Ausbeutung, Leid & Tod: So leiden Kühe in der Milchindustrie

Die Milchindustrie gaukelt Verbrauchern vor, dass Kühe glücklich auf grünen Wiesen stehen – doch die traurige Realität sieht anders aus. Jetzt lesen!

04.Feb 2021

Mit ihrer Werbung und Bildern von scheinbar glücklichen Kühen auf grünen Wiesen gaukelt die Milchindustrie Verbrauchern vor, dass die Tiere ein zufriedenes Leben führen. Doch die Realität sieht anders aus.

Mutter und Kind werden getrennt und isoliert

Kühe produzieren Milch, um ihre Kinder zu ernähren – genau wie alle anderen Säugetiere. Damit die Kälber nicht die Milch trinken, die zum Verkauf gedacht ist, werden Mutter und Kind meist kurz nach der Geburt getrennt. Die Kälbchen werden meist in kleine Boxen gesperrt und schreien oft tagelang verzweifelt nach ihren Müttern.

Während die männlichen Tierkinder nach einer kurzen Mast zum Schlachter kommen, erwartet die meisten weiblichen Kälber das gleiche traurige Leben wie ihre Mütter: Sie werden in der Milchindustrie ausgebeutet.

Verstümmelung, Ausbeutung und Leid

Kälber werden meist innerhalb ihrer ersten sechs Lebenswochen ohne Betäubung enthornt – meist geschieht das mit einem Brennstab. Damit die weiblichen Kühe fast durchgängig Milch produzieren, werden sie immer wieder künstlich befruchtet; und immer wieder werden ihnen ihre Babys weggenommen.

Für die Milchindustrie zählt nur eine hohe „Milchleistung“. Zur Ernährung eines Kälbchens würden acht Liter am Tag reichen, die hochgezüchteten Kühe geben heutzutage aber bis zu 50 Liter Milch am Tag.

Stress, Panik, Schmerz und Tod – Tierleid auf dem Transport und im Schlachthof

Sobald die „Milchleistung“ der Kühe nachlässt, sie krank oder nicht mehr schwanger werden oder männliche Kälbchen ihr „Schlachtalter“ erreicht haben, folgt der Transport zum Schlachthof. Teilweise werden die Tiere über Hunderte Kilometer auf engstem Raum zusammengepfercht und ohne Zugang zu ausreichend Wasser oder Nahrung bei extremer Hitze oder klirrender Kälte auf Transportern zum Schlachthof gefahren.

Die Fahrt ins Ungewisse ist für die Tiere mit Stress und Angst verbunden; oftmals werden die Kühe gewaltsam in die LKWs hinein- oder herausgetrieben. Im Schlachthaus werden die Kühe schließlich per Bolzenschuss betäubt. In über zehn Prozent der Fälle funktioniert das nicht richtig und die Tiere erleben teilweise bei vollem Bewusstsein, wie sie an einem Bein aufgehängt werden und ihnen die Kehle durchgeschnitten wird.

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Antibiotikaresistente Keime: Das solltet ihr wissen

Was sind eigentlich antibiotikaresistente Keime, wie werden sie aufgenommen und weshalb sind sie so gefährlich? Erfahrt hier mehr dazu!

04.Feb 2021

Antibiotika werden seit vielen Jahren bei Menschen und Tieren zur Bekämpfung bakterieller Erreger eingesetzt. Mit der Entdeckung seiner Wirkung brachte das Medikament Organismen, die an einer bakteriellen Krankheit litten, die Chance auf Heilung. Gleichzeitig jedoch bildet bei einer zu häufigen Aufnahme von Antibiotika sowohl der menschliche als auch der Organismus anderer Lebewesen sogenannte Resistenzen – also eine Widerstandsfähigkeit, wenn antibiotisch wirksame Mittel zu oft verabreicht werden.

Tonnenweise Einsatz von Antibiotika in landwirtschaftlicher Industrie

Allein in Deutschland werden jährlich mehrere hunderte Tonnen Antibiotika – hiervon viele Tonnen bei Tieren in der landwirtschaftlichen Industrie – in der Tiermedizin verabreicht. Dabei werden nicht nur einzelne Tiere gegen bei ihnen identifizierte Erreger behandelt, sondern teilweise prophylaktisch die gesamte Gruppe, auch wenn nur einzelne Tiere erkrankt sind.

https://www.youtube.com/watch?v=BdvB8K4rS0A

Was sind Reserveantibiotika?

Unter den Antibiotika, die an Tiere in der Landwirtschaft vergeben werden, befinden sich auch Präparate, die in der Humanmedizin angewendet werden und sogar solche, die für den Menschen sogenannte Reserveantibiotika darstellen – also jene Antibiotika, die die letzte Rettung sein sollen, wenn andere Präparate zuvor aufgrund von Resistenzbildungen schon unwirksam waren.

Die unsachgemäße Gabe von Antibiotika ist gefährlich

Die Antibiotikaresistenz führt dazu, dass Tausende Menschen jedes Jahr an relativ einfachen bakteriellen Erkrankungen sterben, die normalerweise unkompliziert behandelt werden können.  So sterben in der EU jährlich über 30.000 Menschen aufgrund resistenter Keime [1]. Die eigentliche Gefahr geht von den Keimen aus, denn durch die häufige und nicht immer fachgerechte Gabe mutieren sie und werden somit resistent gegen antibiotisch wirksame Substanzen.

Resistenzen in der Umwelt

Das Problem dehnt sich jedoch noch weiter aus und kann im schlimmsten Fall unkontrollierbar werden, wenn man bedenkt, dass auch in den Ausscheidungen der Tiere, der späteren Gülle, resistente Keime zu finden sind und damit unsere Felder gedüngt werden. Laut einer Studie, die im Jahr 2019 durchgeführt wurde, enthalten zwölf von 15 untersuchten Proben multiresistente Keime, davon wiesen zehn der zwölf Antibiotika-Wirkstoffe auf [2].

Was ihr dagegen tun könnt

Verzichtet auf den Konsum tierischer Produkte wie Milch, Eier und Fleisch. Wer vegan lebt, nimmt keine keimbelasteten Tierprodukte zu sich – und es gibt keine bessere Möglichkeit, den Tieren, der Umwelt und dem eigenen Körper Gutes zu tun.

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