Plastikstrohhalme sind nicht das Problem – sondern das hier

Wenn es um das Plastik in den Weltmeeren geht, machen Plastikstrohhalme nur einen sehr kleinen Teil aus. Fast die Hälfte stammt aus einer ganz anderen Quelle.

19.Jun 2018

In Sachen Umweltschutz ist gerade ein Thema ganz groß in der Diskussion: Plastikstrohhalme. Viele Cafés und Bars bieten ihre Getränke schon mit Alternativen aus Metall oder Glas oder ganz ohne an, und es wird darüber gesprochen, sie gleich flächendeckend zu verbieten. Das klingt grundsätzlich vernünftig, wenn man sich die riesigen Mengen an Plastik vor Augen führt, die in den Weltmeeren herumschwimmen – aber bei genauerem Hinsehen sind die Strohhalme nicht das Problem.

Eine aktuelle Studie von Wissenschaftlern, die mit dem Projekt Ocean Cleanup zusammenarbeiten, hat den sogenannten Great Pacific Garbage Patch untersucht, eine riesige Ansammlung von Plastikmüll im Nordpazifik zwischen Hawaii und Kalifornien. Ihre Erkenntnis: 46 Prozent des „Plastikmüllflecks“ bestehen aus Fischernetzen. Verglichen damit fallen die Plastikstrohhalme, die laut Schätzungen nur wenige Promille des Plastikmülls in den Meeren ausmachen, kaum ins Gewicht. Wer etwas für den Umweltschutz, den Tierschutz und dafür tun will, dass wir Menschen noch lange auf der Erde leben können, kann seine Limo gerne mit einem Glasstrohhalm trinken – vor allem aber müssen wir dringend aufhören, Fische zu essen.

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Warum fällt dieser Bär im Zirkus seine Trainer an?

Ein Video aus einem russischen Zirkus zeigt, wie Bär Mischa die Dompteure anfällt. Wir erklären die Hintergründe.

© v1.ru
19.Jun 2018

Bei einer Aufführung in einem russischen Zirkus hat ein Bär seine Trainer angefallen. In einem Video aus dem Publikum ist zu sehen, wie Mischa zunächst noch die Kunststücke mitmacht, die von ihm gefordert werden, sich dann aber gegen die Dompteure wendet und auf sie losgeht. Während eine Dompteurin versucht, ihn an der Leine festzuhalten, schlagen andere mit Stöcken auf ihn ein. Der Mann, den Mischa angegriffen hat, kommt mit dem Schock davon. Aber warum ist es überhaupt soweit gekommen?

Schon bei den Kunststücken, die Mischa mitmacht, ist zu sehen, wie gestresst und verängstigt das Tier ist. Die Stöcke, mit denen er geschlagen wird, sind in Zirkussen keine Seltenheit und werden – ähnlich wie Elefantenhaken und andere brutale „Werkzeuge“ – systematisch eingesetzt, um Tieren Angst einzujagen und sie zu den Aufführungen zu zwingen. Von alleine würden Bären, Tiger, Elefanten und andere Wildtiere solche Kunststücke nie machen, deshalb setzen Zirkusse körperliche und psychische Gewalt gegen sie ein. Kein Wunder, dass es unter solchen Bedingungen immer wieder zu Vorfällen kommt, bei denen diese gequälten Tiere sich gegen die Menschen wenden, die so mit ihnen umgehen – nicht um sie anzugreifen, sondern aus Notwehr.

Das würde euch passieren, wenn ihr ein Elefant im Zirkus wärt