Warum alle nur noch vegane Nudeln essen sollten

Keine Ausreden. Vegane Nudeln mit veganer Soße kann wirklich jeder.

© Petra Thaler
25.Jan 2017

Überraschung: Die meisten Leute haben schon mal vegan gegessen, ohne es zu merken. Ein Marmeladenbrötchen ist genauso oft von alleine vegan wie Nachos mit Guacamole oder eben: Nudeln. Wer Tiere retten will, ohne sich groß umstellen zu müssen, setzt deshalb am besten an genau solchen Stellen an. Die Kuhmilch im Kaffee oder in den Cornflakes kann echt jeder mit pflanzlicher Milch ersetzen und hat dabei mit Sorten wie Sojamilch, Hafermilch und Haselnussmilch sogar noch viel mehr Auswahl, ohne sich irgendwie einschränken zu müssen. Nudeln nur noch vegan zu essen ist ein genauso leichter Schritt.

Die meisten Nudeln sind sowieso vegan, weil sie nur aus Hartweizengrieß und Wasser bestehen. Das gilt auch für Mie oder Ramen, in denen neben Mehl und Wasser nur selten Ei ist. Die einzige Änderung ist also, bei typischen Ei-Sorten wie Spätzle die vegane Version zu kaufen und bei gefüllten Nudeln wie Ravioli und Maultaschen die mit Gemüsefüllung zu nehmen. Das tut absolut gar nicht weh, rettet aber vielen Küken das Leben, die sonst geschreddert werden.

Und was ist mit Soße? Kein Problem. Normale Tomatensoße ist ziemlich oft vegan, egal ob man sie selbst macht, im Glas kauft oder im Restaurant isst. Dasselbe gilt für die Versionen mit Kräutern, Gemüse oder Arrabiata-Schärfe. Vegane Bolognese können die meisten Leute nicht von zerhacktem Tier unterscheiden, und es gibt sie inzwischen wirklich in jedem Supermarkt und in den meisten Discountern und Drogerien. Auch Sahnesoßen kann man problemlos veganisieren, indem man Hafersahne, Sojasahne oder Reissahne verwendet, veganes Pesto gibt es zum Beispiel günstig bei DM, und über Spaghetti mit Knoblauch und Olivenöl müssen wir eh nicht reden. Wer Käse will, streut sich die vegane Version drüber.

Alles keine große Umstellung, aber eine, mit der man mal eben ein paar Tiere rettet. Grüne Smoothies, Quinoa-Bratlinge oder Chiapudding muss nicht jeder mögen, aber bei Nudeln gibt es wirklich keinen Grund, nicht die tierfreie Variante zu essen.

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
Mehr Erfahren

Go Vegan!

So leiden Tiere für Hollywood-Filme

Die Tiere, die Gary Gero trainiert, spielen auch in „Harry Potter“ oder „Game Of Thrones“ mit. Abseits der Leinwand leben sie unter schlimmen Bedingungen.

© PETA USA
25.Jan 2017

Das Video, das ein Ermittlerteam von PETA USA bei Gary Geros Birds & Animals Unlimited (BAU) aufgenommen hat, zeigt tierquälerische Zustände. Eine Eule, die laut Aussagen von Mitarbeitern bei „Harry Potter“ zum Einsatz gekommen ist, lebt da in einem Käfig, dessen Boden komplett mit Fäkalien verdreckt ist. Ein Schwein hat blutige Wunden, die nicht behandelt werden. Pinguine, die im Film „Batman Returns“ mitspielen, bekommen kein sauberes Trinkwasser.

Gary Gero ist einer der bekanntesten Tiertrainer Hollywoods. Er verdient sein Geld, indem er verschiedenste Tiere an Filme und Serien wie „Game Of Thrones“, „Fluch der Karibik“, „The Hangover“ und „Marmaduke“ verleiht. Mit BAU betreibt er eine Trainingseinrichtung in Kalifornien und einen „Gnadenhof“ in Florida. Das Geld, das die Tiere ihm einbringen, setzt er ganz offensichtlich nicht dazu ein, ihnen angemessene Lebensumstände zu ermöglichen.

Die Zustände bei BAU blieben offenbar jahrelang unentdeckt. Wer einen Film oder eine Serie mit Tieren sieht, kann sich also nie sicher sein, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten und trainiert wurde. Deshalb ist es am besten, solche Filme zu boykottieren und stattdessen Filmemacher zu unterstützen, die ohne Tiere oder mit computergenerierten CGI-Tieren arbeiten.