Petfluencer: Tierliebe oder Tierquälerei?

Petfluencer sind die neuen Stars auf Instagram. Doch hinter den Fotos steckt oftmals Tierquälerei.

10.Dez 2019

Wir kennen sie alle – die Instagram-Accounts, auf denen es nur um Tiere geht. Hunde, Katzen, Igel und sogar Füchse posen vor der Kamera und sahnen dafür kräftig Likes ab. Auf den ersten Blick scheint nicht viel falsch an den niedlichen Tierbildern zu sein. Doch leider steckt hinter den Fotos oftmals Tierleid.

Vielen Haltern von Petfluencern geht es nämlich nicht nur darum, ihre tierischen Mitbewohner mit der Welt zu teilen, sondern darum, damit Geld zu verdienen. Sie schließen Werbedeals ab, für die dann der Hund neben Futterdosen platziert, die Katze in einen Rucksack gesteckt oder der Igel neben eine Wasserflasche gelegt wird. Einige Instagramer verdienen damit so viel Geld, dass sie sich selbstständig gemacht haben und hauptberuflich ihre Tiere fotografieren und posten.

Wie geht es den Tieren wirklich dabei?

Eigentlich sollte jedem Tierfreund klar sein, dass Tiere keine Fotomodels sind und es auch nicht sein wollen. Bei Petfluencern werden keine ungestellten Momentaufnahmen gepostet, sondern die Tiere werden inszeniert, drapiert, verkleidet und sogar in für sie gefährliche Situationen gebracht. Beispielsweise versetzt es einen Igel in Todesangst, wenn er für ein Foto neben eine Katze – seinen „Fressfeind“ – gehalten wird. Und das alles zur Belustigung der Follower und für profitable Werbedeals.

Die meisten Tiere finden Kostüme und Verkleidungen lästig und irritierend. Einige Kostüme schränken sie in ihrer Bewegung sogar extrem ein und sie würden sie am liebsten sofort wieder abschütteln. Auch verstehen Tiere nicht, wieso sie gerade in einer für sie unnatürlichen Haltung ausharren müssen, bis das perfekte Foto geschossen wurde. Tiere möchten einfach nur ein artgerechtes Leben in Frieden führen.

Qualzuchten und Wildtiere werden falsch dargestellt

Noch problematischer wird das Geldverdienen mit Tierbildern auf Instagram, wenn es sich dabei um Qualzuchten oder Wildtiere handelt. Qualzuchten wie Bulldoggen, Möpse oder Perserkatzen leiden ihr ganzes Leben unter den Folgen der Überzüchtung – sie bekommen kaum Luft, ihre Augen tränen, ihre Gelenke sind geschädigt und sie leben meist nicht lang. Auch afrikanische Weißbauchigel leiden aufgrund massiver Inzucht häufig an Krankheiten, genetischen Defekten und sterben sehr früh. All dieses Leid wird auf Instagram verschwiegen und die Follower erhalten ein völlig falsches Bild von den Tierrassen.

Auch Wildtiere und Exoten haben in Wohnzimmern und erst recht auf Instagram nichts verloren. Dazu gehören beispielsweise Igel, Affen, Füchse und exotische Katzenarten. Der Handel mit diesen Tierarten ist besonders grausam: Viele Tiere sind Wildfänge und ein Großteil von ihnen stirbt bereits beim Transport. Bis die Tiere gekauft werden, werden sie in Käfigen in Gefangenschaft gehalten und leiden oftmals an haltungsbedingten Krankheiten.

Menschen, die sich von Petfluencern zum Kauf eines solchen Tieres verleiten lassen, unterstützen dieses grausame und tierquälerische Geschäft. Per Klick im Internet oder auf Tierbörsen können die Tiere ganz einfach gekauft werden – auch wenn der Käufer nicht richtig über die Bedürfnisse der Tiere informiert ist. Die Leidtragenden sind immer die Tiere.

Bitte schaut genau hin, wem ihr bei Instagram folgt und welche Accounts ihr mit euren Likes, Kommentaren und Shares unterstützt!

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Diese Bilder zeigen, wie grausam Kaschmirpullover von Reserved sind

Ziegen schreien vor Schmerz, während ihnen die Haare ausgerissen werden. Bitte unterschreibt unseren Aufruf an Reserved, endlich auf Kaschmir zu verzichten!

10.Dez 2019

Wer bei Kaschmir an eine besonders luxuriöse Wollart denkt, wird hiermit eines Besseren belehrt. Kaschmir ist in erster Linie ein grausames Tierqualprodukt aus den Haaren wehrloser Ziegen. 90 Prozent des weltweit verkauften Kaschmirs stammen aus China und der Mongolei, wo es keinen Schutz für die Tiere gibt. Umso trauriger ist es, dass Marken wie Reserved Rollkragenpullis und andere Produkte aus dieser Wolle verkaufen und diese dann auch noch als „Premium Quality“ bezeichnen. 

7 Bilder, die beweisen, wie sehr Ziegen für Kaschmir leiden 

Arbeiter schmettern Ziegen zu Boden und verbiegen ihre empfindsamen Körper.  

© PETA Asia

Sie stellen oder setzen sich auf die Tiere, um sie am Fliehen zu hindern.

© PETA Asia

Die Tiere schreien panisch, während ihnen die Haare mit einem scharfen Metallkamm aus der Haut gerissen werden. 

© PETA Asia

Die dabei entstehenden Wunden werden entweder gar nicht versorgt oder behelfsmäßig mit Wein übergossen. 

© PETA Asia

Wenn die Ziegen nicht mehr genug Wolle geben, so schlägt man ihnen im Schlachthaus mit einem Hammer auf den Kopf, um sie zu „betäuben“. 

© PETA Asia

Teilweise gibt es überhaupt keine Betäubung. Arbeiter schneiden den Ziegen dann vor den Augen ihrer Artgenossen die Kehle durch und lassen sie auf dem dreckigen Fußboden ausbluten.  

© PETA Asia

Einige Tiere bewegten sich noch bis zu zwei Minuten lang.

© PETA Asia

Schluss mit dem Kaschmir-Wahnsinn!

Im Schnitt hat eine Ziege 240 Gramm Kaschmir. Für jeden einzelnen Reserved-Kaschmir-Pullover müssen also gleich mehrere Ziegen durch die Hölle gehen. Zusätzlich verursacht die Produktion von Kaschmir folgenschwere Umweltschäden. Und wozu das Ganze? Damit wir Menschen vorgeben können, etwas ganz Besonderes zu sein? Während Millionen von Ziegen unter Schmerzen schreien? Schluss mit diesem Irrsinn!

Bitte unterschreibt unsere aktuelle Petition an Reserved und klärt eure Freunde über Kaschmir auf. Nur gemeinsam können wir das Leid sogenannter Kaschmirziegen ein für alle Mal beenden! Marken wie ASOS oder Tom Tailor haben sich bereits dazu entschieden, keine Kaschmirprodukte mehr zu verkaufen.

Ziegen für Kaschmir brutal die Kehle durchgeschnitten – jetzt helfen!