YouTuber Nahim Sky benutzt Tiger für Fashion-Fotoshooting

Dass Tiere keine coolen Accessoires, sondern Lebewesen sind, hat YouTuber Nahim Sky noch nicht verstanden. Erfahrt hier mehr darüber.

08.Dez 2021

Um seine neue Streetwear Brand zu bewerben, hat Nahim Sky im November 2021 ein Fotoshooting mit einem echten Tiger gemacht – und wurde dafür zu Recht von vielen Influencern kritisiert. Offenbar hat der YouTuber noch nicht verstanden, dass Tiger Wildtiere sind und keine lebenden Accessoires, die man mal eben an einer Kette in ein Fotostudio zerrt.

YouTube-Kollegin Alicia Joe hat in ihrem Reaction-Video auf das Shooting die richtigen Worte gefunden:

Tiger oft für Musikvideos von Deutschrappern benutzt

In einem Kommentar zu dem Video schreibt Nahim Sky, er würde seinen Fehler einsehen und keine Shootings mit Tieren mehr machen. Er hätte sich keine großartigen Gedanken über den Tierschutz gemacht, da er den Tiger bereits in Musikvideos gesehen hatte. Wir von PETA haben bereits Deutschrapper wie Capital Bra, Azet und Kollegah kritisiert, weil sie Tiger des Dompteurs Robano Kübler als Requisite für ihr Videos missbrauchten. Kübler zeigt sich in seinem Instagram-Profil öffentlich mit den Musikern, die seine Tiger für ihre Videoproduktionen nutzen und damit nicht nur Tierleid unterstützen, sondern auch Nachahmer anregen – wie Nahim.

Nahim schreibt außerdem in seinem Kommentar, er würde „so gut wie alle“ Bilder mit dem Tiger nicht veröffentlichen. Diese Formulierung nahm er wörtlich und integrierte einen Clip des Tigers in das Werbevideo für seine neue Kollektion.

Tiere sind nicht für unsere Unterhaltung da

Egal, wie cool man Tiger auch finden mag – es ist niemals okay, ein Wildtier, das sein Leben in Gefangenschaft verbringen muss, für eigene Zwecke zu missbrauchen. Tiere gehören nicht in ein Studio vor die Kamera, damit ihre Halter:innen damit Geld verdienen können. In Zeiten von Animationstechnik ist es kein Problem, Promovideos und -grafiken mit Tieren zu erstellen, ohne dass dafür echte Tiere leiden mussten.

Was ihr tun könnt

Kauft bitte nur bei Marken ein, die keine Tiere für Promotionszwecke ausbeuten. Auch Filme und Dokus wie Tiger King verherrlichen die Gefangenschaft und das Leid von Großkatzen. Entscheidet euch daher beim nächsten Sofaabend für tierfreundliche Filme.

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Warum ihr eure Katze kastrieren lassen solltet | Alle Infos

Ja, Katzenbabys sind süß. Nein, eure Katze sollte keinen Nachwuchs bekommen. Erfahrt hier, warum ihr eure Katze kastrieren lassen solltet.

08.Dez 2021

In Filmen und Büchern wirkt das alles immer ganz einfach: Man lebt mit einer Katze zusammen, die wird schwanger, und zwei Monate später krabbelt ein Haufen süßer Katzenbabys durcheinander, um die sich alle liebevoll kümmern. Happy End. Nur dass es im echten Leben danach nicht so einfach weitergeht. Hier erfahrt ihr, warum ihr eure Katze unbedingt kastrieren lassen solltet.

Ist es besser, eine Katze zu kastrieren?

Ja, ist es, denn die Tierheime sind jetzt schon mehr als überfüllt. Jedes Jahr werden dort rund 350.000 Tiere abgegeben und warten dann auf ein neues Zuhause – und ihre Chancen darauf schwinden, je mehr Nachwuchs es bei Züchter:innen und auch bei Privatleuten gibt. Für jedes Katzenbaby, das euch jemand abnimmt, bleibt eine Katze im Tierheim zurück.

Und selbst wenn ihr für die sechs bis acht Kätzchen, die eine Katze durchschnittlich pro Wurf bekommt, ein neues Zuhause findet – was ist mit deren Kindern? Diese PETA-Grafik macht es anschaulich: Eine unkastrierte Katze und ihre Nachkommen können rein rechnerisch in nur sieben Jahren bis zu 370.000 Nachkommen zeugen. Findet ihr für die alle ein neues Zuhause?

Grafik Katzenkastration

Als Katzenhalter:innen solltet ihr euch nicht nur für eure Katze verantwortlich fühlen, sondern auch an andere Katzen denken. Übernehmt deshalb Verantwortung und lasst eure Katzen kastrieren. Besondern wichtig ist das, wenn eure Katze einmal ein Freigänger werden soll. Aber auch, wenn die Katze sich nur im Haus oder in der Wohnung aufhält, ist es wichtig, sie zu kastrieren, falls sie doch einmal ungewollt den Weg nach draußen findet.

Stellt zusammen mit der Kastration auch sicher, dass eure Katze mit einem Microchip gekennzeichnet wird. So kann sie nach erfolgter Registrierung in einem Heimtierregister auch dem Halter oder der Halterin zugeordnet werden. Bei Freigängerkatzen ist auch eine äußerliche Kennzeichnung wie beispielsweise mit einer Tätowierung am Ohr sinnvoll. So kann schnell erkannt werden, dass der Vierbeiner bereits kastriert ist.

In welchem Alter sollte eine Katze kastriert werden?

Eure Katze sollte am besten kastriert werden, bevor sie geschlechtsreif wird. Das ist bei den meisten Katzen im Alter von sechs bis zehn Monaten der Fall – bei Katern erst mit acht bis zehn Monaten. Wenn eure Katze älter ist, kann sie trotzdem jederzeit noch kastriert werden. Sprecht euch am besten mit eurem Tierarzt oder eurer Tierärztin ab. Für die weibliche Katze ist der Geschlechtsakt ein sehr schmerzhaftes Unterfangen. In der Regel decken mehrere Kater eine Katze, sobald sie rollig ist, wobei die Kätzin immer wieder Schmerzen ausgesetzt ist. Häufig schreien die weiblichen Tiere sogar vor Schmerzen. [1] Informiert euch gerne hierüber bei eurem Tierarzt oder eurer Tierärztin.

Katzenbabys

Was kostet es, eine Katze zu kastrieren?

Die Kosten für die Kastration einer Katze liegen laut Gebührenordnung für Tierärzt:innen (GOT) bei etwa 140 Euro. Wenn ihr euren Kater kastrieren lassen wollt, kostet das um die 85 Euro, da der Eingriff nicht so kompliziert ist wie bei weiblichen Tieren. Ihr bezahlt damit nicht nur die Arbeit des Tierarztes oder der Tierärztin, sondern auch die verwendeten Materialien und Medikamente, etwa für die Narkose. Adoptiert ihr eine Katze aus dem Tierschutz, ist die Samtpfote meist schon kastriert, und die Kosten für die medizinische Versorgung sind in der Vermittlungsgebühr bereits enthalten.

Was ist nach der Kastration zu beachten?

Am Tag der Kastration ist eure Katze wahrscheinlich erstmal etwas benommen und muss sich von der Narkose erholen. Es kann sein, dass sie geräusch- und lichtempfindlich ist und gewärmt werden muss. Lasst eure Katze am besten nicht allein, sondern bleibt bei ihr, bis sie sich wieder normal verhält. Stellt sicher, dass sie nicht an der Wunde leckt, so kann die Kastrationsnarbe in Ruhe heilen. Der Heilungsprozess dauert meist etwa zehn Tage. Erst wenn die Wunde verheilt ist und die Fäden gezogen wurden, darf die Katze wieder nach draußen.

Katze schlaeft auf dem Sofa

Es kann sein, dass eure Katze noch ein paar Wochen lang gestresst, gereizt oder verwirrt wirkt – das liegt an den Hormonen, die sich nach der Kastration erstmal umstellen müssen und ist ganz normal. Sobald die Hormone wieder im Gleichgewicht sind, ist eure Katze wahrscheinlich eher ruhiger und entspannter als vorher.

Falls euer Tierarzt oder eure Tierärztin keine Hausbesuche macht: Mit ein paar Tricks nehmt ihr eurer Katze die Angst vor der Transportbox.