Was ihr beim Adoptieren von Tieren beachten solltet

Ihr wollt gerne einem Tier ein Zuhause schenken? Wir geben Tipps und stellen die wirklich wichtigen Fragen, dir ihr euch vorher ehrlich beantworten solltet.

11.Jul 2019

Habt ihr wirklich die Zeit?

Jedes Tier benötigt unterschiedlich viel Aufmerksamkeit: Pflege, Gassi gehen, Gehege sauber machen, Kuscheleinheiten und und und. Daher solltet ihr euch diese Fragen stellen: Wie oft seid ihr zuhause? Wie oft könntet ihr euch um das Tier kümmern? Greift euch jemand bei der Pflege unter die Arme? Könnt ihr euch auch langfristig um ein Tier zu kümmern?

Seid ihr euch eurer Verantwortung bewusst?

Vergesst bitte niemals: Einmal bei euch Zuhause, ist das Tier komplett auf euch angewiesen. Diese Verantwortung solltet ihr ernst nehmen. Einige Tiere werden 10, 15 oder sogar 80 Jahre alt! Das ist eine ganz schön lange Zeit. Um zu testen, ob ihr euch dieser Verantwortung gewachsen fühlt, könnt ihr euch mit Freunden austauschen und vielleicht auch mal ein Tier für zwei bis vier Wochen in Pflege nehmen. So bekommt ihr einen ganz guten Überblick und könnt abschätzen, ob ihr wirklich die notwendige Zeit und Energie aufwenden könnt und möchtet.

Bitte denkt dabei auch immer daran, dass euch das Tier nicht gehört, es euch nicht unterlegen ist und keinerlei Verpflichtung hat, mit euch zu kuscheln oder zu spielen. Ihr bietet ihm lediglich ein liebevolles Zuhause, auf das es angewiesen ist.

Schlafender Hund

Habt ihr wirklich genügend Platz?

Tiere benötigen unterschiedlich viel Auslauf. Der Bedarf unterscheidet sich aber von Tier zu Tier. Hunde müssen beispielsweise mehrmals am Tag raus und das auch nicht nur für fünf Minuten. Kaninchen sollte man nicht in einem kleinen Käfig halten. Fachliteratur oder Internetforen und Websites geben euch einen guten Einblick in die Pflege und Bedürfnisse der Tiere. Dabei solltet ihr alle Quellen kritisch betrachten – immer noch werden teilweise absolute Mindeststandards kommuniziert oder auch unzutreffende Angaben gemacht.

Habt ihr wirklich das Geld?

Auf den Punkt: Tiere kosten Geld. Und damit sind nicht nur die Anschaffungskosten gemeint, sondern auch Tierarztrechnungen, Futter und Pflege. Wird ein Tier älter, fallen auch meistens mehr Tierarztrechnungen an.

Kann das Tier wirklich (ohne einen Artgenossen) bei euch leben?

Manche Tiere vereinsamen, wenn sie einzeln gehalten werden. Andere eigenen sich auch überhaupt gar nicht dazu, in Wohnungen zu leben. Und dass das Tier traurig ist, ist schließlich das Letzte, was ihr wollt, richtig? Informiert euch vorher also unbedingt, ob das Tier wirklich (alleine) bei euch leben kann. Tipps dazu findet ihr auf unserer Webseite und auf PETA.de.

Katze am Fenster

Woher soll das Tier kommen?

Wir möchten euch darum bitten, immer ins Tierheim zu gehen. Denn egal ob Kaninchen, Meerschweinchen, Hund, Katze oder Vogel: All diese Tiere – und viele andere – warten in Tierheimen oder Pflegestellen auf ein neues Zuhause. Jedes Jahr landen über 300.000 Hunde, Katzen, Kaninchen, Reptilien und andere Tiere in deutschen Tierheimen – und sie müssen immer länger auf eine zweite Chance warten.

Manche von ihnen finden gar kein neues Zuhause und bleiben ihr Leben lang im Tierheim. Trotzdem züchten unverantwortliche Menschen ständig neue Tiere und kurbeln das Problem weiter an – für ihren Profit oder den Rassenwahn. Jeder Kauf von einem Züchter nimmt damit einem Tier im Tierheim die Chance auf ein liebevolles Zuhause.

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Katze abkühlen bei Hitze – 6 Tipps für den Sommer

Hohe Temperaturen im Sommer sind für Katzen sehr gefährlich. Wir zeigen, wie eure Katzen gut durch den Sommer kommen.

11.Jul 2019

1. Fenster schließen

Oder ganz öffnen. In gekippten Fenstern können Katzen sich einklemmen und schlimmstenfalls ersticken oder sich das Genick brechen, deshalb lieber nicht auf Kipp stehen lassen.

2. Abkühlung verschaffen

Katzen schwitzen nicht. Sie hecheln oder lecken sich das Fell. Um ihnen beim Runterkühlen zu helfen, könnt ihr mit einem angefeuchteten Waschlappen über ihr Fell streichen. Schaut auch, dass sie irgendwo einen kühlen, schattigen Raum zur Verfügung haben.

3. Zum Trinken animieren

Je mehr Näpfe und Trinkbrunnen Katzen zur Verfügung haben, desto besser. So werden sie immer wieder ans Trinken erinnert. Probiert es ruhig auch mal mit ein paar Eiswürfeln oder mischt ein bisschen Wasser in ihr Futter.

Katze trinkt

4. Futter austauschen

Nassfutter lasst ihr am besten nicht zu lange stehen. In den Sommermonaten legen Fliegen sonst gerne ihre Eier darin ab.

5. Insektenstiche behandeln

Katzen fangen gerne Insekten. Bienen– und Wespenstiche können jedoch Allergien auslösen und bei einem Stich in den Hals im schlimmsten Fall zum Erstickungstod führen. Äußerliche Schwellungen könnt ihr mit einem in ein Tuch gewickeltes Kühlpad oder einem in Essigwasser getränkten Tuch behandeln. Bei Stichen in der Halsgegend sollte eure Katze sofort zum Tierarzt.

6. Sonnenbrand vorbeugen

Hört sich verrückt an, aber gerade Katzen mit heller Haut können sich die Haut verbrennen. Verstreicht ihr ein kleines bisschen parfümfreie Sonnencreme auf Nase und Ohren, seid ihr auf der sicheren Seite. 

Katze am Fenster

Auch andere Tiere brauchen im Sommer ein bisschen Hilfe. Hier sind unsere Hitzetipps für Hunde sowie Nager und Vögel.