Macht mit beim Welttag zur Abschaffung der Fischerei!

Jedes Jahr findet am letzten Samstag im März der Welttag zur Abschaffung der Fischerei statt. Das kannst du tun, um zu helfen!

09.Mrz 2022

Was war noch mal das Problem mit der Fischerei? Ach ja, dass sie jedes Jahr weltweit 790 bis 2.300 Milliarden Fische und Millionen Krebs- und Weichtiere tötet – sowie unzählige weitere Tiere, die „zufällig“ im Netz gelandet sind, z. B. Fische, Korallen, Tintenfische, Krebse, Delfine oder Schildkröten.

Sobald man einen Fisch aus dem Wasser zieht, zeigt er deutliche Zeichen von Schmerz und Stress. Er zappelt, windet sich und ringt nach Sauerstoff. Aufgrund des enormen Druckunterschieds zwischen Wasser und Land reißt oft seine Schwimmblase, der Magen quillt aus dem Mund und die Augen aus den Höhlen, während er langsam und qualvoll über Minuten oder Stunden erstickt. Oft werden Fische lebend und bei vollem Bewusstsein aufgeschnitten und ihre Organe entfernt. Mal ganz abgesehen von den Hunderttausenden Meeresschildkröten, Delfinen und Vögeln, die auch in den Geisternetzen ums Leben kommen, und dass die Fischerei für einen Großteil des Plastiks im Meer verantwortlich ist.

Damit das endlich aufhört, unterstützen mehr als 150 internationale Organisationen den Welttag zur Abschaffung der Fischerei. Seit 2017 findet er jedes Jahr am letzten Samstag im März statt und wird begleitet von weltweiten Aktionen für Fische und Krebstiere. Die Kampagne soll darauf aufmerksam machen, dass Fische und andere Meerestiere fühlende Individuen sind, die Schmerzen, Angst und Leid spüren – auch wenn man ihnen das nicht ansieht. Am Welttag zur Abschaffung der Fischerei kann jeder etwas für die Rettung der Fische tun.

Und so machst du mit:

  • Mach mit bei einer Aktion für die Fische. Schreib uns und finde heraus, welche Demos geplant sind und wo du helfen kannst.
  • Organisiere selbst eine Veranstaltung. Das kann zum Beispiel eine Flyer-Aktion oder eine Demonstration sein. Kündige sie hier an.
  • Teile online Artikel und Videos zum Thema. Ein guter Einstieg ist zum Beispiel unsere Infoseite zum Thema Fisch oder unsere Liste mit veganen Fischalternativen.
  • Schreibe einen Leserbrief über den Welttag zur Abschaffung von Fischerei und Aquakultur an deine Lokalzeitung.
  • Lade deine Freund:innen zum veganen Fischessen ein oder organisiere ein Picknick.

Du willst dich auch zu anderen Themen für Tierrechte engagieren? Komm ins Streetteam!

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Karnismus: Warum lieben wir Hunde und essen Schweine?

Karnismus teilt Tiere in "essbar" und "nicht essbar" ein. Warum das veraltete Denken Tiere entwertet und aufhören muss, erfahrt ihr hier!

09.Mrz 2022

Die Psychologin Melanie Joy hat den Begriff Karnismus geprägt. Aber was ist eigentlich Karnismus? Was sie damit meint, ist ganz einfach: In unserer Gesellschaft sortieren wir andere Tiere in Kategorien wie „essbar“ und „nicht essbar“ ein. Die „essbaren“ sehen wir durch diese Denkweise nicht mehr als Lebewesen, sondern nur noch als Fleisch.

Aber wieso degradieren Menschen Tiere und warum ist das Teil eines speziesistischen Denkmusters?

Wie funktioniert Karnismus?

Viele Karnist:innen, also Menschen, die Fleisch und auch Fischfleisch essen, unterscheiden manche Tierarten nach „essbar“ und „nicht essbar“, weil sie diese Spezies bewusst oder unbewusst versachlichen. So wird es uns bereits als Kindern von klein auf beigebracht. Das heißt oft leider, dass z. B. Schweine schon lebend wie Objekte behandelt werden: Sie werden maschinell aufgezogen, transportiert und getötet – die Tiere, die als essbar gelten, werden entindividualisiert.

Sie gelten dann nicht mehr als einzelne Lebewesen mit einer einzigartigen Persönlichkeit und Gefühlen, sondern werden als anonyme Masse gesehen. Dadurch haben viele Menschen gleichzeitig auch weniger Mitgefühl mit bestimmten Tierarten wie mit Schweinen, Rindern und Hühnern, die fälschlicherweise ganz „normal“ als „Nutztiere“ angesehen werden.

Einteilung in „essbar“ und „nicht essbar“ ist völlig willkürlich

Die meisten Menschen essen kein Fleisch von Tieren, die sie zu Lebzeiten kannten oder zu denen sie eine Bindung hatten. Solange man aber nicht darüber nachdenken muss, dass das Schnitzel auf dem Teller mal ein Tier war, solange es keinen Namen hatte und man es nie gesehen hat, wird es einfacher, es zu essen.

Dabei sind die Regeln des Karnismus, nach denen Tiere in „Freunde“, also sogenannte Haustiere und in „Fleisch“ eingeteilt werden, sehr willkürlich. Oft wird hier auch nach dem Aussehen entschieden. Ob ein Lebewesen in unseren Augen „niedlich“ ist oder nicht, bemisst aber niemals seinen Wert – denn Schönheit liegt nur im Auge des Betrachters.

Ist es „normal“, „natürlich“ und „notwendig“ Fleisch zu essen?

Auf Argumenten basiert der Karnismus also nicht. Stattdessen rechtfertigt er sich mit den drei „N“: Menschen glauben, Fleisch zu essen, wäre normal, natürlich und notwendig. Bei genauerer Betrachtung stimmt das – natürlich – nicht, schließlich sind Normen von Menschen gemacht und veränderbar. Spätestens mit der Entdeckung des Feuers hat die Menschheit alle Natürlichkeit abgelegt. Und seien wir noch ehrlicher: Statt zu Fuß zu gehen, fahren wir lieber mit dem Auto. Auch nicht gerade „natürlich“.

Sicher stimmt ihr auch zu, dass Sklaverei ebenso wenig notwendig wie natürlich oder normal ist, obwohl es das einmal war. Zum Glück ändern sich die Zeiten. Das bedeutet auch, dass heutzutage niemand mehr Tierprodukte braucht, um gesund zu bleiben. Wer das einmal verstanden hat, merkt auch, dass das vegane Leben die logischste Konsequenz ist.

Plakat Fleischonsum verursacht immer Tierquaelerei

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Niemand erwartet, dass ihr von heute auf morgen perfekt seid. Schon kleine Schritte, wie z. B. das Drüsensekret von Kühen mit Pflanzenmilch zu ersetzen, hilft, Tierleid zu bekämpfen. Viele nützliche Tipps, Rezepte und mehr findest du in unserer Veganstart-App. Damit helfen wir dir vollkommen kostenlos beim Umstieg in dein veganes, tierleidfreies Leben.