Australien schießt Kamele ab, weil sie angeblich dem Klima schaden

In der anhaltenden Trockenheit greifen australische Behörden zu unfassbaren Mitteln: Über 10.000 wilde Kamele sollen von Hubschraubern aus abgeschossen werden.

Seit Tagen gehen beängstigende Zahlen durch die Medien: Bei den Buschbränden in Australien sollen bislang über eine Milliarde Tiere gestorben sein, darunter über 480 Millionen allein im Bundesstaat New South Wales. Die Feuer, die bereits seit September wüten, sind eine Klimakatastrophe, und es sind vor allem die Bilder von in Panik fliehenden Kängurus und Koalas mit verbranntem Fell, die gerade weltweit die Menschen aufrütteln. Umso unfassbarer, dass Australien ausgerechnet jetzt Tiere zum Abschuss freigibt.

Weil im Landesinneren parallel zu den Buschbränden eine extreme Trockenheit herrscht, haben die Behörden jetzt 10.000 Kamele zum Abschuss freigegeben. Rund fünf Tage lang sollen Jäger von Hubschraubern aus auf die Tiere schießen, um sie zu töten. Angeblich stellen die Kamele eine Gefahr fürs Klima und für die Menschen in der Gegend dar, weil sie das knappe Wasser verbrauchen, auf der Suche nach Wasserquellen Zäune zertrampeln und in Häuser eindringen und klimaschädliches Methan ausstoßen.

© APY Lands / Facebook

Aus Sicht der Aborigines, die in der Gegend leben, eine verständliche Sorge. Allerdings gibt es in Australien überhaupt nur deshalb Kamele, weil sie von englischen Kolonisten eingeführt wurden. Nachdem sie nicht mehr als Lastentiere gebraucht wurden, entließ man sie in die Freiheit, wo sie sich vermehrten – ein ziemlich typisches Beispiel für eine menschengemachte „Plage“ also. Besser wäre es, die Tiere beispielsweise gezielt zu kastrieren, woran aktuell geforscht wird. Schon seit Jahren gibt Australien stattdessen aber immer wieder Tausende Kamele zum Abschuss frei, weil sich das Problem so offensichtlich nicht lösen lässt. Das sind schließlich nicht die Kamele, sondern die Wasserknappheit, die Dürre und die Waldbrände. Und einer Klimakatastrophe kommt man nur bei, indem man weltweit den CO2-Ausstoß verringert und Ressourcen schont.

Damit kann übrigens jeder bei sich selbst anfangen. Einer der größten Klimakiller ist schließlich der Konsum von Tierprodukten – warum also nicht mal ausprobieren, wie es sich vegan lebt?

Unterhaltung

Weil es gar nicht so lustig ist.
Go Vegan!

Bettina aus dem Streetteam Karlsruhe

Wir stellen euch unsere Streetteamer vor. Diesmal mit Bettina, 33, die das Streetteam Karlsruhe leitet.

Seit wann bist du dabei?

Seit ungefähr anderthalb Jahren.

Warum hast du dich entschieden, ins Streetteam einzusteigen?

Ich habe damals über Facebook von einer Veranstaltung in meiner Nähe mitbekommen und bin dann einfach mal hingegangen. Ich wurde herzlich aufgenommen und habe seitdem an vielen Aktionen teilgenommen. Seit Mitte des Jahres leite ich das Streetteam Karlsruhe, was mir viel bedeutet. Die Streetteams können ihre Aktionen frei planen und bekommen dabei Unterstützung von der Streetteam-Betreuung bei PETA. Es gibt tolle Ideen, die wir dann in unserem Rahmen umsetzen können. Die anderen Aktivisten sind immer sehr liebe Menschen, mit denen es Spaß macht, sich für Tiere einzusetzen. Der Aktivismus ist ein wichtiger Teil meines Alltags geworden.

Gibt es ein bestimmtes Tierrechtsthema, das dir besonders am Herzen liegt?

Dass immer noch Tiere in Zoo oder Zirkus zur Unterhaltung ausgebeutet werden, stört mich sehr, und ich versuche so viele Menschen wie möglich darüber aufzuklären, wie schlimm das für die Tiere dort ist. Fische sind mir auch sehr wichtig, da ihr Leid oft noch ignoriert wird.

Was machst du mit dem Streetteam am liebsten?

Am liebsten mag ich Aktionen mit Verkleidungen oder Kunstblut, da sie meist für große Aufmerksamkeit sorgen. Man kommt gut mit Menschen ins Gespräch, und falls nicht, denken sie bestimmt trotzdem noch mal dran und fangen an, sich Gedanken zu machen.

Hast du einen Tipp für Leute, die selbst für Tierrechte aktiv werden wollen?

Sich ein Herz zu fassen und einem Streetteam in der Nähe beizutreten oder selbst eins zu gründen. Es macht so viel Freude, aktiv etwas für Tierrechte zu tun, man lernt andere vegan lebende Menschen kennen und kann zusammen bei coolen Aktionen für Tierrechte kämpfen.

Ihr habt auch Lust, euch gemeinsam mit anderen Leuten vor Ort für Tierrechte einzusetzen? Kommt in unser Streetteam!