Brauchen wir einen Veggie-Tag in den Schulen?

Der Bürgermeister von New York führt fleischfreie Montage an allen Schulen ein. Sollten wir das Konzept übernehmen?

20.Mrz 2019

„Ein bisschen weniger Fleisch wird die Gesundheit der New Yorker verbessern und die Treibhausgase verringern“, erklärt Bill de Blasio. Der Bürgermeister von New York hat gerade angekündigt, ab September 2019 „meatless Mondays“, also fleischfreie Montage an allen Schulen einzuführen. Dann steht einmal die Woche ausschließlich Veggie-Essen auf dem Speiseplan. Auch in Kalifornien gibt es schon ähnliche Projekte, bei denen Schulen fleischfreie Tage einführen oder verarbeitetes Fleisch gleich ganz vom Speiseplan streichen.

© NYCMayor / Twitter

Ist das eine Idee, die wir hierzulande übernehmen sollten? Ganztagsschulen setzen sich in Deutschland immer mehr durch, und damit gibt es auch immer mehr Mensen an Schulen – in denen oft eher fleischlastiges und ungesundes Essen serviert wird. Obwohl selbst die Deutsche Gesellschaft für Ernährung fordert, dass Kinder höchstens zweimal pro Woche Fleisch oder Wurst essen, ist es laut Studien immer noch an der Tagesordnung, Menüs ohne Gemüsebeilage auszugeben. Gesünder und klimafreundlicher wäre ein ausgewogenes veganes Essen allemal.

Sollte man so einen Veggie-Tag also vorschreiben? Wer auf Freiwilligkeit beharrt, vergisst dabei schließlich leicht, dass die Tiere sich auch nicht freiwillig essen lassen. Oder geht es eher darum, auch junge Leute über Tierquälerei und vegane Ernährung aufzuklären, sodass sie sich selbst dafür entscheiden? Das schließt sich ja nicht aus. Und manchmal hilft es tatsächlich, Menschen mit der Nase drauf zu stoßen, dass veganes Essen ziemlich normal und lecker sein kann, wenn sie von zu Hause nur Fleisch gewohnt sind. Es wäre also zumindest mal einen Gedanken wert.

Für alle Selbstversorger: Die besten veganen Snacks für die große Pause.

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China schreibt weiterhin Tierversuche vor

Eine aktuelle Meldung klingt fast so, als hätte China alle Tierversuche für Kosmetik abgeschafft. Das stimmt leider nicht ganz.

20.Mrz 2019

PETA USA hat kürzlich bekannt gegeben, dass Tests nach der Marktzulassung, sogenannte Post-market-Tests, in China keine Tierversuche beinhalten. Regierungsbehörden hatten dies gegenüber Unternehmen, mit denen PETA zusammenarbeitet, bestätigt. Doch Tierversuche für kosmetische Artikel sind in China noch nicht beendet. Jedes Unternehmen, das Kosmetika nach China importiert, muss die chinesische Regierung nach wie vor dafür bezahlen, diese Produkte in chinesischen Laboratorien an Tieren testen zu lassen. Zudem müssen auch alle Kosmetika, die unter die Kategorie „special-use“ fallen, weiterhin an Tieren getestet werden, sofern sie in China verkauft werden – unabhängig davon, wo sie hergestellt wurden.

Seit 2014 können Unternehmen, die Kosmetika in China herstellen und verkaufen, welche nicht in die Kategorie „special-use“ fallen, dies ohne die Durchführung von Tierversuchen tun. Das ist ein Fortschritt, welcher sich auch in PETAs Zertifizierung von Dove und Herbal Essences als tierversuchsfrei wiederspiegelt – Unternehmen, die ebenfalls in China verkaufen.

Tierversuchsfreie Kosmetikunternehmen, die nicht nach China verkaufen, findet ihr auf der Kosmetikliste von PETA.