Warum die Rollkur Tierquälerei ist

Beim Pferdesport hört man immer wieder von der tierquälerischen Rollkur. Doch was hat es mit dieser Trainingsmethode auf sich?

01.Okt 2019

Dass Pferdesport für die Tiere kein Vergnügen ist, sollte Tierfreunden klar sein. Kein Pferd springt aus reiner Freude über extrem hohe Hindernisse oder tänzelt unnatürlich über einen Reitplatz. Diese Dinge werden ihnen von Reitern mit teilweise umstrittenen Trainingsmethoden „antrainiert“.

Die Rollkur ist eine dieser Trainingsmethoden und ist besonders umstritten. Vor allem Dressur- und Springreiter, aber auch Freizeitreiter wenden diese Methode an: Sie ziehen mit den Zügeln den Kopf des Pferdes extrem weit nach unten, bis das Pferd mit seinem Mund seine Brust berührt. Diese Bewegung ist extrem unnatürlich und kann sehr schmerzhaft für das Tier sein, da sein Hals stark überdehnt wird. Auch die Haltung, Durchblutung und Atmung des Pferdes werden bei der Rollkur beeinträchtigt. Durch die tiefe Kopfhaltung wird sein Sehvermögen eingeschränkt und es kann die Orientierung verlieren. Studien haben außerdem gezeigt, dass Pferde während der Rollkur enorm unter Stress stehen.

© letstophorseabuse / IG

Durch die Rollkur können langfristige gesundheitliche Schäden entstehen, von denen sich die Tiere niemals erholen. Die Überdehnung des Pferdehalses kann die Wirbelsäule beschädigen oder die Ganaschen – also der hintere Bereich des Unterkiefers – können sich entzünden.

Ihr wollt etwas gegen diese grausame Trainingsmethode unternehmen? Informiert Freunde und Bekannte über die Rollkur und bittet sie, keine Pferdesport-Veranstaltungen zu besuchen. Oder macht mit beim Streetteam und setzt euch mit Protestaktionen für die Tiere ein.

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
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Warum ausgerechnet Vegetarier so oft gegen Veganer haten

Die fiesesten Anfeindungen gegen das vegane Leben kommen oft nicht von Fleischessern, sondern von Vegetariern. Was ist da los?

01.Okt 2019

Menschen, die sich entschieden haben, keine Tiere zu essen, haben grundsätzlich schon mal etwas gemeinsam – sollte man denken. Aber auch wenn Vegetarier und Veganer oft dieselben Gründe für ihre Lebensweise haben, die gleichen Produkte essen und sich gegenüber dem Rest der Gesellschaft oft ähnlich rechtfertigen müssen, tut sich immer wieder ein Graben auf. Ausgerechnet von Vegetariern hört man dann Sprüche wie „Boah, ohne Käse könnte ich nie leben“, „Vegan ist echt mal übertrieben“ oder irgendeine genervte Version von „Jetzt müssen wir uns schon wieder alle nach dir richten.“ Woher kommt das?

Vegetarier kennen solche Sprüche meist selbst zur Genüge. Die meisten von ihnen mussten sich aus ihrem Umfeld auch schon anhören, dass ihre Lebensweise blöd, kompliziert, arrogant oder nervig sei. Indem sie solche Vorurteile auf andere abschieben, positionieren sie sich selbst wieder als „normal“ und können gemeinsam mit Fleischessern abfällig auf Veganer herabsehen.

Außerdem bringt eine solche Distanzierung Vegetarier natürlich in die bequeme Position, ihre eigene Lebensweise nicht weiter hinterfragen zu müssen. Vielleicht wissen sie sogar, dass auch für Milch, Eier und Lederschuhe Tiere getötet werden, aber solange sie Veganer als zu extrem abstempeln, können sie sich darauf ausruhen, schon genug zu tun.

Dabei wäre es so wichtig, nicht gegeneinander zu arbeiten, sondern miteinander. Das gilt natürlich auch für diejenigen Veganer, die Vegetarier oder andere Veganer für jeden „Fehler“ fertigmachen. Statt sich gegenseitig zu kritisieren, bringt es viel mehr, sich gegenseitig zu unterstützen. Statt Vegetarier wegen jeder Scheibe Käse zu kritisieren, die sie sich aufs Brötchen packen, können Veganer sie auf einen veganen Cheeseburger einladen. Und statt den direkt schief anzusehen, können die Vegetarier ihn einfach mal probieren. Es soll welche geben, die gar nicht mal so schlecht schmecken.

Next Level: 5 Tipps, wie Fleischesser trotzdem eure Freunde bleiben.

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