Was ihr gegen Tierqual-Videos unternehmen könnt

Immer wieder tauchen online Videos auf, in denen Tiere zum Spaß zertreten, verbrannt oder gehäutet werden. Wir sagen euch, was ihr dagegen unternehmen könnt.

Foto: Rayi Christian Wicaksono
21.Apr 2016

Um das kurz zu sortieren: Es geht hier nicht um Recherchevideos, mit denen wir und andere Tierrechtsorganisationen darüber aufklären wollen, was zum Beispiel mit Tieren in der Lederindustrie, der Wollzucht oder in einer Eierfabrik passiert. Solche Videos sind zwar auch brutal anzusehen, sollen damit aber dafür sorgen, dass die Praktiken, die sie dokumentieren, aufhören.

Es gibt aber auch Videos, für die Tiere absichtlich gequält werden. Für „Animal Crushing“-Szenen beispielsweise werden Kleintiere wie Kaninchen, Hundewelpen oder Katzen zertreten, gewürgt, verbrannt, geschlagen oder lebendig gehäutet, um damit einen Fetisch zu bedienen. Das ist verboten, trotzdem finden sich viele solcher Videos im Netz.

Sie zu kommentieren oder zu teilen, um etwas dagegen zu unternehmen, ist leider der falsche Weg, weil es den Machern nur noch mehr Aufmerksamkeit und noch mehr Klicks verschafft. Wenn ihr so ein Video seht, unternehmt stattdessen bitte diese Schritte:

So meldet ihr Tierqual-Videos

  • Findet heraus, ob es sich um ein neues Video handelt. Oft werden alte Videos nach Monaten oder Jahren wieder geteilt, dann lässt sich jedoch kaum noch etwas unternehmen. Ob das Video schon älter ist, lässt sich leicht mit einer Suche nach entsprechenden Schlagworten herausfinden.
  • Wenn ihr ein neues Video gefunden habt, versucht zu erkennen, aus welchem Land es stammt. Bei einem amerikanischen oder deutschen Video meldet euch über unser Kontaktformular, damit wir der Sache nachgehen können. Bei Videos aus anderen Ländern oder ohne erkennbare Herkunft schreibt am besten direkt an die Betreiber der Video-Plattform, auf die es hochgeladen wurde, und fordert, dass es gelöscht und die zuständige Polizeibehörde informiert wird.
  • Wenn ihr eine gewerbliche Website mit Tierqual-Videos gefunden habt, braucht ihr die Kontaktinformationen der Seite, um die Polizei zu benachrichtigen und Anzeige zu erstatten. Die findet ihr bei deutschen Seiten über Denic und bei internationalen Seiten über Whois.
  • Dokumentiert euren Fund in jedem Fall mithilfe von Screenshots der Seite, des Profils und der Kommentare und am besten auch, indem ihr das Video speichert, bevor es eventuell gelöscht wird. Je mehr die Polizei gegen die Täter in der Hand hat, umso einfacher ist es, sie zu überführen.

Am wichtigsten ist es, nicht einfach wegzuklicken, wenn ihr solche Videos im Internet seht. Je mehr Menschen diese Inhalte melden, desto eher können wir etwas dagegen unternehmen. Wenn ihr Zeuge von Tierquälerei werdet oder ihr uns über einen Mißstand informieren wollt, dann benutzt bitte unser Whistleblower-Formular.

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
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Go Vegan!

Wie die Volkswagen-Stiftung massenhaft Mäuse quält und tötet

Eigentlich will die Volkswagen-Stiftung die Wissenschaft fördern. Stattdessen bringt sie Mäuse in unwissenschaftlichen Versuchen um. Protestiert dagegen!

21.Apr 2016

In seriösen wissenschaftlichen Kreisen ist längst bekannt, dass sich Tierversuche schlecht bis gar nicht auf die Menschen übertragen lassen. Trotzdem gibt es immer noch Labore, die Experimente an Tieren durchführen.

Die Volkswagen-Stiftung hat solche Versuche in den letzten Jahren finanziell gefördert und will auch in Zukunft damit weitermachen. Dabei wurden zum Beispiel Mäuse verschiedenen Hell-Dunkel-Zyklen ausgesetzt und anschließend getötet, um ihre Organe entnehmen zu können. Anderen weiblichen Mäusen wurde mit einer Pipette eine Kochsalzlösung auf die Genitalien aufgetragen, um so die Phase ihres Sexualzyklus zu bestimmen. Darüber hinaus wurden den Mäusen Hinverletzungen zugefügt.

Dabei stehen der Forschung viel bessere Methoden zur Verfügung. Für In-Vitro-Tests, Computersimulationen und klinische Studien werden keine Tiere getötet. Und viele andere Unternehmen und Stiftungen setzen bereits auf solche Verfahren, während die Volkswagen-Stiftung sich immer noch weigert.

Um das endlich zu ändern, haben wir eine Petition an Dr. Wilhelm Krull, den Generalsekretär der Volkswagen-Stiftung aufgesetzt. Bitte unterschreibt und teilt die Petition, damit das Mäusetöten aufhört.