So sehen die verschiedenen Haltungsformen bei Hühnern aus

Kleingruppenhaltung, Bodenhaltung, Freilandhaltung, Biohaltung: Das steckt hinter den Begriffen auf den Eierpackungen.

24.Sep 2018

Käfighaltung

(auf dem Ei mit einer Nummer gekennzeichnet, die mit 3 anfängt)

Die Käfighaltung wird gerne auch Kleingruppenhaltung genannt, gemeint ist aber dasselbe: Größere Käfige, in denen meist bis zu 60 Tiere eingesperrt und die nur mit einem Platz zur Eiablage, einer Art Scharrbereich und einer Sitzstange ausgestaltet sind. Jedes Huhn hat hier gerade mal die Fläche eines Din-A4-Blattes Platz zur Verfügung. Über fünf Millionen Hennen (11,4 Prozent) mussten 2013 in dieser Haltungsform auf Drahtgitterböden leben, die sich in die Fußballen der Tiere drücken und zum Teil schwere Entzündungen und Schmerzen hervorrufen. Eier, die in Produkten wie Nudeln oder Fertiggerichten verarbeitet sind, stammen meist aus dieser Käfighaltung. Es reicht also nicht, abgepackte Käfigeier zu vermeiden.

Bodenhaltung

(auf dem Ei mit einer Nummer gekennzeichnet, die mit 2 anfängt)

Bodenhaltung klingt erst mal fair, bedeutet aber laut EU-Verordnung, dass sich neun Hennen einen Quadratmeter teilen. 64,5 Prozent der Hennen lebten 2013 in dieser engen Haltungsform. Dabei sind mehrere Ebenen erlaubt, sodass auf der gleichen Grundfläche oft wesentlich mehr Tiere untergebracht sind. Genau wie in der Käfighaltung picken sich die Hennen, trotz abgetrennter Schnabelspitzen, gegenseitig die Federn heraus, was unter anderem mit der Züchtung, falscher Fütterung, Stress, Platzmangel, Bewegungsmangel und Langeweile zu tun hat.

Freilandhaltung

(auf dem Ei mit einer Nummer gekennzeichnet, die mit 1 anfängt)

In der Freilandhaltung, in der 2013 15,7 Prozent der Hennen lebten, hätten sie theoretisch die Möglichkeit, nach draußen zu gehen. Leider werden die Ausläufe von den Tieren jedoch oft nicht angenommen, da sie bewusst nicht mit schützenden Dächern, Büschen oder Ähnlichem ausgestattet sind. Als Fluchttiere fürchten Hühner unter freiem Himmel Fressfeinde aus der Luft oder am Boden und wagen sich daher oft nicht ins Freie. Im Stall haben sie allerdings nicht mehr Platz als in der Bodenhaltung. Auch hier stehen sie auf Gitterböden oder auf ihrem eigenen Kot, wodurch sich die Fußballen der Tiere entzünden. Alle Haltungssysteme weisen eine hohe Mortalitätsrate auf: In einer Halle mit 10.000 bis 30.000 Hühnern sterben jeden Tag etwa 5 bis 15 Tiere. Damit es nicht noch mehr sind, werden Futter und Wasser mit Antibiotika und anderen Medikamenten sowie mit Stresshemmern versetzt.

Biohaltung

(auf dem Ei mit einer Nummer gekennzeichnet, die mit 0 anfängt)

8,4 Prozent der Hennen lebten 2013 in der ökologischen Erzeugung, wo Ausläufe zwar garantiert werden müssen, bei schlechten Witterungsverhältnissen jedoch geschlossen werden. Die Vorstellung vom „Bio-Huhn“ auf der grünen Wiese stimmt also eher nicht. Auch in der Bio-Haltung müssen sich im Stall sechs Tiere einen Quadratmeter teilen und ihre Schnäbel können kupiert werden. Die Hennen stammen aus den gleichen Brütereien und sterben in den gleichen Schlachthäusern wie die aus anderen Haltungssystemen. Recherchen zeigen, dass auch in der ökologischen Haltung mehrere Tausend Hühner in einem Stall leben und sich gegenseitig blutig picken.

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Der Dackeltrend muss aufhören

Gerade waren Französische Bulldoggen noch der It-Hund, jetzt laufen alle mit Dackeln herum. Warum das gefährlich ist.

24.Sep 2018

Man sollte es nicht glauben, aber auch bei Tieren gibt es Trends. Wenn Hollywood-Stars von ihren Minischweinen erzählen, wollen plötzlich alle ein Minischwein in der Wohnung haben. Wenn animierte Clownfische an den Kinokassen ziehen, werden mit einem Mal massenhaft echte Clownfische verkauft – und bald im Klo heruntergespült. Und selbst bei „normalen“ Haustieren wie Hunden sind immer wieder andere Rassen im Trend. Nachdem zuletzt sämtliche Modeblogger und Privathipster mit Französischen Bulldoggen herumliefen, sieht man inzwischen immer mehr Dackel. Und das ist ein Problem.

Denn wenn bestimmte Rassen besonders gefragt sind, werden diese Rassen gezielt nachgezüchtet. Dabei steht meist nicht die Gesundheit der Tiere im Vordergrund, sondern dass sie merkwürdigen rein optischen „Rassezielen“ entsprechen – bei Dackeln also zum Beispiel die kurzen Beine zum langen Körper. Das führt dazu, dass viele Dackel unter Wirbelsäulenproblemen leiden, Bandscheibenvorfälle bekommen und sich teilweise nicht mal mehr bewegen können. Den Züchtern ist das egal, solange sie damit Geld verdienen.

Deshalb ist es wichtig, solche Trends nicht mitzumachen. Klar sind Dackel niedlich – so wie Französische Bulldoggen, Möpse, Sphinx-Katzen und andere Qualzuchten auch. Aber wer ein Tier aufgrund der Rasse kauft, fördert damit immer die Nachfrage und die Nachzucht. Viel besser ist es immer, ins Tierheim zu gehen und dort einen Hund zu finden, dessen Persönlichkeit zu einem passt. Instagramtauglich ist sowieso jedes Tier.

Immer noch unsere liebste Adoptionsgeschichte: Krysten Ritter und Mikey.

Krysten Ritter & Mikey