Warum das Gülleproblem uns alle betrifft

Ihr trinkt Wasser? Dann macht euch lieber Gedanken über Gülle.

12.Feb 2018

Es geht wieder los. Vom 1. November bis zum 31. Januar besteht in Deutschland eine Sperrfrist für Gülle, weil Pflanzen den Winter über Nährstoffe schlechter aufnehmen. Aber ab Anfang Februar verteilen die Bauern wieder massenhaft Gülle über ihren Felder. Die sorgt nicht nur für den widerlichen Geruch, der sich über ländliche Gegenden legt, sondern hat überall Konsequenzen für Menschen.

Denn Stoffe aus der Gülle landen logischerweise im Grundwasser, aus dem unser Trinkwasser gemacht wird. Weil die wieder herausgefiltert werden müssen, wird das Trinkwasser teurer. Und oft bleiben trotzdem Rückstände. Vor allem in Regionen mit viel Tierhaltung stellt das Umweltbundesamt immer wieder überhöhte Nitratwerte fest. In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel sind 40 Prozent des Trinkwassers mit Nitrat über dem Grenzwert belastet. Aus Nitrat wird Nitrit, und das gilt als krebserregend, deshalb ist die Belastung nicht nur eine Gefahr für die Umwelt, sondern auch für die Menschen.

Und noch mehr landet im Wasser, das wir pur trinken, aus dem wir Tee oder Kaffee machen und mit dem wir kochen: Antibiotika. 2016 wurden in deutschen Ställen 742 Tonnen Antibiotika eingesetzt. Einen großen Teil davon scheiden die Tiere unverändert aus, und mit der Gülle landen sie dann im Trinkwasser. Dadurch können antibiotikaresistente Keime (https://www.petazwei.de/antibiotikaresistente-keime-das-solltet-ihr-wissen) entstehen, also Krankheiten bei Menschen, die sich nicht mehr mit Medikamenten behandeln lassen.

Dass Gülle notwendig ist, um Pflanzen anzubauen, ist schon lange wiederlegt. In der bioveganen Landwirtschaft geht es sehr gut ohne. Aber solange wir Tiere und Tierprodukte essen, werden die Bauern weiter Gülle verwenden. Deshalb gibt es nur eine Lösung: Probiert es vegan (http://vegankickstart.de/).

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Alpha Industries wird pelzfrei

Die amerikanische Marke stellt ihre Bomberjacken in Zukunft ohne Pelz her.

© Unsplash / Julian Gentilezza
12.Feb 2018

Wer dicke Bomberjacken sucht, kommt an Alpha Industries nicht vorbei. Die Marke hat ihre Jacken mit den zig Details und dem prägnanten roten Tag zwar eigentlich mal für echte Piloten entworfen, inzwischen sieht man sie aber auch auf allen möglichen Großstadtstraßen – und das bald endlich ohne Pelz. Denn PETA USA hat das Unternehmen überzeugt, keinen Pelz mehr zu verkaufen und Pelz aus allen zukünftigen Designs zu streichen.

Was viele immer noch nicht wissen: Auch für Pelzbesätze beispielsweise an Jackenkragen oder Stiefeln werden Tiere in Käfige gesperrt oder in Fallen gefangen, erschlagen oder sogar lebendig gehäutet. Dem fertigen Kleidungsstück sieht man diese Tierquälerei nicht an, und oft achten Menschen gar nicht darauf, ob sie Echtpelz kaufen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass auch die Firmen ein klares Zeichen setzen und wie Alpha Industries mit gutem Beispiel vorangehen.

So unterscheidet ihr echten Pelz von Kunstpelz.