Warum alle Clubs Pelz verbieten sollten

Auch Türsteher können was für Tierrechte tun. Beispielsweise keine Leute mit Pelzkragen in ihre Clubs lassen.

Foto: Vinicius Amano
18.Okt 2016

Das Problem sind ja nur in den allerseltensten Fällen Leute, die im dicken Pelzmantel feiern gehen, sondern eher solche, die gar nicht wissen, dass der Fellbesatz an ihrer Kapuze mal einem echten Tier gehört hat. Viele Menschen denken beim Shoppen nämlich entweder gar nicht darüber nach, ob ein Stück Pelz aus Tieren oder synthetisch ist, oder sie nehmen an, dass einigermaßen günstige Kleidung automatisch aus Kunstpelz sein muss. Dabei ist es für Hersteller sogar oft billiger, echte Tiere zu verarbeiten. Und oft sind Produkte falsch gekennzeichnet, sodass sich nicht auf den ersten Blick erkennen lässt, ob Mützenbommel, Kragen oder Stiefelbesätze aus Nerzen, Füchsen, Kaninchen, Hunden oder Katzen bestehen.

Dagegen hilft nur Aufklärung. Clubs können ihren Teil dazu beitragen, indem sie Pelz verbieten. Das Backstage in München, der Hiltl Club in Zürich und die Olivia Jones Bar in Hamburg gehen beispielsweise schon vorbildlich voran. Und auch andere Clubs können ganz einfach nachziehen, indem sie Türsteher oder Garderobenpersonal schulen, Pelz zu erkennen und nicht in den Laden zu lassen. Stark betrunkene oder aggressive Leute werden schließlich regelmäßig nach Hause geschickt, warum also Gewalt gegen Tiere tolerieren?

Ihr wollt dafür sorgen, dass Pelz an den Tieren bleibt? Dann wendet euch direkt an euren Lieblingsclub und bittet die Verantwortlichen, Pelz zu verbieten. Oder kommt ins Streetteam und setzt euch gemeinsam mit anderen für Tierrechte ein.

Bekleidung

Weil niemand eine zweite Haut braucht
Mehr Erfahren

Go Vegan!

9 Gründe, warum Jagd grausam und sinnlos ist

Auch wenn die, die gerne Tiere abknallen, widersprechen: Jagd ist nicht notwendig, um Wildbestände zu regulieren. Das kann die Natur nämlich am besten selbst.

18.Okt 2016

1. Wildbestände regulieren sich von allein

Mehr Tiere bedeuten einen höheren Nahrungsbedarf, dem die Natur nicht automatisch nachkommen kann. Durch Nahrungsmangel würde eine etwaige Überpopulation also von ganz alleine zusammenbrechen.

2. Tiere werden gefüttert und dann erschossen

Viele Jäger füttern die Tiere im Winter (das nennt sich dann „Hege“) und verhindern so, dass sich die Tierpopulationen selbst regulieren, indem die Schwächeren den Winter nicht überleben und sich nur die stärksten Tiere fortpflanzen. So haben Jäger mehr Tiere zum Abschießen.

3. Die Jagd ist kontraproduktiv

Durch die Jagd sinkt die Lebenserwartung der Tiere drastisch; Familienverbände und Sozialstrukturen werden zerstört. Das hat zur Folge, dass sich die Tiere unkontrolliert vermehren. Die Jagd reguliert Tierpopulationen also nicht.

© schonzeit-fuer-fuechse.de

4. Beutegreifer bedeuten Konkurrenz für Jäger

Fuchs, Wolf und Marder sind ungebetene Gäste, denn die Jäger dulden in „ihrem“ Wald keine Jagdkonkurrenten – sie wollen lieber selber schießen. Vor allem Füchse dienen den Jägern als lebende Zielscheiben und werden ohne Grund jedes Jahr zu Hunderttausenden getötet

5. Jäger bringen Menschen in Gefahr

Jäger verursachen indirekt Wildunfälle. Werden die Tiere bei der Jagd aufgescheucht, flüchten sie und rennen um ihr Leben – mitunter auch auf die Straße. Dort werden ihnen häufig heranrasende Autos zum Verhängnis, und auch für die Menschen können solche Wildunfälle tödlich enden. Daneben werden jedes Jahr Dutzende Menschen von Jägern angeschossen oder gar getötet.

6. Die Jagd führt oft zu einem qualvollen Tod

Bei Drückjagden sterben bis zu 70 % der angeschossenen Tiere nicht sofort. Mit zerschossenen Knochen und heraushängenden Innereien flüchten sie, quälen sich oft tagelang und sterben schließlich einen qualvollen Tod.

7. Tierische Mitbewohner werden häufig Jagdopfer

Jedes Jahr werden rund 350.000 Hunde und Katzen von Jägern aus „Beuteneid“ und Lust am Töten erschossen. Mit Arten-oder Tierschutz hat das nichts zu tun. Zusätzlich erleiden viele Hunde und Katzen einen qualvollen Tod in Totschlagfallen, die eigentlich für Marder oder Füchse ausgelegt wurden. Da die Fallen häufig nicht sofort töten, führen abgetrennte Gliedmaßen, Trümmerbrüche oder zerquetschte Körperteile meist zu einem grausamen Tod.

© abschaffung-der-jagd.de

8. Enten werden als Trainingsobjekte misshandelt

Jährlich werden etwa 400 Enten bei der Ausbildung von Hunden für die Entenjagd getötet. Die Flügel der Enten werden hierbei fixiert, sodass sie während des Hundetrainings nicht flüchten können.

9. Die Baujagd ist grausam

Bei der Baujagd werden Füchse und Dachse aus ihrem Bau getrieben. Dabei kommt es immer wieder zu blutigen Kämpfen zwischen Hunden und Wildtieren. Auch das Training der Baujagd umfasst schreckliche Techniken, bei denen hilflose Füchse immer wieder in Todesangst versetzt werden.