Tote Tiere an Klamotten – so entdeckt ihr, was Hersteller gerne verstecken

Wer Kleidung aus Pflanzenfasern oder Synthetik kauft, müsste eigentlich sichergehen können, dass sich daran keine Tierbestandteile befinden.

16.Jun 2016

Leider gilt das aber nicht immer. Mit unseren Tipps stellt ihr sicher, dass eure Klamotten frei von toten Tieren sind.

Der kurze Blick aufs Label ist längst selbstverständlich geworden. Pflanzliche oder synthetische Fasern wie Baumwolle, Viskose, Polyester, Elasthan: alles super. Materialien wie Seide, Wolle, Pelz, für die Tiere leiden und sterben: lieber nicht.

Leider reicht der schnelle Check nicht immer, um sicherzugehen, dass ein Kleidungsstück wirklich frei von totem Tier ist. Das Etikett zeichnet nämlich nur aus, aus welchem Stoff die Klamotten zusammengenäht sind. Knöpfe, Patches und Deko fallen nicht darunter. Selbst wenn ein Label also 100 Prozent vegane Materialien ausweist, können Hersteller immer noch billige Tierprodukte am Kleidungsstück verstecken.

Achtet also auf:

Patches

Vor allem Backpatches an Jeans sind oft aus Leder.

Knöpfe

Was wie Horn, Knochen oder Perlmutt aussieht, kann aus Kunststoff oder aus totem Tier sein.

Accessoires

Angenähte Federn, Muschelketten, Perlendeko: Auch was wie billiges Plastik wirkt, ist in Wahrheit oft billiger Abfall aus der Tierindustrie.

Vor allem in diesen Fällen gilt also: hinter dem eingenähten Etikett oder zwischen den Preisschildern nach dem Zusatzlabel suchen, das diese Materialien ausweist.

Diese Labels sind oft ziemlich versteckt und umständlich formuliert. Ein Satz wie „Enthält nicht-textile Bestandteile tierischen Ursprungs, Detail/Details aus Leder, Perlen, Muscheln, Knochen oder Federn“ heißt aber nichts anderes als: Hier steckt totes Tier drin.

Ganz sicher vegane Alternativen gibt es im Einkaufsguide.

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Warum Fliegenklatschen asozial sind

Zu großen Tieren nett sein ist ja noch okay, aber Insekten kann man ruhig plattmachen? Die Wissenschaft sieht das anders.

Foto: Robert Kresse
16.Jun 2016

Laut einer im Proceedings Of The National Academy Of Sciences veröffentlichten Studie sind Fliegenhirne zwar winzig, aber gar nicht so verschieden von unseren. „Die Gehirne von Insekten und Menschen könnten zwar nicht unterschiedlicher aussehen“, sagen die Wissenschaftler Andrew B. Barron und Colin Klein, von denen die Studie stammt, „aber sie haben die gleichen Strukturen, die für eine Ich-Perspektive zuständig sind. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass Insekten und andere Wirbellose ein Bewusstsein haben.“

Die Studie bestätigt, was viele Menschen längst geahnt haben: Nicht nur Elefanten, Hunden, Katzen und Schweinen haben einen Plan davon, wer sie sind, was sie wollen und wie sie es am schlausten erreichen, sondern auch Insektenköpfe sind nicht völlig hohl. Bienen, Ameisen, Maikäfer und Mücken können zwar nicht vor Angst und Schmerzen schreien, wenn man ihnen zu nahe kommt, aber sie merken es ziemlich wahrscheinlich. Der Fleck, den eine Fliegenklatsche hinterlässt, hatte vermutlich mal ein Bewusstsein. Wer keine Kühe erschlagen würde, sollte also auch Insekten ihr Leben lassen.

Ihr wollt alle eure Krabbelkäfer-Freunde zum Essen einladen? Hier sind unsere liebsten veganen Picknickrezepte.