Warum Kaninchen so oft im Tierheim landen

Kaninchen werden mit am häufigsten im Tierheim abgegeben. Schuld sind – Überraschung – Menschen, die nicht nachdenken.

05.Apr 2018

Klar, über die Anschaffung eines Hundes sollte man ein bisschen länger nachdenken, aber so ein fluffiges, pflegeleichtes Kaninchen ist doch das perfekte Einsteigerhaustier? Völlig falsch. Wer so denkt, sorgt mit dafür, dass Kaninchen zu den am häufigsten im Tierheim abgegebenen Tieren gehören.

Denn viele Menschen denken nicht richtig nach, bevor sie sich ein Kaninchen ins Haus holen, und unterschätzen den Aufwand komplett. Das fängt schon damit an, dass man Kaninchen niemals einzeln halten sollte, sondern mindestens zu zweit. Außerdem brauchen sie Auslauf, Beschäftigung, jemanden, der ihr Gehege am besten täglich reinigt – und menschliche Mitbewohner, die nicht sofort die Nerven verlieren, wenn die dämmerungsaktiven Tiere morgens und abends nicht einfach nur in der Ecke chillen. Dazu kommt, dass Kaninchen keine Kuscheltiere sind, sondern Fluchttiere – was manche Menschen erst nach dem Kauf bemerken und sie dann ins Tierheim verfrachten.

Kaninchen

Überlegt euch deshalb genau, ob ihr bereit seid, Kaninchen bei euch aufzunehmen. Und geht dazu auf jeden Fall nicht zum Züchter, sondern ins Tierheim, denn dort warten schon viele Tiere auf ein neues Zuhause.

Unterhaltung

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„Isle Of Dogs“ zeigt, wie man mit Tieren im Film umgehen sollte

Wes Anderson macht richtig, was Filme wie „A Dog’s Purpose“ und „Crazy Alien“ komplett falsch gemacht haben.

© Twentieth Century Fox
05.Apr 2018

Die Geschichte ist schon ziemlich ergreifend: In einer 20 Jahre entfernten Zukunft leben alle Hunde auf einer Müllinsel, zu der sich der junge Atari aufmacht, um seinen Hund Spots wiederzufinden. Dabei muss nicht nur Atari gegen viele Widerstände ankämpfen, sondern auch die Hunde auf der Insel müssen beweisen, dass sie es nicht verdient haben, auf eine einsame Insel verbannt zu werden. Klingt schon ziemlich tierfreundlich, aber Regisseur Wes Anderson macht mit „Isle Of Dogs – Ataris Reise“ außerdem noch richtig, was viele vermeintlich tierliebe Filme falsch machen: Er setzt keine echten Tiere ein.

Zuletzt haben Filme wie „A Dog’s Purpose“ und „Crazy Alien“ damit Schlagzeilen gemacht, dass die tierischen Hauptdarsteller gequält wurden, indem die Filmemacher sie einsperrten oder gewaltsam zwangen, ins Wasser zu springen. Auch andere Produktionen fallen immer wieder dadurch auf, dass Tiere unter schlimmen Bedingungen gehalten und zu bestimmten Verhaltensweisen vor der Kamera gezwungen werden.

Für „Isle Of Dogs“ setzt Wes Anderson stattdessen per Stop-Motion-Animation kreierte Hunde ein, die in der englischsprachigen Version von Stars wie Tilda Swinton gesprochen werden. Die hat schon mit „Okja“ gezeigt, dass ihr Tiere am Herzen liegen – und dass man keine echten Tiere braucht, um eine Geschichte über Tierrechte zu erzählen.

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