Ist es okay, Second-Hand-Pelz zu tragen?

Neuen Pelz kaufen geht sowieso gar nicht klar. Aber was machen, wenn ihr ihn vererbt oder geschenkt bekommt?

19.Dez 2018

Soweit sind wir uns vermutlich einig: Wer 2018 noch Pelz kauft, hat gar nichts begriffen. Denn inzwischen wissen die meisten Menschen dann doch, dass für Pelz Millionen Tiere auf Pelzfarmen in winzigen und dreckigen Drahtgitterboxen eingesperrt leben, dort Schmerzen leiden und Verhaltensstörungen entwickeln, bis sie vergast, erschlagen oder per analem Stromschlag getötet werden – falls man sie nicht gleich lebendig häutet. Das kann man wissentlich nicht unterstützen wollen. Trotzdem kommt immer wieder die Frage auf: Was machen wir mit Pelz, den es schon gibt? Den beispielsweise die Großeltern vererben oder verschenken oder den man im Second-Hand-Laden sieht? Diese Tiere sind ja schon tot, könnte man dann denken, man erzeugt also kein weiteres Leid, wenn man diesen Pelz trägt – oder?

Allerdings setzt das Tragen von Echtpelz leider immer das Zeichen, dass es okay ist, Pelz zu tragen. Schließlich sieht man eurem Pelz nicht an, dass ihr ihn vererbt bekommen habt. (Ganz abgesehen davon, dass es sich einfach nicht gut anfühlt, in der toten Haut eines Lebewesens herumzulaufen.) Wegwerfen müsst ihr Pelzmäntel, Pelzstiefel oder Pelzstolen deshalb nicht. Spendet sie stattdessen für humanitäre Zwecke. Es gibt viele Hilfsorganisationen, die Kleiderspenden für Menschen in kalten Regionen organisieren, die sich selbst keine warme Kleidung leisten können.

Übrigens: Auch diese 12 Luxusmarken haben inzwischen Pelz verbannt.

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79 Prozent der Veganer würden keine Fleischesser daten

Eine Datingplattform hat herausgefunden, dass viele Veganer am liebsten andere Veganer daten – oder jemanden, der es während der Beziehung wird.

19.Dez 2018

40.000 Datensätze von Vegetariern und Veganern hat eine deutsche Datingseite ausgewertet und herausgefunden: 79 Prozent der veganen Mitglieder suchen nach einem veganen Partner und können sich keine Beziehung mit jemandem vorstellen, der auf Dauer Fleisch essen will. (Bei den Vegetariern sind es immerhin 63 Prozent.) Allerdings ist es für 55 Prozent der veganen Mitglieder okay, wenn ihr Partner zu Beginn der Beziehung noch Fleisch isst, sich aber in Zukunft vegan oder vegetarisch ernährt.

Diese Zahlen lassen sich auf verschiedene Arten interpretieren. Zunächst einmal ist es vor allem logisch, dass Menschen beim Dating auf Gemeinsamkeiten achten – umso wichtiger, wenn man Vegansein nicht nur als Ernährungsform, sondern als etwas sieht, das man aus ethischer Überzeugung lebt. Dass relativ viele Veganer aber erst mal nichts dagegen hätten, eine Beziehung mit einem Fleischesser anzufangen, zeigt vielleicht auch, dass sie wissen, dass sich Menschen ändern können – schließlich sind die wenigsten von ihnen selbst als Veganer geboren worden. Das heißt nicht unbedingt, dass sie vorhaben, ihren Partner auf Teufel komm raus zu veganisieren, sondern vermutlich eher, dass sie sich jemanden suchen, der in Sachen Weltanschauung schon ziemlich auf ihrer Wellenlänge ist und nur noch nicht so richtig über die eigene Ernährung nachgedacht hat. Vielleicht lernen sie dafür in Beziehung andere Dinge, denn auch Veganer sind – Überraschung – noch nicht in allen Lebensbereichen perfekt.

Chatten ist ja gut und schön, aber so geht Sex vegan.