Warum „Dieses Produkt wurde nicht an Tieren getestet“ nicht viel heißt

Nicht alle Kosmetikprodukte, die tierversuchsfrei tun, sind es auch wirklich. So erkennt ihr, was hinter den vagen Aussagen steckt.

© PETA USA
20.Aug 2018

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass alles klar ist. Seit März 2013 gilt in der EU ein generelles Verkaufsverbot für Kosmetikprodukte, für deren Inhaltsstoffe nach diesem Datum Tierversuche durchgeführt wurden. Und wenn dann noch „nicht an Tieren getestet“ auf dem Duschgel, dem Lidschatten oder dem Deo steht, sollte doch wirklich alles safe sein. Ist es aber leider nicht.

Denn erstens kann das Produkt von einer Firma hergestellt sein, die beispielsweise auch Produkte nach China exportiert, wo Tierversuche vorgeschrieben sind – solche Firmen sind also nicht tierversuchsfrei. Und zweitens werden Inhaltsstoffe, die nicht ausschließlich für Kosmetika verwendet werden, unter dem Deckmantel der europäischen Chemikalienverordnung REACH immer noch an Tieren getestet. Deshalb kann es zwar stimmen, dass die fertige Bodylotion nicht an Tieren getestet wurde, aber einzelne Inhaltsstoffe davon, oder dass die Firma trotzdem noch an Tieren getestete Produkte nach China verkauft – und es heißt sowieso nicht automatisch, dass die Produkte auch vegan sind.

Deshalb sind unabhängige Logos und klare Kriterien so wichtig. Auf der Kosmtikliste von PETA findet ihr beispielsweise nur Firmen, die auch für Inhaltsstoffe keine Tierversuche durchführen und nicht in Länder exportieren, in denen Tierversuche vorgeschrieben sind.

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Experten fordern höhere Steuern auf Fleisch

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20.Aug 2018

Der Grund ist logisch: Fleisch hat eine weitaus schlechtere Ökobilanz als Gemüse. Deshalb fordern die Experten des Ökoinstituts, dass darauf 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig werden. Bei klimafreundlichen Lebensmitteln wie Gemüse sollen es nur 5 Prozent sein.

Tierrechtler und Umweltschützer fordern schon lange eine Fleischsteuer. Bislang gilt auf Fleisch die reduzierte Mehrwertsteuer von 7 Prozent, obwohl es umweltschädlich und gesundheitsschädlich ist und eine Mitschuld am Hunger in der Welt trägt.

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