Ist Parmesan vegetarisch?

Klar, Käse aus Kuhmilch ist nicht vegan. Was aber viele nicht wissen: Sorten wie Parmesan sind nicht mal vegetarisch.

20.Jul 2017

Tote Tiere zu essen kommt für Vegetarier nicht in Frage, darum geht es ja, und deshalb kommen statt Schweineschnitzeln und Leberkäse eben Spaghetti mit Gemüsebolognese auf den Tisch – und werden dann mit Käse aus toten Tieren bestreut. Hö?

Was viele Leute, die sich vegetarisch ernähren, nicht wissen: Auch in Käse stecken oft tote Tiere. Damit die Milch gerinnt, verwenden Hersteller Lab, das oft aus den Mägen von toten Kälbern gewonnen wird. Es gibt auch Käsesorten mit mikrobiell hergestelltem Lab oder pflanzlichen Labaustauschstoffen– was allerdings nicht bedeutet, dass für die Milch keine Kälber getötet würden – das muss aber in Deutschland nicht gekennzeichnet werden. Und manche Sorten wie Parmesan dürfen sich grundsätzlich nur so nennen, wenn sie mit Lab aus Kälbern hergestellt werden, sind also nie vegetarisch.

Und falls das auch noch nicht klar war: Auch Gummibärchen sind oft nicht vegetarisch. Unser Weingummi-Ranking aber schon.

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Schon wieder Schafquälerei bei einem Patagonia-Lieferanten

Angeblich müssen sich bei Patagonia alle an strenge Tierschutzregeln halten. Neue Bilder aus den USA zeigen aber schon wieder, wie Schafe gequält werden.

© PETA USA
20.Jul 2017

Schon 2015 zeigten Videos von PETA USA, dass Arbeiter bei einem argentinischen Wolllieferanten von Patagonia auf Schafe einstochen und sie häuteten, während sie noch lebten. Daraufhin stellte Patagonia alle Verbindungen zu dem Betrieb ein und schuf neue Vorgaben unter dem Namen „Patagonia Wool Standard“. Es sollten „die strengsten Tierschutzkriterien der Welt“ sein. Neue Aufnahmen aus den USA zeigen jetzt, wie gut das funktioniert.

Im April 2017 besuchten Beobachter von PETA USA einen Schafschurbetrieb in Utah, wo jedes Jahr tausende Schafe von dem bei Patagonia zugelassenen Wollproduzenten Red Pine Land & Lifestock, LLC geschoren wurden. Die meisten der geschorenen Schafe hatten blutige Wunden. Keine davon wurde behandelt. Arbeiter drehten schwangeren Schafen die Hälse grob zur Seite, zerrten an ihrer Wolle, trieben sie Rampen hinunter und schlugen sie mit einer Peitsche. Bis zu dem Tag, an dem sie auf die Enthüllungen von PETA USA aufmerksam wurden, listete Patagonia diese Firma auf seiner Webseite als zugelassenen Lieferanten auf.

© PETA USA

Nach der Schur wurden sie in die offene Wüste gebracht, wo sie bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ohne ihre Wolle schutzlos waren. Die Lämmer in der Herde von Red Pine gelten als „Hauptprodukt“ des Betriebs und werden an die Superior Farms in Kalifornien verkauft, den größten Schlachtbetrieb der USA, wo sie unter brutalen Bedingungen getötet werden.