Was ist Speziesismus?

Kompliziertes Wort, einfache Erklärung: Warum es wichtig ist, dass wir das Prinzip Speziesismus verstehen.

29.Apr 2019

Wer sich in veganen Kreisen herumtreibt, hat den Begriff vielleicht schon mal gehört: Speziesismus. Damit ist der menschliche Glaube daran gemeint, dass bestimmte Spezies anderen überlegen sind. Diese Vorstellung zeigt sich auf zwei Arten: Erstens denken Menschen, dass sie selbst wichtiger sind als alle anderen Tiere. Und zweitens denken sie, dass es okay, Tiere je nach ihrem Zweck für den Menschen zu unterscheiden, also zum Beispiel einige von ihnen als „Nutztiere“ zu sehen und andere nicht.

Deshalb hängt der Speziesismus auch eng mit dem Karnismus zusammen, also dem Glaubenssystem, das dafür sorgt, dass wir beispielsweise Schweine essen, Hunde aber nicht. Das Absurde am Speziesismus ist jedenfalls, dass er keine sinnvolle Begründung hat. Schweine etwa sind sehr schlaue und liebe Tiere, und es gibt keinen Grund, sie zu essen, während man das bei Hunden total unmöglich finden würde. Und woher nehmen sich Menschen das Recht, Tiere schlecht zu behandeln, nur weil sie sich selbst für klüger halten? Wir legen schließlich sonst auch Wert auf ethische Prinzipien und Gerechtigkeit und essen nicht direkt jeden, der ein paar IQ-Punkte weniger hat als wir. Speziesismus ergibt also ziemlich wenig Sinn.

Zum Weiterlesen: Warum der Mensch nicht an der Spitze der Nahrungskette steht.

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Warum Greta Thunberg vegan lebt

Beim Thema Klimaschutz kann jeder bei sich selbst anfangen. Die Aktivistin Greta Thunberg lebt es vor.

© Gretathunberg / Instagram
29.Apr 2019

Wer Greta Thunberg ist, muss man inzwischen niemandem mehr erklären. Die junge Klima-Aktivistin hat mit ihren #fridaysforfuture eine ganze Bewegung angestoßen, die Freitags die Schule bestreikt und stattdessen für den Klimaschutz protestiert. Sich gegen Politiker und Konzerne einzusetzen, die den Klimawandel fördern statt ihn zu stoppen, ist glücklicherweise immer mehr Menschen wichtig. Und wie viele von ihnen hört auch Greta nicht bei den Schildern und den politischen Forderungen auf, sondern lebt außerdem ihr eigenes Leben möglichst klimafreundlich. Ihre Reisen unternimmt sie mit der Bahn, sie trägt meist dieselben Klamotten, statt sich ständig neue zu kaufen – und sie ernährt sich vegan.

Für Greta ist der Zusammenhang klar. „Informiere dich, bilde dich weiter, versuche, die Klimakrise zu verstehen“, schlägt sie vor, wenn sie in Interviews gefragt wird, was jeder Einzelne für den Klimaschutz tun kann. „Sprich mit anderen, trage die Botschaft weiter, fordere, dass etwas dagegen getan wird. Im Alltag solltest du vegan leben, nicht mehr fliegen und Auto fahren und weniger konsumieren.“ Denn Fleisch, Milch, Eier und andere Tierprodukte zu konsumieren, schadet nicht nur Mensch und Tier, sondern auch der Umwelt. Für die Tierwirtschaft gehen extrem viele Ressourcen drauf, und sie erzeugt gleichzeitig massenhaft Treibhausgase, Feinstaub und Abwässer. Deshalb passen Klimaschutz und Tierprodukte auf dem Teller nicht zusammen.

Und es gibt noch mehr, das jeder Einzelne für das Klima und die Tiere tun kann. Zirkusse mit Tieren boykottieren beispielsweise, tierversuchsfreie Kosmetik kaufen (oder selbst machen) oder – wie Greta, die auf Instagram auch immer wieder Fotos mit ihren adoptierten Hunden teilt – ein Tier aus dem Tierheim aufnehmen statt eins beim Züchter zu kaufen. Greta jedenfalls geben die Ruhepausen mit ihren Hunden die nötige Energie, um auch am nächsten Freitag wieder für das Klima zu streiken.

Hier sind noch 5 Dinge, die jeder gegen den Klimawandel tun kann.

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