß die weitere „Produktion“ von Tieren, die in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden können. Wenn ihr das nötige Fachwissen und genug finanzielle Rücklagen habt, schaut in Tierheimen nach: Immer wieder landen dort nicht mehr gewollte Exoten. In diesem Fall ist es sinnvoll, die Tiere an ein fachkundiges Zuhause zu vermitteln. Das solltet ihr beim Adoptieren von Tieren unbedingt beachten!