Müssen Kühe gemolken werden?

Kann der Euter einer Kuh wirklich explodieren, wenn man sie nicht melkt? Hier erfahrt ihr, ob Kühe gemolken werden müssen.

© JMcArthur / We Animals
18.Jan 2017

Es klingt wie eine alberne Frage, aber auch die verdienen Antworten. Und tatsächlich scheinen Kühe unter Stress zu stehen und manchmal sogar Schmerzen zu haben, wenn ihr Euter prall mit Milch gefüllt ist. Tun wir den Tieren dann nicht einen Gefallen damit, wenn wir sie melken?

Was viele Menschen nicht wissen: Kühe sind ganz normale Säugetiere, die nur dann so viel Milch geben, dass es für den Landwirtschaftsbetrieb profitabel ist, wenn sie ein Kalb geboren haben. Deshalb werden weibliche Kühe immer wieder künstlich befruchtet, damit sie möglichst oft Nachwuchs bekommen. Zum vollen Euter gehört also immer auch eine kleine Kuh, die daraus trinken will. Um die Milch aber verkaufen zu können, werden Mütter und Kinder in der Milchindustrie meist kurz nach der Geburt oder nach wenigen Stunden getrennt und die Mütter dann von Menschen oder Maschinen gemolken. Die Kälber bekommen Ersatznahrung.

Wie alle Säugetiere produzieren Kühe nur so lange Milch, wie ihre Kinder regelmäßig davon trinken – oder wie die Maschinen es ihnen vorgaukeln. Eine Kuh in der Milchindustrie produziert deshalb ununterbrochen Milch, da sie praktisch die ganze Zeit schwanger gehalten wird. Würde man die Milchproduktion nicht ununterbrochen vorantreiben, indem man sie künstlich befruchtet, würde die Laktation irgendwann zurückgefahren werden, spätestens wenn das Kalb abgesetzt ist. Übrigens: die Kuh schreit nicht danach, gemolken zu werden, sondern nach ihrem Kind, das ihr entrissen wurde. Die Kälber werden wiederum entweder selbst zu Milchkühen oder landen direkt beim Schlachter.

Wir helfen den Kühen also nicht, wenn wir sie melken, sondern schaden ihnen damit, dass wir sie Kinder bekommen lassen, um die sie sich dann nicht kümmern dürfen – und tragen leider auch als Vegetarier dazu bei, dass Tiere getötet werden. Dabei brauchen wir Menschen ihre Milch gar nicht. Als Babys können wir Menschenmilch trinken, und später gibt es zum Beispiel Sojamilch, Hafermilch oder Haselnussmilch, die erschwinglich und lecker sind und den Kühen wirklich helfen.

Ihr denkt drüber nach, es mal ohne Milch zu versuchen? Unser Veganstart hilft euch beim Einstieg.

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5 Fragen für alle, die mit einem Hamster zusammenleben wollen

Hamster sind klein und niedlich, aber deshalb nicht automatisch easy Mitbewohner. Diese Fragen sollte sich jeder vor dem Zusammenziehen stellen.

18.Jan 2017

Passt ein Hamster in mein Leben?

Ein paar Kubikzentimeter Platz hat fast jeder, aber damit ist es auch bei einem kleinen Tier wie dem Hamster nicht getan. Hamster brauchen Bewegungsfreiraum, Spielmöglichkeiten und das passende Futter, darüber informiert man sich am besten nicht erst, wenn der neue Mitbewohner schon eingezogen ist. Und wer gerne ausschläft, überlegt sich lieber noch mal, wie gut ein Tier dazu passt, das am liebsten frühmorgens schon die ersten Runden dreht und dafür tagsüber pennt.

Welche und wie viele Hamster will ich halten?

Da gibt es tatsächlich Unterschiede, über die man sich am besten vorher informiert. Bis auf Campbell-Zwerghamster sollte man keine Hamster zusammen halten, und selbst bei diesen braucht man unheimlich viel Erfahrung um beurteilen zu können, was spielen und was Todeskampf ist. Daher: besser ein einzelnes Tier aufnehmen.

Ist mein Zuhause hamstersicher?

Hamster sind richtig gut darin, sich durch sämtliche kleine Öffnungen zu quetschen und so in gefährlichen Situationen zu landen. Außerdem erschrecken sie leicht und können dann zubeißen oder weglaufen. Und wer schon mit größeren Tieren zusammenlebt, überlegt lieber noch mal genau, wie gut die auf einen neuen Mitbewohner klarkommen, den sie nicht essen dürfen.

Wo ist der nächste Tierarzt, der Ahnung von Hamstern hat?

Ärzte sucht man am besten nicht erst, wenn man krank ist, das gilt auch für Tiere. Die meisten Hamsterarten stammen aus nordafrikanischen Ländern und zählen damit hierzulande zu den Exoten. Nicht alle Tierärzte kennen sich deshalb gut mit den Bedürfnissen von Hamster und ihren häufigsten Krankheiten aus.

Wo hole ich mir einen Hamster?

Auch wenn die Hamster einen durchs Fenster der Zoohandlung noch so niedlich angucken: Wer Tiere in Geschäften oder bei Züchtern kauft, unterstützt damit immer den Handel und lässt dafür ein Tier im Tierheim zurück. Gerade Kleintiere werden oft zu mehreren in winzigen Plastikkisten transportiert und „gelagert“, bevor sie über die Verkaufstheke gehen. Einen Hamster (und überhaupt alle Tiere) sollte man immer aus dem Tierheim holen.

Und apropos exotische Tiere: Schlangen, Echsen und Schildkröten solltet ihr euch wirklich nicht ins Haus holen.