Tiger King: 39 Tiger gerettet und in Auffangstationen gebracht

Sie wurden eingesperrt und gequält. Heute genießen sie ihr Leben in Auffangstationen. Wie wurde das erreicht?

© PETA USA
27.Apr 2020

Wer die neue Netflix-Serie „Tiger King: Großkatzen und ihre Raubtiere“ gesehen hat, hat auch einen Einblick in die unvorstellbar grausamen Machenschaften der Betreiber der ausbeuterischen Großkatzen-Industrie bekommen. Im Vordergrund steht das Leben des kriminellen Privatzoo-Besitzers Joseph Maldonado-Passage aka Joe Exotic. Was man in dieser Serie nicht erfährt, ist, dass PETA USA dabei geholfen hat, 39 Tiger, drei Bären, zwei Paviane und zwei Schimpansen aus der Gefangenschaft von Joe Exotic in eine Wildtier-Auffangstation zu überführen. Es wurde ihnen dabei ein Start in ein neues, artgerechtes Leben geschenkt.

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Pearl, ein weißer Tiger, lebt jetzt im Wild Animal Sanctuary.

Bevor sie ihr neues Leben in der Auffangstation starten konnte, wurde Pearl im Alter von nur wenigen Wochen aus einem Privatzoo in Mississippi in den Zoo Dade City’s Wild Things (DCTW) in Florida gekarrt. Pearl war einer der 19 Tiger, die einen gefährlichen Horror-Trip zu Joe Exotic hinter sich bringen mussten. 18 Stunden litten sie in der Hitze in einem Anhänger aus Metall – ohne Zugang zu Trinkwasser oder Abkühlung. Während dieser Reise wurden drei Tigerjunge geboren und starben.

© PETA USA
Curly (links) und Mo im Wild Animal Sanctuary.

PETA USA rettete die Tiger vor Joe Exotic

Jahrelang setzten sich Tierschützer für die Tiere ein. PETA USA ermittelte und zog vor Gericht. So wurde erreicht, dass Mo, Curly, Pearl und vielen weiteren Tigern ein neues, artgerechtes Leben in großzügigen und artgerechten Auffangstationen geschenkt werden konnte.

© PETA USA
Mo kann jetzt in der Auffangstation die Sonne genießen.

Statt wie früher in einem engen, kargen Gitterkäfig eingesperrt zu sein, kann Mo heute in der Wildtier-Auffangstation The Wild Animal Sanctuary in Colorado seinen großräumigen Lebensraum entdecken und die Sonne genießen.

Ihr möchtet, dass kein Tier solche Qualen durchleiden muss? Informiert euch auch über die Lage in deutschen Zoos und Zirkussen.

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Zoos bleiben zu

Neben guten Sachen wie Festivals, Kinos und veganen Cafés mussten ziemlich schnell auch Zoos und Zirkusse schließen. Gut so, und das soll mal schön so bleiben, denn alle Orte, an denen Tiere für die „Unterhaltung“ gequält werden – Delfinarien, Ponykarussells und Rennbahnen gehören auch dazu – sind unmenschlich und sollen am besten nie wieder öffnen dürfen.

Restaurants bleiben fleischfrei

Weil das neuartige Coronavirus allem Anschein nach von einem Tiermarkt stammt, überdenken jetzt einige Restaurantbetreiber ihre Speisekarte und streichen Fleisch komplett aus dem Angebot. Nicht nur ein richtiger Schritt, sondern auch einer, der sich leicht nachmachen lässt, denn vegane Alternativen zu Schnitzel, Burger und Würstchen gibt es mittlerweise reichlich.

Menschen engagieren sich

Sei es der Gang zum Supermarkt für gefährdete Nachbarn oder die kreative Online-Demo: Ungewöhnliche Umstände erfordern besonderen Zusammenhalt, und den zeigen gerade ganz viele Menschen. Wenn wir uns dieses Engagement für andere Menschen, für die Tiere und für die Umwelt nach der Krise beibehalten, ist schon sehr viel gewonnen.

Jäger bleiben zu Hause

Ach was, Jagd ist nicht systemrelevant? Das hat die Politik festgestellt und die Jäger zur Corona-Krise mitsamt ihren Waffen ins Homeoffice geschickt. Wär doch gut, wenn sie dort bleiben, statt mit fadenscheinigen Ausreden Jagd auf wehrlose Tiere zu machen.

Alle backen Bananenbrot

Manche machen sich schon lustig über die neuentdeckten Skills, die gerade viele Leute in den Sozialen Medien vorführen, aber wir lieben es: Das berüchtigte Bananenbrot, das zum Symbol aller Isolationsbäcker geworden ist, ist nämlich nicht nur extrem lecker und ziemlich leicht nachzumachen, sondern ganz oft automatisch vegan. Von solchen Insta-Trends hätten wir gerne noch mehr.

Nur zu backen ist euch dann doch ein bisschen zu wenig? Hier sind ein paar Ideen dafür, wie ihr euch auch in Corona-Zeiten für die Tiere einsetzen könnt.