Welche Medikamente sind vegan und tierversuchsfrei?

Essen, Klamotten und Kosmetik sind noch tierfreundlich machbar, aber wie steht es mit Medikamenten? Wir haben alle wichtigen Infos für euch.

29.Nov 2017

Inhaltsstoffe

Je nachdem, in welcher Form ein Wirkstoff verabreicht wird, können verschiedene Zusatzstoffe mit drinstecken. Kapseln können aus Gelatine sein, gepresste Tabletten enthalten manchmal Laktose, Salben können Wollwachs enthalten. Das gilt natürlich nicht nur für verschreibungspflichtige, sondern beispielsweise auch für freiverkäufliche Medikamente aus der Apotheke und für Nahrungsergänzungsmittel, die ihr in der Drogerie kaufen könnt. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe hilft weiter, und oft können auch Ärzte oder Apotheker eine Alternative empfehlen, wenn ihr sagt, dass ihr bestimmte Inhaltsstoffe meiden wollt.

Tierversuche

Um einen neuen Wirkstoff zulassen zu können, sind immer noch Tierversuche vorgeschrieben. Deshalb sind eigentlich alle Wirkstoffe irgendwann mal an Tieren getestet worden. Das können wir heute nicht mehr ändern, aber wir können dafür sorgen, dass es sich in Zukunft ändert. Deshalb ist es wichtig, die Pharmaindustrie dazu zu bringen, auf alternative Forschungsmethoden zu setzen, die erwiesenermaßen viel wirkungsvoller sind als Tierversuche. Eine Möglichkeit, um keine Firmen zu unterstützen, die Tierversuche durchführen oder in Auftrag geben, ist, sogenannte Generika zu kaufen. Das sind die oft günstigeren Kopien von Markenmedikamenten, für die nicht noch einmal extra Tierversuche durchgeführt wurden.

Ganz wichtig

Wenn ihr die Wahl habt, nehmt ein tierfreies Medikament. Ihr könnt zum Beispiel Generika der üblichen Schmerzmittel kaufen oder bei Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitamin B12 auf vegane Versionen setzen. Wenn ihr aber ein bestimmtes Medikament braucht, dann nehmt es auch ein. Eurer Gesundheit zu schaden, hilft niemandem. Setzt euch lieber dafür ein, dass Tierversuche in Zukunft verboten werden, indem ihr Petitionen unterschreibt, an Aktionen teilnehmt und zum Beispiel auch an eurer Uni etwas gegen Tierversuche unternehmt.

Grundsätzlich gut für eure Gesundheit: Vegan leben.

Tierversuche

Weil man nicht alles ausprobieren muss.
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Go Vegan!

H&M nimmt nach PETA-Protesten einen Hundekampf-Hoodie aus dem Sortiment

Das Ghetto nimmt den Klamotten von H&M sowieso niemand ab. Jetzt hat die Modekette auch begriffen, dass Sprüche über Hundekämpfe nicht so cool sind.

© Change.org
29.Nov 2017

Die Proteste hätte H&M eigentlich voraussehen können. Vor einigen Wochen tauchte in den Filialen der Modekette ein orangefarbener Hoodie mit dem Aufdruck „Dogfight in a random alley“ auf – und die Beschwerden von Kunden ließen nicht lange auf sich warten. Schließlich sind Hundekämpfe nicht einfach nur ein cooler Spruch, mit dem man Klamotten einen Hauch von Ghetto verpassen kann, sondern brutale Realität und echte Tierquälerei. Für Hundekämpfe werden die Tiere in winzigen Käfigen gehalten oder angekettet, bis sie in den Kämpfen gezwungen werden, sich gegenseitig zu zerfleischen.

Nicht so lustig also, deshalb gab es PETA-Proteste und eine Petition auf Change.org, um H&M davon zu überzeugen, den Hoodie wieder aus dem Sortiment zu nehmen. Und es hat funktioniert: H&M sieht seinen Fehler ein, das Teil wird nicht mehr verkauft. Das zeigt mal wieder, dass Petitionen absolut etwas bringen können und jede Stimme zählt.

In Sachen Leder braucht H&M trotzdem noch Nachhilfe. Unterschreibt jetzt die PETA-Petition und fordert die Kette auf, komplett auf veganes Leder umzusteigen.