Warum die Pandas im Berliner Zoo kein Baby bekommen sollten

Der Berliner Zoo will die Pandas Meng Meng und Jiao Qing mit allen Mitteln zum Nachwuchs zwingen. Geht's noch?

10.Apr 2019

Was will der Berliner Zoo eigentlich noch alles machen, um Panda-Nachwuchs zu bekommen? Weil nicht klar ist, ob die Paarungsversuche von Meng Meng und Jiao Qing zum gewünschten Ergebnis geführt haben, haben die Ärzte dort jetzt zusätzlich eine künstliche Befruchtung durchgeführt – zwangsweise, natürlich. Und das alles nur, um den Zoobesuchern ein niedliches Panda-Baby präsentieren und damit Geld machen zu können. Wie es den Eltern und dem möglichen Kind damit geht, spielt keine Rolle.

Denn sollten Meng Meng und Jia Qing tatsächlich Nachwuchs bekommen, wird eine Auswilderung nicht möglich sein. Das überlebensnotwendige natürliche Verhalten kann ein Panda-Baby im Zoo nicht lernen. Stattdessen führen die artwidrigen Haltungsbedingungen häufig zu schweren Verhaltensstörungen. Meng Meg zum Beispiel ist für ihren „Rückwärtsgang“ bekannt, der vom Zoo als „Marotte“ heruntergespielt wird. Zoos schaden den Pandas so, statt sie zu schützen. Die wichtige Arbeit zur Arterhaltung wird stattdessen von Programmen übernommen, die beispielsweise neue Schutzgebiete in der Freiheit ausweisen – nicht für den Profit, sondern für die Tiere.

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Brauchen wir einen Veggie-Tag in den Schulen?

Der Bürgermeister von New York führt fleischfreie Montage an allen Schulen ein. Sollten wir das Konzept übernehmen?

10.Apr 2019

„Ein bisschen weniger Fleisch wird die Gesundheit der New Yorker verbessern und die Treibhausgase verringern“, erklärt Bill de Blasio. Der Bürgermeister von New York hat gerade angekündigt, ab September 2019 „meatless Mondays“, also fleischfreie Montage an allen Schulen einzuführen. Dann steht einmal die Woche ausschließlich Veggie-Essen auf dem Speiseplan. Auch in Kalifornien gibt es schon ähnliche Projekte, bei denen Schulen fleischfreie Tage einführen oder verarbeitetes Fleisch gleich ganz vom Speiseplan streichen.

© NYCMayor / Twitter

Ist das eine Idee, die wir hierzulande übernehmen sollten? Ganztagsschulen setzen sich in Deutschland immer mehr durch, und damit gibt es auch immer mehr Mensen an Schulen – in denen oft eher fleischlastiges und ungesundes Essen serviert wird. Obwohl selbst die Deutsche Gesellschaft für Ernährung fordert, dass Kinder höchstens zweimal pro Woche Fleisch oder Wurst essen, ist es laut Studien immer noch an der Tagesordnung, Menüs ohne Gemüsebeilage auszugeben. Gesünder und klimafreundlicher wäre ein ausgewogenes veganes Essen allemal.

Sollte man so einen Veggie-Tag also vorschreiben? Wer auf Freiwilligkeit beharrt, vergisst dabei schließlich leicht, dass die Tiere sich auch nicht freiwillig essen lassen. Oder geht es eher darum, auch junge Leute über Tierquälerei und vegane Ernährung aufzuklären, sodass sie sich selbst dafür entscheiden? Das schließt sich ja nicht aus. Und manchmal hilft es tatsächlich, Menschen mit der Nase drauf zu stoßen, dass veganes Essen ziemlich normal und lecker sein kann, wenn sie von zu Hause nur Fleisch gewohnt sind. Es wäre also zumindest mal einen Gedanken wert.

Für alle Selbstversorger: Die besten veganen Snacks für die große Pause.

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