Warum ihr Schafe schubsen solltet

Kein Scherz: In diesem Fall ist es nicht nur erlaubt, sondern sogar wichtig, Tiere zu schubsen.

26.Feb 2018

Ein Video, das derzeit durchs Netz wandert, zeigt, worum es geht: Wer auf dem Land unterwegs ist, kommt schnell mal an einem Schaf vorbei, das hilflos auf dem Rücken liegt und alleine nicht mehr hochkommt. Mit einem ordentlichen Schubs kann man dem Tier wieder auf die Beine helfen.

Aber warum ist das überhaupt nötig? Im Frühjahr tragen viele Schafe jede Menge schweres und dichtes Fell um ihren Körper. Wenn es feucht wird, fängt es darunter schnell an zu jucken. Um sich zu kratzen, rollen sich die Tiere auf den Boden und wälzen sich. Manche Schafe, vor allem trächtige, kommen durch das starke Fellwachstum und ihren breiten Umfang aber nicht wieder hoch. Wenn ihnen dann niemand hilft, sterben sie nach relativ kurzer Zeit.

Um den Schafen wirklich zu helfen, ist es nicht nur wichtig, sie schnell wieder hochzuschubsen, wenn ihr sie hilflos auf dem Rücken liegen seht. Dass viele Schafe inzwischen dauerhaft so dickes Fell haben, dass es ihnen gefährlich werden kann, liegt an der Zucht durch den Menschen. Und solange wir Wolle kaufen, wird die nicht aufhören. Entscheidet euch also gegen Wollprodukte und für Alternativen aus Baumwolle oder Kunstfasern.

Noch viel mehr Infos zur Wollindustrie findet ihr in unserem Schwerpunkt zum Thema Wolle.

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Forscher haben ein Mischwesen aus Schaf und Mensch gezüchtet

Mit diesem Tierversuch arbeiten sie darauf hin, Tiere zu Organspendern für Menschen zu machen.

26.Feb 2018

Schon lange hat sich in manchen Laboren die fixe Idee festgesetzt, Tiere als Organspender für Menschen zu züchten. Dafür wird die DNA von Tierembryonen so manipuliert, dass sich ihre Organe auf Menschen übertragen lassen. Laut Medienberichten haben Forscher so nun einen Schaf-Mensch-Hybriden geschaffen, ein Mischwesen aus beiden also.

Allerdings gibt es dabei eine ganze Reihe von Haken: Die so geschaffenen Schafembryos sind nur zu 0,01 Prozent menschlich, also noch weit davon entfernt, brauchbare Organe für Menschen zu liefern. Außerdem werden sie allein für diese Tierversuche gezüchtet – und nach 28 Tagen wieder getötet. Und solche Experimente sorgen dafür, dass andere Ideen für mehr verfügbare Organe in den Hintergrund rücken. Denn längst wird parallel an Organen aus dem 3D-Drucker und an künstlichen, mechanischen Organen geforscht, für die keine Tiere gezüchtet werden. Die naheliegendste Lösung für Menschen, die auf Organe warten, bleibt aber: Mehr Menschen müssen vom Organspenden überzeugt werden. Solange es medienwirksame Tierversuche gibt, gerät das leicht in Vergessenheit.

Ihr wollt selbst Wissenschaftler werden? So kommt ihr ohne Tierversuche durchs Studium.