Wieso ist Parmesan nicht vegetarisch? Infos zu tierischem Lab

Klar, Käse aus Kuhmilch ist nicht vegan. Was aber viele nicht wissen: Sorten wie Parmesan sind nicht mal vegetarisch.

05.Jan 2022

Tote Tiere zu essen, kommt für Vegetarier:innen nicht infrage. Und deshalb kommen statt Schweineschnitzel und Leberkäse beispielsweise Spaghetti mit vegetarischer Bolognese auf den Tisch – und werden dann mit Käse aus toten Tieren bestreut. Parmesan ist nämlich genau wie viele Gummibärchen, Brezeln und Chips oftmals nicht einmal vegetarisch.

Parmesan enthält tierisches Lab

Was viele Menschen nicht wissen: Auch in Käse stecken oft tote Tiere. Damit die Milch gerinnt, verwenden Hersteller Lab, das oft aus den Mägen von toten Kälbern gewonnen wird. Dafür werden Kälber aus der Fleisch- oder Milchindustrie wenige Wochen nach ihrer Geburt im Schlachthaus getötet. Sie werden per Bolzenschuss in den Kopf betäubt und kopfüber aufgehängt. Dann wird ihnen die Kehle aufgeschlitzt und sie verbluten – nicht selten kriegen die Tierkinder das bei Bewusstsein mit, da die Fehlbetäubungsrate hoch ist.

Welcher Parmesan ist vegetarisch?

Es gibt einige Käsesorten mit mikrobiell hergestelltem Lab oder pflanzlichen Labaustauschstoffen – was allerdings nicht bedeutet, dass für die Milch keine Kälber getötet würden. Männliche Kälber beispielsweise gelten in der Milchindustrie als unerwünschte „Nebenprodukte“ und werden häufig wie Abfall behandelt. Die Kälber, die nicht schon durch Vernachlässigung gestorben sind, werden nach der Mast im Schlachthof getötet – genau wie ihre Mütter, sobald diese „unwirtschaftlich“ werden.

Die Verwendung des tierischen Labs muss in Deutschland nicht auf der Verpackung gekennzeichnet werden. Manche Käsesorten wie Parmesan dürfen sich grundsätzlich nur so nennen, wenn sie mit Lab aus Kälbern hergestellt werden, da es ein geschützter Begriff ist. Parmesan ist also nie vegetarisch.

Was ihr tun könnt

Ganz einfach: Ernährt euch vegan und kauft weder Parmesan noch einen anderen Käse. Greift stattdessen zu veganen Alternativen oder macht eure nächste vegane Käsesauce für die Makkaroni einfach selber!

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Hund oder Katze entlaufen: 12 Tipps, die bei der Suche helfen

Wenn euer Hund oder eure Katze weggelaufen ist, helfen euch diese Tipps, einen kühlen Kopf zu bewahren und euer Tier wiederzufinden!

05.Jan 2022

Wenn die Katze länger weg bleibt als gewöhnlich, aus der Wohnung ausgebrochen ist oder der Hund entlaufen ist, macht sich meist direkt Panik breit. Mit diesen zwölf Tipps bewahrt ihr einen kühlen Kopf, damit ihr effektiv nach eurem entlaufenen tierischen Mitbewohner suchen könnt.

Euer Hund oder eure Katze ist entlaufen? Diese 12 Tipps helfen euch bei der Suche!

1. Sucht an typischen Orten und den Lieblingsplätzen eures Vierbeiners

Oft kommen die Tiere zum Ort des Verschwindens immer wieder zurück oder suchen bekannte Stellen auf. Am besten wartet dort also jemand auf das entlaufene „Haustier“ – bei ängstlichen oder schüchternen Vierbeinern empfiehlt sich eine bekannte Person. Häufig laufen Tiere auch zu ihnen bekannten Orten, zum Beispiel zu Freund:innen in der Nähe, die ihr regelmäßig besucht. Bittet sie darum, aufmerksam zu sein und euch bei einer Sichtung zu informieren.

2. Sprecht Menschen in der direkten Umgebung an

Sprecht Leute an, die ihr bei der Suche nach eurem tierischen Mitbewohner trefft und bittet sie, euch direkt, die Polizei oder das Tierheim zu informieren oder euer Tier dort abzugeben, falls sie es sehen oder einfangen können.

3. Versucht euren Vierbeiner anzulocken

Ruft nach eurem Tier und versucht es mit bekannten Geräuschen – wie Pfiffen oder dem Klappern mit der vertrauten Futterschale – anzulocken.

4. Bittet Freund:innen, Nachbar:innen und Familie um Hilfe

Genau jetzt braucht ihr die Unterstützung von möglichst vielen Menschen – mehr Suchende können mehr sehen und mitbekommen: Fragt daher eure Familie, Nachbar:innen und Freund:innen, ob sie euch unterstützen und helfen können.

5. Informiert die Polizei oder das Ordnungsamt

Ruft die Polizei an und meldet euren Hund oder eure Katze als vermisst. Häufig ist die Polizei die erste Anlaufstelle, wenn jemand einen Hund oder eine Katze „findet“. Sollte das entlaufene Tier gechippt oder tätowiert sein, haltet die Mikrochipnummer bereit. Ihr findet sie im Impfausweis eures Vierbeiners.

6. Informiert die Tierheime in eurer Umgebung

Ruft regelmäßig bei den nahegelegenen Tierheimen und Auffangstationen in eurer Umgebung an. Haltet auch hier die entsprechende Mikrochipnummer bereit, sollte das entlaufene Tier gechippt oder tätowiert sein.

7. Informiert Tierärzte und Tierkliniken

Immer wieder werden Fundtiere auch zu Tierkliniken oder zu Tierärzt:innen gebracht. Dort gibt es in der Regel ein Chiplesegerät, mit dem meist schnell die Halter:innen ausfindig gemacht werden können. Natürlich muss euer tierischer Mitbewohner dazu von euch registriert worden sein. Das entsprechende Haustierregister wird von den Tierärzt:innen kontaktiert. Dieses setzt sich dann mit euch in Verbindung und teilt euch den Aufenthaltsort eures Vierbeiners mit.

8. Informiert Tasso und andere Haustierregister

Sollte euer Tier bei Tasso e.V. oder in einem anderen Register registriert sein, meldet das Tier dort so schnell wie möglich als vermisst. Das geht 24/7! Eine Registrierung empfehlen wir dringend.

9. Hängt Suchzettel auf

Dort, wo euer Hund oder eure Katze verschwunden ist und auch dort, wo ihr häufig unterwegs seid, solltet ihr auf jeden Fall Suchzettel aufhängen. Achtet dabei darauf, dass euer Tier auf dem Bild gut erkennbar ist und gebt Kontaktmöglichkeiten an. Beschreibt besondere Merkmale eures Tieres (ein Stehohr, ein Hängeohr, besondere Fellzeichnungen) auf dem Suchzettel. Außerdem solltet ihr beschreiben, wie sich die Personen dem Tier gegenüber verhalten sollen – zum Beispiel wenn euer Hund besonders ängstlich oder eure Katze sehr menschenscheu ist. Die Suchplakate von Tasso e.V. gibt es als Vorlage im Internet, ihr könnt aber auch eigene Zettel verteilen und aufhängen.

10. Nutzt Social Media: Facebook, Instagram, Twitter, TikTok und Co.

Postet einen informativen Suchaufruf mit einem Bild eures Tieres, auf dem es gut zu erkennen ist, auf eurer Facebook-Seite oder in eurer Instagram-Story und macht ihn öffentlich sichtbar, damit auch Freund:innen und deren Umfeld diesen Post teilen können. Möglicherweise erreicht auch ein Posting auf Twitter oder TikTok Menschen in eurer Umgebung oder die Person, die euer Tier gefunden oder gesehen hat.

Ruft eure Freund:innen auch aktiv dazu auf, eure Posts zu teilen. Zudem ist es sinnvoll, den Link zu euren Posts auch auf regionalen Seiten oder Gruppen für vermisste Hunde und Katzen zu teilen.

Wenn ihr Bedenken wegen des Datenschutzes habt, dann lasst die Seiten selbst die Vermisstenmeldung schreiben und stellt ihnen alle Informationen zur Verfügung.

11. Durchsucht die Nachbarschaft, wie ihr es noch nie getan habt!

Und das heißt: Redet mit allen: Postbot:innen, Menschen mit anderen Hunden und Nachbar:innen. Es passiert zum Beispiel immer wieder, dass Katzen aus Versehen auf benachbarten Grundstücken im Keller oder der Garage eingeschlossen werden. Benutzt zum Suchen eine Taschenlampe, um enge Verstecke zu durchleuchten, zum Beispiel unter geparkten Autos oder in Rohren.

12. Bleibt hartnäckig und gebt nicht auf!

Auch wenn es sich wie Jahre anfühlt, Tiere tauchen oft nach kurzer Zeit wieder auf. Aber selbst wenn dies bei euch nicht der Fall sein sollte, gebt nicht auf: Teilweise kommen Tiere auch nach Monaten von alleine wieder zurück oder finden über hilfsbereite Menschen zu ihren Halter:innen zurück.

Denkt immer daran, dass euer tierischer Freund auch zurück zu euch will. Wir drücken euch alle Daumen, dass ihr bald wieder zueinanderfindet.