PETA setzt Aussie auf Beauty-Without-Bunnies-Liste für tierversuchsfreie Produkte

Aussie verbannt Tierversuche und wird von PETA als tierversuchsfrei zertifiziert.

Aussie – eine beliebte Haarpflegemarke des Unternehmens Procter & Gamble – wird im Rahmen von PETAs Beauty-Without-Bunnies-Programm offiziell in die Liste von Unternehmen und Marken aufgenommen, die weltweit jegliche Tierversuche dauerhaft aus ihrer Unternehmenspolitik verbannt haben. Alle weltweit verkauften Haarpflegeprodukte von Aussie – die es in Deutschland in vielen Drogerien und Supermärkten gibt –  sind damit durch PETA als tierversuchsfrei zertifiziert. 

 „Tierversuchsfreie Schönheit ist im Hause Aussie ein wichtiger Wert – sowohl für unsere Angestellten als auch für Fans von Aussie aus der ganzen Welt,“ so Kelly Vanasse, Global Beauty & Grooming Chief Communications Officer bei Procter & Gamble. 

Procter & Gamble arbeitet schon seit Jahren mit PETA zusammen, um ein Ende von Tierversuchen innerhalb der weltweiten Beauty-Industrie voranzutreiben. In diesem Kontext konnten bereits große Erfolge erzielt werden, etwa in China. Außerdem setzt sich das Unternehmen gemeinsam mit PETAs Wissenschaftsteam dafür ein, dass keine Tiere mehr zu tödlichen Toxizitätstests eingesetzt werden. PETA und Aussie werden auch weiterhin zusammen an einem weltweiten Verbot von Tierversuchen arbeiten. 

PETA hat dieses Jahr bereits eine andere berühmte Marke von Procter & Gamble in die Beauty-Without-Bunnies-Datenbank aufgenommen: Herbal Essences

Innerhalb der Zusammenarbeit mit PETAs Wissenschaftsteam hat Aussie nach und nach sichergestellt, dass die Produkte des Unternehmens auch in China niemals im Tierversuch getestet werden. Denn das Land ist bekannt dafür, von Unternehmen, die Kosmetika verkaufen, Tierversuche zu verlangen. Deshalb vertreibt Aussie in China ausschließlich im Inland hergestellte Produkte der Kategorie „non-special use“ – denn diese müssen nicht im Tierversuch getestet werden. 

Wir als Konsumentinnen und Konsumenten haben die Macht, Tiere vor Leid und Tod zu bewahren. Und immer mehr Menschen möchten Produkte kaufen, für die keinem einzigen Tier Schaden zugefügt wurde. Wir hoffen deshalb, dass noch viele weitere Unternehmen Aussies Vorbild in Sachen Mitgefühl folgen und grausame Tierversuche abschaffen werden. 

Auf PETAs Beauty-Without-Bunnies-Liste findet ihr tierfreundliche Pflegeprodukte. Mit dem Kauf solcher tierversuchsfreien Produkte bewahrt ihr Kaninchen, Meerschweinchen, Mäuse, Ratten und andere Tiere vor grausamen Versuchen, einem leidvollen Leben und einem schrecklichen Tod.

Kosmetik

Weil Schmerzen nicht schön sind.
Go Vegan!

Was ist Clean Beauty?

Neuerdings taucht oft der Begriff „Clean Beauty“ im Zusammenhang mit Kosmetik auf. Wir verraten, wie natürlich, tierversuchsfrei und clean das tatsächlich ist.

Was ist Clean Beauty?

Der Begriff „Clean Beauty“ ist nicht geschützt – jedes Kosmetikprodukt kann sich so nennen. Generell sind damit Produkte mit eher kurzer Inhaltsstoffliste gemeint, die oft beispielsweise paraben- und sulfatfrei und teilweise auch vegan sind. Der Trend kommt aus den USA, wo es viel weniger staatliche Vorgaben als beispielsweise in der EU dafür gibt, was überhaupt in Kosmetik reindarf.

Sind Clean-Beauty-Produkte vegan und tierversuchsfrei?

Clean-Beauty-Produkte sind tatsächlich oft vegan und werben auch damit. Allerdings ist das nicht zwangsläufig so – und Tierversuche können trotzdem noch hinter den Produkten stecken. Gerade weil auch Aussagen wie „Dieses Produkt wurde nicht an Tieren getestet“ leider nichts heißen, ist es sinnvoll, beispielsweise die PETA-Kosmetikliste zu checken, um sicherzugehen.

Ist Clean Beauty dasselbe wie Naturkosmetik?

Auch Begriffe wie „Naturkosmetik“, „natürlich“ oder „green“ sind nicht geschützt. Gerade große Firmen benutzen sie gerne, um sogenanntes Greenwashing zu betreiben, bei dem sie beispielsweise mit pflanzlichen Inhaltsstoffen werben, obwohl im Produkt gleichzeitig auch Mikroplastik oder Silikone stecken. Allerdings gibt es verschiedene Logos, auf die man achten kann, um zertifizierte Naturkosmetik zu kaufen, die nach bestimmten Vorgaben formuliert ist – je nach Logo stecken dann zum Beispiel keine künstlichen Farbstoffe und keine Konservierungsstoffe drin. Diese Logos geben also mehr Sicherheit als schwammige Begriffe auf dem Label.

Wonach kann man sich richten?

Wer vegane und tierversuchsfreie Kosmetik ohne viele Schadstoffe kaufen möchte, achtet am besten auf entsprechende Logos und Zertifizierungen. Es lohnt sich aber auch immer, sich selbst genauer mit Inhaltsstoffen zu beschäftigen – nicht nur, um beispielsweise direkt zu merken, hinter welchen Begriffen sich Silikone, Sulfate oder Tierprodukte verstecken, sondern auch, weil jeder Mensch andere Dinge gut verträgt. Wer zum Beispiel auf Alkohol oder bestimmte ätherische Öle nicht gut klarkommt, kauft sich am besten Produkte, die frei davon sind. Gut, dass die Auswahl inzwischen so groß ist.

Und was war noch mal das Problem mit der REACH-Verordnung?