So leiden Tiere für Hollywood-Filme

Die Tiere, die Gary Gero trainiert, spielen auch in „Harry Potter“ oder „Game Of Thrones“ mit. Abseits der Leinwand leben sie unter schlimmen Bedingungen.

© PETA USA
24.Jan 2017

Das Video, das ein Ermittlerteam von PETA USA bei Gary Geros Birds & Animals Unlimited (BAU) aufgenommen hat, zeigt tierquälerische Zustände. Eine Eule, die laut Aussagen von Mitarbeitern bei „Harry Potter“ zum Einsatz gekommen ist, lebt da in einem Käfig, dessen Boden komplett mit Fäkalien verdreckt ist. Ein Schwein hat blutige Wunden, die nicht behandelt werden. Pinguine, die im Film „Batman Returns“ mitspielen, bekommen kein sauberes Trinkwasser.

Gary Gero ist einer der bekanntesten Tiertrainer Hollywoods. Er verdient sein Geld, indem er verschiedenste Tiere an Filme und Serien wie „Game Of Thrones“, „Fluch der Karibik“, „The Hangover“ und „Marmaduke“ verleiht. Mit BAU betreibt er eine Trainingseinrichtung in Kalifornien und einen „Gnadenhof“ in Florida. Das Geld, das die Tiere ihm einbringen, setzt er ganz offensichtlich nicht dazu ein, ihnen angemessene Lebensumstände zu ermöglichen.

Die Zustände bei BAU blieben offenbar jahrelang unentdeckt. Wer einen Film oder eine Serie mit Tieren sieht, kann sich also nie sicher sein, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten und trainiert wurde. Deshalb ist es am besten, solche Filme zu boykottieren und stattdessen Filmemacher zu unterstützen, die ohne Tiere oder mit computergenerierten CGI-Tieren arbeiten.

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Müssen Kühe gemolken werden?

Kann der Euter einer Kuh wirklich explodieren, wenn man sie nicht melkt? Hier erfahrt ihr, ob Kühe gemolken werden müssen.

© JMcArthur / We Animals
24.Jan 2017

Es klingt wie eine alberne Frage, aber auch die verdienen Antworten. Und tatsächlich scheinen Kühe unter Stress zu stehen und manchmal sogar Schmerzen zu haben, wenn ihr Euter prall mit Milch gefüllt ist. Tun wir den Tieren dann nicht einen Gefallen damit, wenn wir sie melken?

Was viele Menschen nicht wissen: Kühe sind ganz normale Säugetiere, die nur dann so viel Milch geben, dass es für den Landwirtschaftsbetrieb profitabel ist, wenn sie ein Kalb geboren haben. Deshalb werden weibliche Kühe immer wieder künstlich befruchtet, damit sie möglichst oft Nachwuchs bekommen. Zum vollen Euter gehört also immer auch eine kleine Kuh, die daraus trinken will. Um die Milch aber verkaufen zu können, werden Mütter und Kinder in der Milchindustrie meist kurz nach der Geburt oder nach wenigen Stunden getrennt und die Mütter dann von Menschen oder Maschinen gemolken. Die Kälber bekommen Ersatznahrung.

Wie alle Säugetiere produzieren Kühe nur so lange Milch, wie ihre Kinder regelmäßig davon trinken – oder wie die Maschinen es ihnen vorgaukeln. Eine Kuh in der Milchindustrie produziert deshalb ununterbrochen Milch, da sie praktisch die ganze Zeit schwanger gehalten wird. Würde man die Milchproduktion nicht ununterbrochen vorantreiben, indem man sie künstlich befruchtet, würde die Laktation irgendwann zurückgefahren werden, spätestens wenn das Kalb abgesetzt ist. Übrigens: die Kuh schreit nicht danach, gemolken zu werden, sondern nach ihrem Kind, das ihr entrissen wurde. Die Kälber werden wiederum entweder selbst zu Milchkühen oder landen direkt beim Schlachter.

Wir helfen den Kühen also nicht, wenn wir sie melken, sondern schaden ihnen damit, dass wir sie Kinder bekommen lassen, um die sie sich dann nicht kümmern dürfen – und tragen leider auch als Vegetarier dazu bei, dass Tiere getötet werden. Dabei brauchen wir Menschen ihre Milch gar nicht. Als Babys können wir Menschenmilch trinken, und später gibt es zum Beispiel Sojamilch, Hafermilch oder Haselnussmilch, die erschwinglich und lecker sind und den Kühen wirklich helfen.

Ihr denkt drüber nach, es mal ohne Milch zu versuchen? Unser Veganstart hilft euch beim Einstieg.

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