Kuh-Kuscheln: Was steckt hinter dem Schmuse-Trend?

Kuh-Kuscheln wird immer öfter angeboten, doch wem das Wohl der Tiere wirklich am Herzen liegt, sollte vorsichtig sein. Jetzt lesen!

05.Aug 2021

Rinder sind großartige Lebewesen, keine Frage. Da erstaunt es nicht, dass immer mehr Menschen – vorrangig aus der Stadt – diese großen, sanften Tiere näher kennenlernen wollen. Kuh-Kuscheln wird deshalb immer öfter angeboten. Klingt erstmal niedlich, doch wem das Wohl der Tiere wirklich am Herzen liegt, der sollte bei solchen Angeboten lieber vorsichtig sein.

Zusatzeinkommen statt Tierliebe

Nicht selten steht auch bei Angeboten wie Kuh-Kuscheln der Profit im Vordergrund. Zwar werden die Internetseiten meist hübsch gestaltet und damit geworben, dass das Wohl der Tiere großgeschrieben wird, doch in der Praxis werden die Bedürfnisse der Tiere schnell ignoriert – bewusst und unbewusst. Rinder haben meist ein sehr sanftes und umgängliches Wesen. Es passiert daher schnell, dass sie zum Kuscheln benutzt werden, obwohl ihnen gerade überhaupt nicht danach ist. Sie sind aber schlicht zu nett, um es uns verständlich mitzuteilen oder aber es wurde ihnen antrainiert, still zu halten, wenn fremde Menschen sie anfassen, obwohl sie das eventuell nicht als schön empfinden. Die wenigsten Besucher:innen können die Körpersprache der Rinder lesen und wissen daher nicht, wann sie Grenzen überschreiten. Dies kann vor allem dann vorkommen, wenn die Menschen mit den Tieren allein gelassen werden.

Einige landwirtschaftliche Betriebe nutzen das Kuh-Kuscheln zudem als Zusatzeinkommen. Doch auf demselben Betrieb werden die Rinder wegen ihres Fleisches oder ihrer Milch ausgebeutet. Kälber werden von ihren Müttern getrennt und am Ende werden die Tiere im Schlachthaus getötet. Dinge, die von Tierfreund:innen nicht unterstützt werden sollten.

Kuh-Wanderungen als Alternative?

Auch das Wandern mit Kühen wird von einigen Betrieben angeboten. Doch Rinder sind Herdentiere und flüchten bei Gefahr meist. Es bedeutet Stress für sie, wenn sie ständig aus ihrer Herde und ihrem gewohnten Umfeld gerissen werden, um mit fremden Menschen wandern zu gehen. Wanderungen mit Tieren sollten also in jedem Fall abgelehnt werden, auch wenn man versucht, es mit Scheinargumenten schönzureden. Nicht jeder Hof hat genau DIE Rinder, die zufällig gerne Gassi gehen.

So begegnet ihr Kühen auf Augenhöhe

Generell gilt: Wenn Tiere gegen Geld angeboten werden, dann solltet ihr vorsichtig sein und die Beweggründe der Tierhalter:innen sehr kritisch hinterfragen. Teilweise bieten vegane Lebenshöfe, auf denen gerettete Tiere ein möglichst artgerechtes Leben führen dürfen, Besuche und begleitete Tierbegegnungen auf Augenhöhe an – mit gegenseitigem Respekt. Hier steht nicht der wirtschaftliche Aspekt im Vordergrund, sondern es soll den Besucher:innen das Tier als gleichgestelltes Lebewesen nähergebracht werden, damit wir endlich aufhören, sie wegen Dingen wie Geschmack millionenfach zu töten.

Was ihr für Kühe tun könnt

Unterstützt Lebenshöfe in eurer Umgebung, wenn ihr den Tieren nachhaltig helfen wollt, und nutzt niemals Angebote wie Kuh-Kuscheln. Auch gehypte Erlebnisgeschenke wie Alpaka-Wanderungen solltet ihr meiden, denn dahinter verbirgt sich ebenso Tierleid.

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Schulmilch: Tierquälerei und Akne zur Frühstückspause

Der Programmteil Schulmilch des EU-Schulprogramms ist nicht nur ungesund für Kinder, sondern fördert auch Tierquälerei. Informiert euch jetzt!

05.Aug 2021

Beim EU-Schulprogramm werden neben Obst und Gemüse auch EU-finanzierte Kuhmilchprodukte an Schul- und Kindergartenkinder verteilt. Offiziell sollen Kinder und Jugendliche dadurch eine gesündere Ernährung lernen – mit gesunder Ernährung hat Milch aber nicht viel zu tun.

So ungesund ist Kuhmilch wirklich

Kuhmilch ist für Menschen nicht nur unnötig, sie kann sogar der Gesundheit schaden. Gerade bei Jugendlichen fördert der Konsum von Milch und Milchprodukten schwere Teenager-Akne. [1, 2] Außerdem kann Milch das Risiko für verschiedene Krebserkrankungen wie Brustkrebs oder Prostatakrebs erhöhen und auch zu chronischer Verstopfung führen. [3, 4, 5] Außerdem enthalten Milchprodukte viel gesättigte Fettsäuren, die den Cholesterin-Wert im Blut erhöhen. [6] Viel gesünder ist es, für die Schulernährung auf Gemüse und Obst zu setzen, was von der EU zum Glück auch gefördert wird.

Mehr Profit für die Milchindustrie

Für Schulmilch erhalten große Milchproduzenten staatliche Fördergelder, damit sie Schulen und Kitas ihre Milch zu reduzierten Preisen anbieten können. Im Grunde ist das Schulmilch-Programm nur ein billiger Trick der Milchindustrie, um Menschen frühzeitig an ihre Produkte zu binden und ihren Absatz zu steigern. Kühe werden ihr Leben lang ausgebeutet, gequält und schließlich im Schlachthaus getötet, um ihre Milch an Menschen verkaufen zu können, für die es viel gesündere Kalziumquellen gibt.

Milch ist ein Klima-Killer

Milchprodukte sind der absolute Klima-Killer. Im Vergleich zu einem Liter Pflanzenmilch wird für die Produktion von einem Liter Kuhmilch die 12-fache Landfläche benutzt, und es werden dreimal so viele Treibhausgasemissionen verursacht. [7] Die Folgen des Klimawandels werden vor allem die jetzigen Kita- und Schulkinder betreffen. Aber während die jungen Generationen sich bei Fridays for Future für den Umweltschutz einsetzen, fördert die Politik klimaschädliche Produkte in Schulen.

Pflanzenmilch schmeckt auch in der Schule!

Zum Glück gibt es gesündere und tierfreundlichere Getränke, die man in der Schule, der Kita und an jedem anderen Ort trinken kann. Viele Milchalternativen sind bereits mit Kalzium oder Vitaminen angereichert, sodass man gut versorgt in die nächste Unterrichtsstunde starten kann!

Was jeder über Milch wissen sollte