Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Sich einen Hund, eine Katze oder ein anderes Tier zu wünschen ist mehr als verständlich. Eins zu Weihnachten zu verschenken ist trotzdem keine gute Idee.

Foto: PETA / Katharina Kröger
19.Nov 2018

Es ist meist gut gemeint: Jemand wünscht sich einen Hund, eine Katze, ein Meerschweinchen oder eine Schildkröte, weil es sich nun mal sehr schön anfühlt, ein Tier an seiner Seite zu haben und sich darum zu kümmern, dass es ihm gut geht. Klar hat dieser Mensch vor, regelmäßig mit dem Hund rauszugehen, der Katze nur das beste Futter zu kaufen und alle Steckdosen kaninchensicher zu machen, und überhaupt soll es das Tier richtig gut bei ihm haben. Warum sollte man diesem Menschen den Wunsch nicht erfüllen, vielleicht zu Weihnachten?

Das Problem ist nicht, dass die Absicht nicht stimmt, sondern dass viele Menschen den Wunsch nach einem Tier nicht zuende durchdenken. Der beste Beweis dafür ist, dass die Tierheime nach den Feiertagen regelmäßig Tausende Neuankömmlinge unterbringen müssen, obwohl sie sowieso schon überfüllt sind. Denn auch wenn so ein Welpe mit einer roten Schleife um den Hals unterm Weihnachtsbaum sehr süß ist: Der Alltag mit einem Hund sieht anders aus.

Sich ein Tier ins Haus zu holen ist eine große Entscheidung, und die sollte man nicht einfach so treffen, nur weil Ende Dezember ist. Vor allem Kinder können oft nicht einschätzen, wie es ist, sich jahrelang um ein Tier zu kümmern, egal ob es gerade regnet oder Freibadwetter ist, in den Ferien, während Krankheitsphasen und irgendwann im Alter. Aber auch viele Erwachsene schätzen den Aufwand und die Kosten falsch ein, die es mit sich bringt, einen Hund impfen zu lassen, Möbel und Zimmerpflanzen auf Katzen abzustimmen oder eine Ratte so zu halten, dass sie sich nicht langweilt.

Tiere zu kaufen ist sowieso nie eine gute Idee, das gilt erst recht für exotische Tiere wie Schlangen, Geckos oder Schildkröten, die nicht in unsere Gefilde gehören. Wer Tieren helfen will, besucht am besten das nächste Tierheim und adoptiert da einen Hund, eine Katze oder ein Kleintier. Das geht nach dem Weihnachtsstress viel entspannter als vorher, und man hat nicht nur Zeit, sich mit den eigenen Plänen auseinanderzusetzen, sondern auch, Tiere erst einmal in Ruhe kennenzulernen. Einen neuen Mitbewohner will man ja nicht das erste Mal sehen, wenn er schon im Wohnzimmer sitzt, sondern lieber erst mal schauen, ob man zusammenpasst.

Ihr wisst nicht, was ihr sonst verschenken sollt? Wir wär’s mit Weihnachtssüßigkeiten, Kosmetik oder selbstgemachten Plätzchen?

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Diese 12 Luxusmarken verbannen Pelz

Innerhalb eines Jahres haben diese 12 Luxusmarken und Kaufhäuser versprochen, künftig keinen Pelz mehr einzusetzen.

19.Nov 2018

Jean Paul Gaultier

Jean Paul Gaultier kündigte im November 2018 live im französischen Fernsehen an, für seine künftigen Kollektionen keinen Pelz mehr zu nutzen. Er räumte ein, die Art und Weise, wie Tiere ihres Pelzes wegen getötet werden, sei „absolut furchtbar“. Viele Jahre übte PETA Druck auf den Modedesigner aus. Gemeinsam mit Ingrid Newkirk stürmten PETA-Aktivisten 2006 sogar seine Boutique in Paris.

Breuninger

Über ein Jahrzehnt hat PETA vor dem Luxus-Kaufhaus Breuninger gegen den Verkauf von Pelz demonstriert. Im Oktober 2018 verkündete Breuninger in einer öffentlichen Meldung dann, dass das Sortiment aller elf Häuser sowie der Onlineshop bis zur Frühjahrssaison 2020 pelzfrei sein werden.

Coach

Nach über elf Jahren an Protesten durch PETA USA, Aktionärsbeschlüssen, persönlichen Treffen und anderen Bemühungen gegen die Gefangenhaltung und Tötung von Tieren per Stromschlag willigte im Oktober 2018 auch Coach ein, den Verkauf von Pelz zu beenden. Der Hersteller von Luxus-Accessoires und Taschen sagte, dies zu tun, sei „das Richtige“.

Diane von Furstenberg (DVF)

Ebenfalls im Oktober 2018 kam von der Marke Diane von Furstenberg die erfreuliche Nachricht, zukünftig nicht nur Pelz, sondern auch die qualvoll hergestellte Angorawolle aus dem Sortiment zu streichen: „DVF hat sich verpflichtet, die Produktion und Verwendung von Pelz in allen künftigen Kollektionen einzustellen. Das Unternehmen ist besorgt über die ethischen und ökologischen Auswirkungen der Verwendung von Zuchtpelz in Modekollektionen (…).“

Burberry

Das Modehaus verkündete im September 2018, zukünftig keine Pelze und Angorawolle mehr zu verkaufen. Nach jahrzehntelangen Protesten freuen wir uns riesig über diese Entscheidung, die Millionen von Tieren das Leben retten wird.

Furla

Nachdem PETA USA knapp ein Jahr lang Druck auf das Unternehmen ausübte und weltweit über 200.000 E-Mails von PETA-Unterstützern bei Furla eingingen, hat sich das Modelabel dazu entschieden, zukünftig keine Pelze mehr zu verwenden. Ab 2019 sollen alle Designs pelzfrei werden.

Belstaff

Die britische Luxusmarke genießt vor allem in Großbritannien Kultstatus. Umso erfreulicher ist es,dass Belstaff im Juli 2018 verkündete, dass für die Modestücke des Unternehmens ab Januar 2019 keinem Tier mehr die Haut vom Körper geschnitten wird. Zuvor hatte PETA UK Belstaff kontaktiert und darüber informiert, wie Kojoten und andere Tiere ihres Felles wegen in Fallen gefangen und getötet werden.

John Galliano

Nach über 20 Jahren Kampagnenarbeit konnte PETA USA den Modedesigner John Galliano im April 2018 endlich davon überzeugen, Pelz den Rücken zu kehren. Ein persönliches Gespräch mit Dan Mathews, Vizepräsident von PETA USA, spielte bei der Entscheidung eine ganz besondere Rolle.

DKNY und Donna Karan

Auch diese beiden US-amerikanischen Unternehmen blicken ab 2019 einer pelzfreien Zukunft entgegen: „Wir haben für die beiden Marken Donna Karan und DKNY beschlossen, ab Herbst 2019 keinen Pelz mehr einzusetzen.“

Versace

Kurz zuvor, im März 2018, verkündete auch die italienische Designerin Donatella Versace stolz:

„Pelz? Da bin ich raus. (…) Ich möchte keine Tiere töten, um Mode zu machen. Es fühlt sich nicht richtig an.“

Michael Kors

Im Dezember 2017 hat Michael Kors angekündigt, in Zukunft keinen Pelz mehr zu verwenden. Nach einer Übergangszeit will das Unternehmen bereits ab Ende 2018 pelzfrei sein.

Gucci

Im Oktober 2017 begann mit Guccis Pelzausstieg die Welle pelzfreier Luxuslabel. Über 20 Jahre lang hatte PETA gegen das Label protestiert. Im Frühjahr 2018 war es dann endlich soweit – Gucci ist pelzfrei!

Eine Marke, die noch fehlt: Escada. Unterschreibt deshalb jetzt unsere Petition, um Escada pelzfrei zu machen.

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