Warum alle über den neuen Werbespot von Katjes reden

Von Katjes gibt es jetzt die vegane Schokolade Chocjes. Im Werbespot wird klargestellt, dass Kühe keine Milchmaschinen sind.

© Katjes
15.Okt 2019

Wir feiern es, wenn große Unternehmen vegane Produkte anbieten. So bekommen sie auch unsere fleischessenden Freunde in die Finger und probieren sie womöglich aus. Und vielleicht schmecken sie dem Einen oder Anderen sogar. 

Auch Katjes hat nun zwei Sorten vegane Schokolade in die Supermärkte gebracht. „Chocjes Original“ und „Chocjes Haselnuss“ überzeugen durch eine gekonnte Mischung aus Bio-Hafermilch und nachhaltigem Kakao. 

Richtig begeistert hat uns der Chocjes-Werbespot. Mal ganz davon abgesehen, dass die Illustrationen von niemand Geringerem als Gerald Scarfe stammen, der schon für das Pink-Floyd-Cover von „The Wall“ verantwortlich war, enthält das Video eine klare Vegan-Message. Man sieht eine ganze Armee mechanisch wirkender Kühe. Sie zeigen keine Gefühlsregung und laufen im Gleichschritt, um sich schließlich literweise Milch aus den Eutern pumpen zu lassen. In Wirklichkeit lässt es Kühe natürlich nicht kalt, wie emotionslose Gegenstände behandelt zu werden. Kühe sind sensible und intelligente Wesen, die ihre eigene Vorstellung vom Leben haben. So stellt auch die Sprecherin im Video klar: „Jedes Leben ist wertvoll. Und Kühe sind keine Milchmaschinen.“  

Die Message ist unmissverständlich und wird viele zum Nachdenken anregen. Auf der Webseite von Katjes heißt es: „Kuhmilch ist ursprünglich nicht für uns Menschen gedacht, sondern als erste Nahrung für junge Kälber. […] Mit Haferdrink geht es vielen Menschen besser. Und den Kühen auch. Ist doch cool!“ – Sehen wir ganz genauso. 

Hey Katjes, vielen Dank für dieses großartige Video! Bestimmt bleibt vielen Zuschauern ihre Milchschokolade quer im Hals stecken. Ach, übrigens, Katjes, wenn ihr jetzt auch noch eure Fruchtgummis veganisiert, seid ihr für uns wahre Helden. ❤️ 

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Warum die Rollkur Tierquälerei ist

Beim Pferdesport hört man immer wieder von der tierquälerischen Rollkur. Doch was hat es mit dieser Trainingsmethode auf sich?

15.Okt 2019

Dass Pferdesport für die Tiere kein Vergnügen ist, sollte Tierfreunden klar sein. Kein Pferd springt aus reiner Freude über extrem hohe Hindernisse oder tänzelt unnatürlich über einen Reitplatz. Diese Dinge werden ihnen von Reitern mit teilweise umstrittenen Trainingsmethoden „antrainiert“.

Die Rollkur ist eine dieser Trainingsmethoden und ist besonders umstritten. Vor allem Dressur- und Springreiter, aber auch Freizeitreiter wenden diese Methode an: Sie ziehen mit den Zügeln den Kopf des Pferdes extrem weit nach unten, bis das Pferd mit seinem Mund seine Brust berührt. Diese Bewegung ist extrem unnatürlich und kann sehr schmerzhaft für das Tier sein, da sein Hals stark überdehnt wird. Auch die Haltung, Durchblutung und Atmung des Pferdes werden bei der Rollkur beeinträchtigt. Durch die tiefe Kopfhaltung wird sein Sehvermögen eingeschränkt und es kann die Orientierung verlieren. Studien haben außerdem gezeigt, dass Pferde während der Rollkur enorm unter Stress stehen.

© letstophorseabuse / IG

Durch die Rollkur können langfristige gesundheitliche Schäden entstehen, von denen sich die Tiere niemals erholen. Die Überdehnung des Pferdehalses kann die Wirbelsäule beschädigen oder die Ganaschen – also der hintere Bereich des Unterkiefers – können sich entzünden.

Ihr wollt etwas gegen diese grausame Trainingsmethode unternehmen? Informiert Freunde und Bekannte über die Rollkur und bittet sie, keine Pferdesport-Veranstaltungen zu besuchen. Oder macht mit beim Streetteam und setzt euch mit Protestaktionen für die Tiere ein.