Warum fangen so viele Massenmörder als Tierquäler an?

Studien zeigen: Wer Tiere quält, vergreift sich oft früher oder später auch an Menschen. Wie hängt das zusammen?

21.Nov 2017

Die Liste ist lang und grausam: der berüchtigte Serienkiller Ted Bundy, die Columbine-Amokläufer Eric Harris und Dylan Klebold, der Kindermörder Ronny Rieken, der Kannibale Jeffrey Dahmer, der Massenmörder Stephen Paddock aus Las Vegas… Sie alle haben erst einmal an Tieren geübt, bevor sie Menschen getötet haben. Und das gilt nicht nur für die genannten Beispiele. Kurz kann man auch sagen: Die meisten Massenmörder fangen als Tierquäler an.

Woher dieser Zusammenhang kommt? Viele Mörder beschreiben das Gefühl beim Quälen und Töten von Tieren als sehr ähnlich wie das, wenn sie später Menschen töten. Und weil es in unserer Gesellschaft viel einfacher ist, sich an Tieren zu vergreifen, fangen viele eben damit an. Der mehrfache Mörder Frank Gust beschreibt in einem Interview sogar, dass ihn seine Großmutter zu seinem ersten Mord ermutigte – an einem Meerschweinchen. Er wollte das Tier eigentlich behalten, durfte aber wegen einer Allergie seines Stiefvaters nicht, woraufhin die Großmutter meinte: „Dann musst du’s halt totmachen.“ Gust tötete das Tier und merkte beim Wühlen in den Eingeweiden, dass er Lust auf mehr bekam. Einige Jahre später tötete er ein Pferd und schließlich Menschen.

Viele Serienmörder haben sehr ähnliche Lebensgeschichten. Weil Gewalt an Tieren nicht ernstgenommen wird, merkt niemand, welche Gefahr von den jungen Tierquälern ausgeht. Statt sie zu behandeln oder zu bestrafen, lässt man sie ohne Konsequenzen davonkommen – bis es zu spät ist. Damit sich das ändert, darf Tierquälerei nicht als harmloser Spaß gelten. Und das gilt nicht nur für Kinder, die Meerschweinchen aufschneiden, sondern auch für brutale Hundeschulen, Tierversuche für Kosmetika, Zirkusse, Delfinarien und natürlich auch für die Tiere, die wir essen. Letztlich hängt das alles zusammen.

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Gibt es eine Beratung?

Meldet euch nicht einfach in der nächstbesten Hundeschule an, sondern erkundigt euch, welche Erfahrungen andere damit gemacht haben. Macht vorab einen Beratungstermin aus und achtet darauf, ob sich der Trainer nach den Besonderheiten eures Hundes erkundigt, um das Programm auf ihn zuschneiden und auf ihn eingehen zu können. Außerdem könnt ihr bei dieser Gelegenheit checken, ob die Hundeschule eine Arbeitsgenehmigung hat. Die ist seit 2014 Pflicht.

Lernen auch die Menschen?

In einer guten Hundeschule lernen nicht nur die Tiere, sondern auch die Menschen. Ihr solltet euren Hund nicht einfach in einem „Erziehungscamp“ abgeben, sondern dabeibleiben, um theoretisches Fachwissen über Hundekommunikation und den praktischen Umgang mit eurem Hund zu lernen.

Wie ist der Ton?

Die Kommandos sollten immer in einem ruhigen Ton stattfinden, es sollte nicht an der Leine gezerrt und die Hunde niemals angeschrien oder unterdrückt werden. Verbale Gewalt ist in einer guten Hundeschule genauso tabu wie körperliche.

Werden Werkzeuge eingesetzt?

Absolut unseriös sind tierquälerische Hilfsmittel wie Elektrohalsbänder, Würgehalsbänder oder Stachelhalsbänder. Trainer sollten euch grundsätzlich zu einem Geschirr statt zu Halsbändern raten.

Wie gefällt es eurem Hund?

Immer ein gutes Zeichen: Euer Hund hat Lust, in die Hundeschule zu gehen, und freut sich auf jeden Termin. Wenn ihr Zeichen von Angst oder Stress bemerkt, läuft etwas falsch.

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