Deshalb hat PETA ein Problem mit „Far Cry 5“

Ein Computerspiel bashen, weil man darin virtuelle Tiere töten kann? Warum PETA das gar nicht so albern findet.

© Ubisoft
25.Apr 2018

Die Wellen schlagen mal wieder hoch: Geht PETA zu weit damit, die Entwicklerfirma Ubisoft zu kritisieren, weil man in deren neuem Spiel „Far Cry 5“ angeln kann? Einige Leute in der Gamer-Community fassen sich an den Kopf, andere schütteln ihn nur darüber, was sich diese verrückten Tierschützer da jetzt wieder ausgedacht haben, als gäbe es keine wichtigeren Probleme. Aber ist die Kritik wirklich so unberechtigt?

Kurz von vorne: „Far Cry“ ist eine Reihe von Computerspielen. Schon im vierten Teil konnte man darin Fische in die Luft sprengen, und auch im fünften Teil geht es wieder auf Fischfang, diesmal mit Angeln. Die Entwickler Ubisoft sagen, so wäre es nun mal in Montana, wo das Game spielt, und die Spieler sollten schließlich ein möglichst realistisches Spielerlebnis haben – zumal dabei ja keine echten Tiere getötet würden.

Nur apropos Realität: Das Hope County, in dem „Far Cry“ spielt, gibt es in Montana gar nicht, und natürlich ist auch die ganze Geschichte mit der Sekte, auf der das Spiel basiert, erfunden. Welche Elemente der echten Welt sie in ihre fiktive übernehmen, haben die Entwickler also ganz bewusst entschieden. Und wenn man dann im Spiel Punkte dafür bekommt, Tiere zu fangen und zu töten, steckt da Absicht dahinter. Ubisoft tut damit so, als wäre es eine gute, ganz normale und zukunftsträchtige Idee, angeln zu gehen – dabei ist es genau das Gegenteil. Deshalb kann man das ruhig mal kritisieren.

Immer noch nicht überzeugt? Dann fragt euch mal, ob ihr hunden gehen würdet…

Unterhaltung

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Yung Hurn zeigt einen Hahnenkampf im Video zu „Bist du alleine“

Direkt danach flackert kurz das PETA-Logo auf. Was will uns der Musiker damit bloß sagen?

© Live From Earth / Youtube
25.Apr 2018

Wer sich in den letzten Jahren auch nur das kleinste Stück mit deutschsprachigem Cloudrap, Trap oder einfach Autotune-Balladen beschäftigt hat, kommt um Yung Hurn nicht herum. Dabei gibt sich der Österreicher gerne mal geheimnisvoll und rappt lieber schwammig über Drogen und Sex, als so Basis-Fakten wie sein Alter oder den Namen auf seinem Pass zu verraten. Vielleicht sind wir uns deshalb auch jetzt nicht ganz so sicher, was uns Yung Hurn mit seinem neuen Video zu „Bist du alleine“ sagen will.

Im Video ist er zusammen mit einer Frau zu sehen, mit der er gemeinsam durch die Nacht streift. Neben einer Karaoke-Szene und einer im Parkhaus ist dabei auch ein paar Mal ein Hahnenkampf zu sehen (zum ersten Mal ca. bei Minute 1:45) – und danach flackert kurz das PETA-Logo ins Bild. Ein Statement gegen Tierquälerei also? Ein meta-verspulter Kommentar zu irgendwas, das wir noch nicht verstehen? Oder wieder mal nur Yung-Hurn-mäßige Sinnlosigkeit? Schwer zu sagen.

Immerhin das wissen wir: Wie ihr noch ganz andere Formen von Tierquälerei auf Reisen erkennt. Und warum ihr Hühner nicht essen solltet.