Tinder fordert seine Nutzer auf, mit den Tiger-Selfies aufzuhören

Wilde Tiere gehören in die Freiheit, nicht auf die Fotos von ach so wilden Menschen. Findet Tinder. Finden wir gut.

09.Aug 2017

Wer schon mal auf Tinder unterwegs war, kennt die immergleichen Motive: Foto am Strand, Foto vorm Spiegel, Gruppenfoto, DJ-Foto, Sportfoto, Foto mit abgeschnittener Ex, Foto mit geliehenem Kind, Urlaubsfoto mit zugedrogtem Tiger… äh, was? Jap, leider haben auch 2017 viele Nutzer der Dating-App noch nicht so ganz begriffen, dass es ansprechendere Balzrituale gibt als mit einem wilden Tier zu posieren, das dafür in Gefangenschaft gehalten und scheiße behandelt wird. Deshalb spricht Tinder jetzt ein Machtwort.

„Mit dem König des Dschungels zu posieren macht euch nicht selbst zu einem“, schreiben die Macher der App auf Twitter, und schiebt per Blogpost hinterher: „Es wird Zeit, mit den Tiger-Selfies aufzuhören.“ Damit sind natürlich nicht nur Profilfotos mit Tigern gemeint, sondern auch solche mit Schlangen, Elefanten oder anderen Tieren, die in Urlaubsorten meist schon kurz nach der Geburt ihren Eltern weggenommen werden, um sie an das Posieren mit Menschen zu gewöhnen. Weil sie als wilde Tiere trotzdem nicht dafür gemacht sind, täglich stundelang vor der Kamera stillzuhalten, werden sie dafür meist an die Kette gelegt und mit Beruhigungsmitteln oder sonstigen Medikamenten vollgestopft.

Um zu zeigen, wie ernst es ihnen ist, spenden die Tinder-Macher nicht nur 10.000 US-Dollar an das Project Cat, sondern geben ihren Nutzern gleich noch ein paar Tipps für ansprechendere Fotos: mit einer veganen Falafel-Bowl posieren, sich bei der Arbeit im Tierheim ablichten lassen, einen Baum pflanzen. Das unterschreiben wir glatt.

Übrigens: Auch diese Tourifallen solltet ihr im Urlaub meiden, wenn ihr was gegen Tierquälerei habt.

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
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Go Vegan!

Kimiko Glenn von „Orange Is The New Black“ setzt sich gegen Hunde in heißen Autos ein

Wenn ein Hund in einem aufgeheizten Auto leidet, rettet man den Hund und nicht das Auto, findet Kimiko Glenn alias Soso von „Orange Is The New Black“.

09.Aug 2017

Die Botschaft ist mal eindeutig: „Das Auto ist versichert. Der Hund ist unersetzlich.“ Mit Gertie in einer Hand und einem Brecheisen in der anderen steht Kimiko Glenn in der neuen PETA-Kampagne vor einem Auto mit eingeschlagener Fensterscheibe. „Macht, was nötig ist. Lasst Hunde nicht in heißen Autos sterben“, steht darunter.

Kimiko Glenn PETA Plakat

Kimiko, die als Soso aus „Orange Is The New Black“ bekannt ist, kennt sich mit Höchsttemperaturen aus. Im Video zum Fotoshoot erzählt sie, dass sie in Arizona aufgewachsen ist und daher weiß, wie schnell ein Auto in der Sonne zum Backofen wird. Das gilt aber nicht nur für die USA, sondern auch für hiesige Gefilde: Im Hochsommer reichen schon wenige Minuten, um den Wagen auf bis zu 70 Grad Celsius aufzuheizen und zur Todesfalle zu machen. Da helfen auch ein Schattenparkplatz oder leicht geöffnete Fenster nicht. Selbst an lauen Frühlings- oder Herbsttagen sterben immer wieder Hunde in Autos, weil Menschen sie „nur mal schnell“ zurücklassen und die Temperaturen unterschätzen.

Lasst eure Hunde deshalb niemals im Auto zurück. Und handelt, wenn ihr einen Hund im Auto seht. Alle Infos dazu fasst unser Artikel zusammen: Warum Hunde nichts in heissen Autos verloren haben